Nachhaltig reisen: Warum Camping?

Da ich beruflich aus dem Tourismus komme, ist das Thema Urlaub für mich sehr emotional. Und natürlich wirkt sich unser Bestreben, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen, auch auf die Gestaltung unserer Freizeit aus. Glücklicherweise ist die von uns schon lange bevorzugte Reiseart auch eine, die sich gut mit einem überschaubaren ökologischen Fußabdruck kombinieren lässt. Warum Camping für uns das beste Paket bietet, um nachhaltig zu reisen, habe ich einmal für euch zusammengefasst.

Nachhaltig reisen – geht das überhaupt?

Nachhaltig reisen ist ein sehr komplexes Thema mit vielen Möglichkeiten auf der einen Seite. Der entsprechende Markt wächst seit Jahren und zumindest auf dem Papier interessieren sich viele Deutsche dafür. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Herausforderungen. Die nachhaltigste Reise ist schon alleine wegen der Anreise die, die gar nicht erst gemacht wird. Gleichzeitig erweitert Reisen den Horizont und lässt vielleicht sogar erst das Bedürfnis entstehen, unsere schöne Erde zu schützen. Nicht zuletzt spielt natürlich auch das Bedürfnis nach Erholung eine Rolle. In einer Gesellschaft, die so auf Leistung ausgelegt ist, bietet der Urlaub ein wichtiges Gegengewicht.

Tipps, wie der Urlaub nachhaltig gestaltet werden kann, gibt es unzählige. Dass Flugreisen hohe CO2-Emissionen mit sich bringen, ist nicht neu. Ebenso bekannt ist, dass Kreuzfahrtschiffe viel Dreck ausstoßen und, dass die Einmalpackungen in vielen Hotels eine Menge Müll machen. Doch letztlich kommt es auf so viele Faktoren – und dabei auch auf die eigenen Bedürfnisse – an, dass niemand beurteilen kann, was DIE nachhaltige Reise ausmacht.

Es gibt nicht die eine Lösung für nachhaltiges reisen.

Frei und schön

Gerade weil die Urlaubsmotive so unterschiedlich sein können, gebe ich euch einen kleinen Einblick in unsere Wünsche. Wenn es darum geht, warum wir seit Jahren immer wieder Campen, spielen die eine große Rolle. Etwas, was wir beide nicht mögen, ist zu viel Struktur in unserem Urlaub. Auch wenn wir zu Hause zu recht festen Zeiten essen, schränkt uns das im Urlaub ein. Das hängt mit unserem zweiten Bedürfnis zusammen. Wir sind keine Urlauber, die ein oder zwei Wochen an einem Fleck auf der faulen Haut liegen. Bevor unser Kleiner da war, haben wir meist Rundreisen mit vielen Etappen gemacht, um möglichst viel von unserem Ziel zu sehen. Und auch jetzt sind Tagesausflüge ein fester Bestandteil. Entsprechend verpflegen wir uns lieber individuell.

Wir hatten eine recht lange Zeit, in der immer einer von uns beiden studierte. Entsprechend spielte in unseren „Urlaubsanfängen“ auch das Budget eine Rolle. Ein Hotel mit Verpflegung ist deutlich teurer als ein Zeltplatz und Essen aus dem Kocher. Selbst dann, wenn wir uns für eine Ferienwohnung entschieden haben, kamen wir am Ende noch günstig weg. Das gleiche gilt für das eigene Auto im Vergleich zu einer Anreise mit Zug oder gar Flugzeug und einem Mietwagen vor Ort. Nachdem wir beide im Job waren, waren wir so verliebt in unsere Zelturlaube, dass wir nicht mehr auf Hotel & Co. umsteigen wollten.

Campingplätze haben oft eine einzigartige Lage an Seen oder anderen schönen Orten.

Darum reisen wir beim Camping nachhaltig

Nun sind wir ja, wie erwähnt, nicht erst auf Camping umgestiegen, als wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern wollten. Dass unsere liebste Reiseart sich leicht klimafreundlicher gestalten lässt, ist eher Zufall. Doch was daran macht sie denn in meinen Augen grün? Zunächst einmal fällt (Infra-)Struktur weg. Anlagen, wie Bäder, werden gemeinsam genutzt, viele Räume und Wege braucht es nicht. Es gibt kein tägliches Handtuchwechseln oder Frühstücksbüffet, das bis zur letzten Minute gut bestückt sein muss. Das spart schon einmal Ressourcen, wie Wasser und Energie.

Das hängt natürlich auch mit Komfort zusammen. Im Zelt verzichten wir auf eine Klimaanlage, wir nutzen weniger elektrische Geräte und der Gang zur Dusche ist nicht durchgehend überdacht. In einem Hotel wären das fette Minuspunkte, aber für uns zur Erholung nicht notwendig. Unser eigenes, auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes Equipment immer dabei zu haben, ist uns da wichtiger. Natürlich sind wir nicht ab dem ersten Urlaub perfekt ausgestattet losgezogen. Aber wir haben kaum mehr dabei als das, was wir wirklich brauchen und nutzen.

Durch geschickte Wahl des Campingplatzes lassen sich die Emissionen vor Ort noch einmal reduzieren. Inzwischen gibt es Öko-Campingplätze, aber da die selten sind, dies nur als Erwähnung. Trotzdem kann die Platzwahl einen Unterschied machen. Je besser die Lage, umso besser kommt ihr zu Fuß, mit (Leih-)Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln rum. Das funktioniert auch bei manchen großen Städten. London oder Kopenhagen sind hier gute Beispiele.

Nachhaltig reisen und Camping lassen sich vereinbaren

Perfekt ist es nicht

Ganz klares Ausrufezeichen: Auch wenn wir nur innerhalb von Europa reisen, ist die Anfahrt mit dem eigenen Auto mit einigen Emissionen verbunden. Da Camping aber auch viel Gepäck bedeutet, fällt eine Anreise mit dem Zug, zumindest, solange wir kleine Kinder haben, raus. Mehr als ärgerlich, dass das Angebot an Autozügen inzwischen so minimal ist. Und da fiel auch schon ein weiterer Punkt: die Ausrüstung. Neben einem Zelt oder Camper, also einem Dach überm Kopf, braucht es natürlich auch einen kleinen Haushalt, um ohne Schlafzimmer, Wohnzimmer und evtl. auch Küche zu reisen. Und nur einen kleinen Teil davon könnt ihr aus dem Alltag mitnehmen. Also haben wir Campingstühle und einen faltbaren Tisch, kompaktes Geschirr, Kocher, Matratzen, Schlafsäcke und so weiter. Zwar ist vieles davon schon seit Jahren im Gebrauch, aber angeschafft werden musste es trotzdem erstmal.

Weniger ins Gewicht fallend, aber trotzdem ein Punkt ist, dass die Ausrüstung zwischen den Urlauben auch gelagert werden muss. Der Platz ist im Vergleich zu unserer gesamten Wohnfläche vielleicht minimal. Doch auch der zählt in unseren ökologischen Fußabdruck mit hinein. Und nicht zuletzt ist die durchschnittliche Camping-Ausstattung nicht gerade besonders öko. Zelt und Luftmatratzen aus Plastik, keine transparenten Lieferketten, lange Transportwege. Und die wenigen Produkte, die grün(er) sind, sind oft unglaublich teuer. Für unser Familienzelt haben wir lieber auf Second Hand zurückgegriffen.

Camping ist und bleibt unsere erste Wahl

Wir verbringen unseren Urlaub nur selten anders als im Zelt. Und wenn, dann meist in einer Ferienwohnung. Das ist in Sachen Freiheiten und nachhaltige Gestaltungsmöglichkeiten dem Camping am ähnlichsten. An welchen Punkten ihr euren Campingurlaub nachhaltiger gestalten könnt, würde den Rahmen eines Beitrags sprengen. Deswegen werde ich auf verschiedene Aspekte separat eingehen. Jetzt habt ihr auf jeden Fall mal eine Übersicht darüber, was für uns dafürspricht, dass es sich mit Camping gut nachhaltig reisen lässt.

Achtet ihr bei eurem Urlaub auf Umweltverträglichkeit? Und wenn ja, wie sehr hat es euer Reiseverhalten verändert? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Darum lassen sich nachhaltig reisen und Camping vereinbaren:

  • Emissionsärmere Anreise: Gerade, wenn mehrere Urlauber in einem Fahrzeug verreisen, wird im Vergleich zum Flugzeug die Umwelt weniger belastet.
  • Überschaubare Infrastruktur: Im Vergleich zu anderen Urlaubsarten sind weniger Straßen, Gebäude etc. notwendig.
  • Weniger Ressourcen vor Ort: Der geringere Einsatz von elektrischen Geräten und die Eigenleistung z.B. bei der Verpflegung bieten Einsparpotentiale.

Mehr Infos zum Thema:

Quick Tip: Abfluss mit Hausmitteln reinigen

Selbstreinigende Abflüsse wurden bisher leider noch nicht erfunden. Also stehen wir alle mal vor einem (fast) verstopften Abfluss, der „reinigen!“ schreit (oder eher gurgelt). Da das weder viel Arbeit machen noch besonders belastend für die Umwelt sein muss, gibt es von mir einen neuen Quick Tip.

Am einfachsten ist es, den Abfluss gar nicht erst zu verstopfen. Ja, ja. Captain Obvious… Aber am Ende ist es das wirksamste Mittel. Achtet also darauf, was hineinkommt und haltet Haare, Fusseln, Essensreste etc. mit einem Sieb draußen. In der Küche ist meist Fett der Übeltäter, der sich an das Rohr heftet. Schon alleine durchs Abspülen ist das aber unvermeidbar. Daher solltet ihr nur kleinste Mengen runterspülen und am besten gleich heißes Wasser hinterherschicken.

Es ist kaum möglich, wirklich alles rauszuhalten. Daher ist es wichtig hin und wieder mal auf den Zustand eurer Rohre zu achten. Läuft das Wasser langsamer ab, als ihr es gewohnt seid, ist es Zeit zu handeln. Als ersten Schritt lassen wir immer eine Kanne heißes Wasser durchlaufen. Dadurch werden schon viele Ablagerungen gelöst. Besonders im Bad, wo sich Seifenreste ablagern, reicht das nicht immer. Dann könnt ihr etwa 2-3 Esslöffel Natron oder Waschsoda in den Abfluss streuen und einen großen Schluck Essig(-essenz) hinterherschicken. Den dabei entstehenden Schaum müsst ihr noch ein paar Minuten einwirken lassen und mit (heißem) Wasser nachspülen.

Bei hartnäckigen Verstopfungen solltet ihr das Problem mechanisch angehen. Ein Pömpel ist immer noch eine gute Investition für solche Situationen. Wir haben einen, der kaum Platz braucht und prima funktioniert. Und geht gar nichts mehr, lasst lieber den Profi ran! Aber am besten lasst ihr es gar nicht erst so weit kommen. Denn eigentlich ist es echt einfach, einen Abfluss mit Hausmitteln zu reinigen. Ein bisschen Vorsorge, ein bisschen einfachste Chemie und schon läuft es weiter! Was meint ihr?

Getrocknete Hülsenfrüchte: Meine Küchenstars

Meine Liebe zu Hülsenfrüchten hält schon lange an. Der hier im Südwesten traditionelle Linseneintopf war schon immer ein Festessen für mich. Als Proteinquelle sind sie inzwischen aus meiner vegetarischen Ernährung erst recht nicht mehr wegzudenken. Kichererbsen für Hummus oder Curry, Bohnen für Chili sin Carne und verschiedene Linsen für diverse Gerichte findet ihr immer in unserem Vorratsschrank. Was ihr bei uns hingegen nicht finden werdet, sind die eben genannten in Dosen. Denn ich bin ein großer Fan davon getrocknete Hülsenfrüchte zu kaufen und selbst zu kochen. Warum? Das ist recht einfach erklärt!

Die Menge machts

Angefangen habe ich diese Angewohnheit, weil im Studium eine ganze Dose Bohnen oder Kichererbsen für mich allein einfach immer zu viel und mein Kühlschrank klein war. Alle Reste mussten immer schnellstmöglich verwertet werden. Koche ich allerdings meine Hülsenfrüchte selbst, kann ich immer so viel machen, wie ich wirklich brauche. Natürlich musste ich erst schätzen lernen, wie groß denn so eine Portion ist. Zum Wiegen bin ich zu faul. Aber mit etwas Übung kommt es inzwischen meist ganz gut hin.

Getrocknete Hülsenfrüchte, wie Bohnen, kann man einfach selber kochen

Eine Tüte statt mehrerer Dosen

Die Tatsache, dass ich durch diese Methode auch einiges an Müll spare, wurde mir erst später bewusst. Dazu mal grob überschlagen: In einer Packung Kichererbsen sind bei den meisten Herstellern 500 gr. Eingeweicht und gekocht wiegen sie etwas mehr als das doppelte, also runden wir mal großzügig auf ein Kilo ab. Die meisten Dosen, die ich gesehen habe, haben ein Abtropfgewicht von 240 gr. Macht also rund vier Dosen, die wir durch eine Tüte Kichererbsen einsparen. Hinzu kommt, dass wir fast nie Reste haben, die schlecht werden. Und zu guter Letzt punktet die Folie gegenüber der Dose mit einem geringeren Gewicht, was den Transport umweltfreundlicher macht. Wem selbst das noch zu viel Verpackung ist, der kann im Unverpackt-Laden den Müllaspekt gleich ganz umgehen. Und der Vollständigkeit halber: Die in Einwegglas verpackten Produkte mancher Marken sind auch nicht nachhaltiger als das Tütchen.

Unentschieden bei der Lagerung

Solange die Hülsenfrüchte trocken sind, sind sie sehr lange haltbar. Wie lange genau, kann ich nicht sagen. Zwar lagern wir sie ordentlich, also trocken und luftdicht verpackt, aber nie länger als ein paar Monate. Wir essen sie dafür zu oft und gerne. Aber grundsätzlich gibt es da kaum Unterschiede zu Dosen, die ja auch eine gefühlte Ewigkeit gelagert werden können. Wenn ich doch einmal eine Portion auf Vorrat vorkochen möchte, fülle ich die fertigen Hülsenfrüchte mit der übrigen Kochflüssigkeit in ein Schraubglas um und friere sie ein. Die zusätzliche Energie fürs Einfrieren und Wiederaufwärmen schlägt etwas auf die Klimabilanz. Aber beispielsweise bei der Vorbereitung des Wochenbetts war ich froh, diese Flexibilität zu haben.

Getrocknete Hülsenfrüchte im Vorrat

Einen Haken gibt es trotzdem

So schön das alles ist, es gibt auch einen Wermutstropfen. Fällt euch erst dann ein, dass ihr Hülsenfrüchte braucht, wenn ihr gerade anfangt zu kochen, habt ihr bei vielen Exemplaren verloren. Während besonders rote, aber auch andere Linsensorten auch ohne Einweichen genutzt werden können, brauchen andere einfach ihre Einweich- und Kochzeit. Da ist es gut, dass wir mit unserem Essensplan recht flexibel sind, denn das ist mir echt schon oft passiert. In der Regel weiche ich Bohnen oder Kichererbsen über Nacht ein und koche sie im Laufe des nächsten Tages. Diese Zeitspanne lässt sich mit einem Dampfdruckkochtopf, den wir nicht haben, geringfügig verringern.

Die Vorteile überwiegen

Sei es nun der Aspekt der Mülleinsparung oder die Flexibilität, was die Menge angeht: für mich gibt es kein zurück. Unsere Vorräte sind immer gefüllt mit getrockneten Hülsenfrüchten und ich vermisse die gekochte Alternative eigentlich nie. Für euch ist es eine einfache Möglichkeit Müll und Geld zu sparen und das bei gleichem Geschmack. Seid ihr auch Fans von Hülsenfrüchten? Welche Sorte darf in eurem Schrank nie fehlen?

Dabei punkten getrocknete Hülsenfrüchte gegenüber denen aus der Dose

  1. Weniger Verschwendung: Ihr könnt genau dosieren, wie viel ihr gerade braucht.
  2. Weniger Verpackung: Eine Tüte verursacht nicht nur weniger Müll an sich, sondern ersetzt auch noch mehrere Dosen.
  3. Weniger Geld: Auf die Portion hochgerechnet sind getrocknete Hülsenfrüchte günstiger.

Quick Tip: Recycling-Toilettenpapier

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Jeder von uns muss mal aufs Klo! Und ohne genaue Zahlen zu kennen, behaupte ich jetzt einfach mal, dass ein Großteil von uns Klopapier nutzt. Und weil das so viele betrifft, gibt es hier einen kleinen Impuls dazu, warum Recycling-Toilettenpapier eure erste Wahl sein sollte.

Der Grund lässt sich auf zwei Arten erklären. In Zahlen ausgedrückt verbraucht Recycling-Toilettenpapier bis zu 60% weniger Energie und 70% weniger Wasser. Da der Toilettengang etwas ist, was ihr tendenziell mehrmals am Tag macht, spart ihr aufs Jahr einiges. Wenn Zahlen nicht so euer Ding sind, ein anderer Gedanke. Es ist eine ganz schöne Verschwendung einen Baum mehrere Jahre wachsen zu lassen, zu fällen, zu verkleinern, zu Klopapier zu verarbeiten, nur um uns damit einmal sauber zu machen. Besonders in einem Land wie unserem, in dem massenweise Papier zur Wiederverwertung gesammelt wird. Das macht auch Bambus zu einer schlechteren Alternative. Die recycelte Variante ist definitiv die bessere Wahl und sollte ihr kratziges Image endlich mal loskriegen.

Konsequenterweise könntet ihr noch einen Schritt weiterdenken. Denn so oder so geht das Papier nach einer Nutzung den Abfluss runter. Also möchte ich noch Alternativen nennen. Bei uns bisher selten, eher teuer und nur etwas für Haus-/Wohnungsbesitzer ist ein Hightech-Klo, wie man es beispielsweise in Japan nutzt. Mit Wasser und warmer Luft wird euer Popöchen auf Knopfdruck sauber. Altbekannt und aus der Mode gekommen ist das Bidet. Die flexiblere Variante ist eine Popodusche. Damit könnt ihr euch zwar nicht abtrocknen, aber sauber wird es. Und wie ein Babypo kann natürlich auch die Erwachsenenversion mit (Wasch-)Lappen sauber gemacht werden.

Zusammengefasst: Klopapier aus Frischfasern muss wirklich nicht sein. Der Umstieg auf Recycling-Toilettenpapier ist ein einfacher Weg für euch, euren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Und noch dazu einer, der überhaupt keinen Mehraufwand macht.

Der Winter und ein Fazit aus dem Gemüsegarten

Es ist Februar und damit ist das erste komplette Jahr in unserem kleinen Gemüsegarten zu Ende. Höchste Zeit also, vom Herbst und Winter zu erzählen und ein Fazit zu ziehen. Erwartungsgemäß wurde es die letzten Monate immer ruhiger in unseren Kisten und Kübeln und damit auch weniger Arbeit. Nicht alles hat ganz so geklappt, wie geplant, wodurch es noch weniger zu tun gab. Nichtsdestotrotz liegt ein ereignisreiches Gartenjahr hinter uns mit vielen spannenden Erkenntnissen. Dazu ziehe ich später noch ein Fazit.

Als die Tage kürzer wurden

Der Spätsommer und Herbst brachten unserem Garten erstmal an verschiedenen Stellen Mehltau ein. Sehr ärgerlich, da dieser auch mit Hausmitteln nur schwer loszukriegen ist. Die erste Ladung Feldsalat war ebenso betroffen wie ein Teil des Mangolds. Ob das Gemüse dadurch noch essbar ist, konnte ich nicht 100%ig herausfinden. Entsprechend traurig stimmte mich der Anblick der Pflanzen. Eine schöne Überraschung waren dagegen die Roten Beeten. Wie in der Zusammenfassung vom Sommer erwähnt, war ich damit recht spät dran. Aber am Ende sind einige Mini-Beetchen dabei herausgekommen. Und das ist auf jeden Fall besser, als brach liegende Erde. Sehr spärlich war die Ausbeute beim Postelein. Obwohl ich an mehreren Stellen mit unterschiedlichen „Techniken“ gesät habe, sind es am Ende gerade mal drei kleine Pflänzchen geworden. Woran es lag? Ich bin völlig überfragt!

Kleine Rote Beete im Gemüsegarten im Winter

Der Gemüsegarten genießt im Winter die Ruhe

Der Winter war sehr ruhig. Bisher war es kaum lange trocken, sodass ich kaum gießen musste. Also konnte ich die letzten Wochen nur hier und da etwas ernten. Beispielweise die kleinen, aber leckeren Reste Pak Choi, die die Raupen übriggelassen haben. Durch meine Fehlplanung und die nicht aufgegangenen Samen war aber generell nicht allzu viel zu holen. Naja, nicht weiter schlimm. Zum einen ist es auf so kleiner Fläche utopisch sich selbst zu versorgen. Zum anderen war das Jahr gewollt experimentell, denn ich musste ja alles erst einmal kennen lernen und mir Wissen aneignen.

Der Postelein wuchs leider nur sehr spärlich

Ein spannendes Jahr

Was ist nun also mein Fazit zum Gemüsegarten nach dem Winter und damit nach vier vollen Jahreszeiten? Es gab – wenig verwunderlich – Höhen und Tiefen. Praktisch dabei zuzusehen, wie Raupen die liebevoll gehegten Pflanzen aufessen, war nicht so schön. Und von manchem, wie den Zuckerschoten oder dem Postelein, hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Aber gerade die tolle Tomaten- und Erdbeerernte haben einiges wieder wett gemacht. Manche Fehler von meiner Seite habe ich auch schon erkannt. Von Kübeln mit nassen Füßen hatte ich schon erzählt. Dazu kommt, dass ich teilweise zu sparsam mit der Erde war, wodurch sich nicht alle Pflanzen richtig ausbreiten konnten. Ab sofort bin ich also großzügiger und vergesse nicht, dass die Erde mit der Zeit wieder etwas in sich zusammenfällt.

Zusätzlich halte ich schon die Augen nach ein paar größeren Gefäßen offen. Manches, was gut in ganz kleinen Behältern wächst, wie Radieschen, wird bei uns einfach nicht oder nur selten gegessen. Und zuletzt versuche ich für das nächste Jahr einen besseren Anpflanzplan auszuarbeiten. Teils waren die eingeplanten Behälter doch nicht früh genug frei. Bei manchen Pflanzen, wie dem Mangold, hätte ich das Säen bzw. Pflanzen auf mehr Zeitpunkte aufteilen sollen, damit nicht alles auf einmal reif wird. Ein Anfängerfehler, zugegebenermaßen, den ich unterschätzt hatte.

Roter Mangold war unser Farbtupfer im Winter im Gemüsegarten

Und nun?

Meine Vorbereitungen für die nächste Saison sind schon gestartet. Weltbewegend anders als letztes Jahr wird es nicht werden, aber hoffentlich etwas stimmiger und erntereicher. Da es entsprechend eher wenig Interessantes zu erzählen geben wird, ist dieser Bericht zum Gemüsegarten im Winter erstmal der letzte Teil der kleinen Beitragsserie. Ein paar Themen, die ich euch rund um das Thema „Garten und Balkon“ ans Herz legen will, sind noch in Planung. Und falls wir unseren Vertical Garden noch erweitern, werde ich auch berichten. So üppig wie bei anderen sieht es hier ja leider noch nicht aus.

Nun freue ich mich aber erstmal zu hören, wie euch diese kleine Serie gefallen hat und ich bin gespannt, wie es in euren Gärten und auf euren Balkonen die letzten Monate aussah. Wie war euer Gartenjahr? Hattet ihr auch, wie ich und einige (Hobby-)Gärtner um mich herum, Besuch vom Mehltau? Tauscht euch gerne mit mir in den Kommentaren aus.


Was schon zu Ende? Alle, die den Anfang verpasst haben, können direkt zu Teil 1 der Reihe rüber hüpfen. Alle Beiträge im Überblick gibt es natürlich auch für euch.

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