Quick Tip: Haarbürste aus Holz

Mein letzter Beitrag in der Quick Tip-Reihe ist schon eine Weile her, der letzte zum Thema Körperpflege ebenso. Höchste Zeit also, dass ich euch verrate, warum ich ein großer Fan meiner Haarbürste aus Holz bin. Spoiler: Die Bürste ist nicht nur nachhaltig, sondern auch gut zu meinen langen Haaren. Mein Modell im Speziellen ist wahrscheinlich nicht das umweltfreundlichste, das es aktuell auf dem Markt gibt. Aber es ist trotzdem ein gutes Beispiel dafür, was ein langlebiges und damit nachhaltiges Produkt ausmacht.

Warum das so ist, ist schnell erklärt. Ich habe die Bürste bereits vor etlichen Jahren in der Drogerie gekauft, nachdem meine alte Plastikbürste kaputt ging. Das war so eine mit kleinen Knubbeln oben auf den Borsten, die mit der Zeit abgefallen sind. Da das meine Kopfhaut nicht so dufte fand, wählte ich mein Modell aus, bei dem die Borsten aus einem Stück sind. Dass sie nicht aus Plastik sind, war da eher ein Bonus. Damals achtete ich noch nicht so sehr auf Nachhaltigkeit. Heute würde ich einen genaueren Blick auf Material und Verpackung werfen. Aber das Holz ist sogar FSC-zertifiziert, also war mein Kauf gar nicht so übel. Und da ich vorhabe sie noch viele Jahre zu nutzen, lässt sich das bisschen Plastik in der Verpackung verschmerzen.

Der Langzeittest spricht jedenfalls voll und ganz für meine Wahl. Auch wenn meine Haarbüste selten so sauber ist wie auf dem Foto, kann man daran keine großen Gebrauchsspuren entdecken. Ganz nebenbei ist sie antistatisch, sehr schonend zu den Haaren und massiert die Kopfhaut angenehm. Bürstet ihr immer von den Spitzen bis zum Ansatz lösen sich auch größere „Vogelnester“ sanft wieder auf. Wenn sich also eure alte verabschiedet, dann schaut doch mal im Unverpackt-Laden oder einem Öko-Onlineshop nach. Und selbst die Variante aus der Drogerie ist, wenn auch etwas mehr verpackt, eine gute Wahl. An einer Haarbürste aus Holz werdet ihr lange Freude haben!

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Quick Tip: Umweltfreundlich Naseputzen

Grüßt euch auch jedes Jahr das Heuschnupfen-Murmeltier? Oder nehmt ihr im Winter jede Erkältung mit? Dann habt ihr bestimmt auch einen ordentlichen Verbrauch an Taschentüchern. Mein heutiger Beitrag der Quick Tip-Reihe soll euch daher zeigen, warum Stofftaschentücher und Recycling-Papiertaschentücher nachhaltiger sind als die üblichen Verdächtigen.

Im Jahr 2017 verbrauchte jeder Deutsche rund 17 Kilogramm „Hygienepapier“. Der Begriff schließt neben Taschentüchern auch beispielsweise Toilettenpapier, Küchenkrepp oder Servietten ein. Während diese Zahl in den letzten Jahren immer weiter anstieg, sank eine andere. Einst wurden 75% dieser Papiere aus Recyclingmaterial gefertigt. Inzwischen werden aber für knapp die Hälfte davon Frischfasern verwendet. Wir fällen also, nur um unsere Nase zu putzen, Bäume.

Die benutzten Taschentücher können aber wiederum nicht recycelt werden. Sie gehen dem Kreislauf also nach einer Nutzung verloren. Wenn dann noch Regenwald gerodet wird, nur um für diese einmalige Nutzung Bäume anzubauen, ist das gleich doppelt schädlich für die Umwelt. Und genau das ist immer öfter der Fall.

Eine sehr ausführliche Übersicht darüber, wie umweltfreundlich verschiedene Arten von Taschentüchern sind, hat Sarah von minimalwaste.de erstellt. Stofftaschentücher liegen in der Umweltbilanz langfristig klar vorne, da sie viele Male wieder genutzt werden können. Das gilt insbesondere, wenn ihr Second Hand kauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Flohmärkte und die Schränke der (Groß-)Eltern da großartige Fundgruben sein können. Dann fällt auch meist kein zusätzlicher Verpackungsmüll an. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: viele meiner Stofftaschentücher sind so weich, dass meine Nase nicht so schnell wund wird.

Wenn ihr euch damit nicht anfreunden könnt – auch wenn ich euch nur empfehlen kann, es auszuprobieren – dann achtet beim nächsten Einkauf einfach auf den Blauen Engel. Trägt ein Produkt dieses Siegel, besteht es ausschließlich aus Recyclingfasern. Dadurch putzt ihr eure Nase auf jeden Fall ressourcensparender. Ob Stofftaschentücher oder Papiertaschentücher – mit einem Blick auf die Herkunft seid ihr schnell nachhaltiger.

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Deo mit Natron – DIY für Haut und Natur

Die Deos und ich, wir hatten zeitweise ein schwieriges Verhältnis miteinander. Und dabei habe ich weder ein besonders großes Problem mit (meinem) Körpergeruch, geschweige denn irgendwelche Unverträglichkeiten. Früher, als ich noch munter kaufte, was die Drogerie so hergab, störte mich hauptsächlich so manch penetranter Geruch. Nachdem ich dann aber Schritt für Schritt auf Naturkosmetik umstieg, wurden die Probleme nicht weniger. Das eine Deo fand ich gut, es wurde dann aber nicht mehr produziert, das andere war recht teuer und enttäuschte in der Wirkung und irgendwie überzeugte mich am Ende keines so richtig.

Passenderweise hörte ich zu der Zeit aber, dass man schlicht und einfach Natron als Deo verwenden kann. Und ich musste nicht sonderlich tief im Internet stöbern, um herauszufinden, dass das ganz einfach ist. Theoretisch reicht es völlig, etwas handelsübliches Natron unter die Achseln zu schmieren. Mir stach aber die Variante mit Kokosöl ins Auge, weil dadurch noch ein bisschen Pflege dazu kommt (besonders praktisch nach dem Rasieren!).

Das fertige Gläschen mit dem Deo aus Natron

Zeit für einen Selbstversuch!

Die Wirkung hat mich gleich angenehm überrascht. Erstmal rieche ich damit nicht mehr nach (seltsamen) künstlichen Aromen, sondern nach mir selbst mit einem Hauch Kokos. Wenn es nicht gerade der heißeste Tag des Jahres ist und ich meine, ich müsste Sport machen (was – mal ganz ehrlich – quasi nie vorkommt), ist von Schweißgeruch keine Spur. Besser könnte es für mich fast nicht wirken.

Und ist das Selbermachen nicht zu viel Aufwand? Ganz klar: nein! Das Deo ist in ein paar Minuten gemacht und das kleine Gläschen (ca. 3 cm hoch), reicht meinem Mann und mir für mehrere Wochen. Zwei Nachteile in meinen Augen gibt es allerdings. Ein großer ist, dass das Kokosöl gezwungenermaßen eine größere Reise bis zu mir machen muss. Ein eher kleineres Übel ist die Tatsache, dass das Kokosöl mit seinem geringen Schmelzpunkt bei höheren Temperaturen sehr flüssig ist. Im Sommer(-urlaub) sollte man also etwas aufpassen, bevor man das Glas öffnet.

Hier findet ihr das Rezept von Maria für das DIY-Natron-Deo, welches ich nun seit rund 2 Jahren benutze.

Warum solltet ihr das selbstgemachte Deo ausprobieren?

  1. Weniger Müll – das Gläschen kann jedes Mal wiederverwertet werden und die Zutaten kommen in größeren Verpackungen, die für viele Portionen Deo reichen.
  2. Es ist gesünder – keine Konservierungsstoffe, Parfüme etc. und auch kein gesundheitsgefährdendes Aluminium von Nöten.
  3. Günstige Alternative zu naturzertifizierten Deos – die paar Zutaten kosten recht wenig, insbesondere, wenn kein Duftöl verwendet wird.

Mehr Infos rund um das Thema:

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