Nachhaltiger Umzug: So hat es bei uns geklappt

Zum Glück ist ein Umzug etwas, das im Normalfall nicht allzu häufig ansteht. Zumindest für mich, denn ich hasse packen. Nicht mal für den Urlaub macht mir das Spaß. Aber wie im Beitrag über unseren regionalen Einkauf erwähnt, war es letztes Jahr für uns mal wieder so weit. Mit einem Kleinkind umzuziehen hat es dieses Mal nicht spaßiger gemacht. Da sind nämlich die Kisten schneller wieder ausgepackt, als einem lieb ist. Und das noch in der falschen Wohnung. Doch auch wenn ein Wohnungswechsel eine Seltenheit in unserem Leben ist, wollten wir ihn möglichst umweltfreundlich gestalten. Wie uns unser nachhaltiger Umzug geglückt ist und wo es teilweise nicht so gut funktioniert hat, erfahrt ihr hier.

Die Vorbereitung vor der Vorbereitung: Ausmisten

Ein Umzug ist aus verschiedenen Gründen ein guter Zeitpunkt zum Ausmisten. Zum einen habt ihr sowieso euer gesamtes Hab und Gut einmal in der Hand. Warum also nicht gleich schauen, was ihr davon noch braucht? Zum anderen müsst ihr alles, was ihr aussortiert, im besten Fall auch nicht einpacken und umziehen. Was weg soll, könnt ihr auf verschiedenen Wegen verkaufen, verschenken oder spenden. Für letzteres gibt es die tolle Seite “Wohin damit”, auf der ihr in vielen Orten soziale Einrichtungen findet, an die ihr eure Sachen spenden könnt. Viele andere Möglichkeiten eure Sachen weiterzugeben, findet ihr in dieser ausführlichen Übersicht. Habt ihr Dinge, die für diese Wege nicht mehr geeignet sind, informiert euch bei eurer Gemeinde, wie ihr sie richtig entsorgen könnt.

Nehmen wir diesen Schritt jetzt ganz genau, dann verringert ihr damit zwar den ökologischen Fußabdruck eures Umzugs, aber nicht zwingend euren generellen. Denn auch die aussortierten Sachen müssen irgendwie an ihren neuen Platz kommen. Nutzt sie dadurch aber jemand, statt neu zu kaufen, werden Ressourcen eingespart und letztendlich der Umwelt Gutes getan. Habt ihr Dinge, die ihr entsorgen müsst, könnt ihr durch das richtige Vorgehen die Chancen erhöhen, dass das Material recycelt wird.

Dieser Schritt ist uns, um ehrlich zu sein, nur teils geglückt. Wir sortieren zwar regelmäßig aus und haben auch vor dem Umzug noch einmal alles durchgeschaut. Trotzdem stach uns beim Auspacken noch das ein oder andere ins Auge, das wir hätten aussortieren sollen. Gerade der Kleiderschrank gab noch ein bisschen was her. Dank ebay Kleinanzeigen haben wir uns schon von einigen Sachen verabschiedet. Der Rest wandert irgendwann mit uns auf den Flohmarkt.

Polsterfolie für den Umzug wiederverwenden
Image by bluebudgie / Pixabay

Verpackungsmaterial sammeln

So ein Umzug kündigt sich ja meist etwas vorher an. Entsprechend solltet ihr ein Weilchen haben, um verschiedenste Materialien zu sammeln, in die ihr euren Hausstand verpacken könnt. Alles klassische Material, das ihr beispielsweise bei Onlinekäufen bekommt, ist naturgemäß auch für einen Umzug geeignet. Polsterfolie, Packpapier und natürlich die Kartons selbst, sofern groß genug, könnt ihr direkt weiterverwenden. Darüber hinaus helfen euch alte Zeitungen oder sonstiges Papier weiter. Da wir selbst keine Zeitung lesen, haben wir geschaut, was die Nachbarn entbehren können. In einem Mehrfamilienhaus kommt da schnell einiges zusammen. Alternativ könnt ihr auch Eltern und Freunde bitten für euch zu sammeln.

Umzugskartons und Kisten aller Art

Umzugskisten sind leicht, praktisch, aber für eine einmalige Nutzung eigentlich viel zu schade. Fragt in eurem Bekanntenkreis, wer noch Kartons herumliegen hat oder schaut in die Kleinanzeigen. Ein nachhaltiger Umzug muss aber nicht nur auf die typischen Pappkartons bauen. Jede Kiste, die halbwegs groß und stapelbar ist, bietet sich an. Weinkisten, große Plastikbehälter, Einkaufskörbe – nichts sollte leer umgezogen werden. Koffer mit Rollen sind perfekt für Bücher oder anderes Schweres.

Unsere Sammlung an Umzugskartons war wirklich sehr bunt. Neben einer Handvoll Kartons aus unserem Keller haben wir einen großen Teil gebraucht besorgt. Leider fiel uns kurz vor knapp auf, dass wir uns doch um ein paar verschätzt haben. Daher mussten wir auf die Schnelle noch vier oder fünf Neue kaufen. Ein Großteil unserer Kartons sind inzwischen schon wieder verkauft und beim nächsten (oder vielleicht schon übernächsten) Umzug im Einsatz.

Mit Socken und Schals die Umzugskartons polstern

Richtig packen will durchdacht sein

Damit beim Umzug nicht nur der Rücken geschont wird, sondern auch der Inhalt der Kisten, müssen eure Habseligkeiten gut verpackt werden. Hier kann nicht nur das oben erwähnte, gesammelte Verpackungsmaterial zum Einsatz kommen. Socken eigenen sich gut, um Gläsern und Vasen eine Schutzschicht zu geben. Schals, Handtücher oder Bettwäsche sind ein guter Puffer um und zwischen zerbrechlichen Sachen. Generell ist Kleidung wie dafür gemacht, um Lücken zu füllen. Halbleere Kartons sind zwar besser zu tragen, aber nehmen am Ende viel Platz im Umzugswagen weg. Darum lohnt es sich leichte und schwere Sachen zu kombinieren. Beispielsweise erst ein paar Bücher und obendrauf voluminöse Winterkleidung. Ein nachhaltiger Umzug ist also perfekt geeignet, um die eigenen Tetris-Skills zu testen.

Aufschieberitis gefällig?

In den wenigsten Fällen bedeutet ein Umzug, dass das Hab und Gut eines Haushalts von einem Raum in einen anderen getragen wird und dann ist gut. Meist ist eher der Fall, dass manche Möbel und andere Einrichtungsgegenstände nicht mehr passen oder gleich ganz fehlen. Das Meiste muss wahrscheinlich nicht am Umzugstag da sein, anderes vielleicht schon. Seht ihr so etwas auf euch zukommen, dann schiebt die Anschaffung nicht vor euch her. Nehmt euch lieber die Zeit es noch vor eurem Umzug zu besorgen, um am Ende auch wirklich eine Lösung zu haben, die euren Kriterien entspricht und entsprechend nicht bald wieder ausgetauscht werden muss.

Auf alles, was nicht sofort dastehen muss, könnt ihr in der Regel auch noch ein paar Wochen oder gar Monate warten. Gerade bei Möbeln finde ich es oft hilfreich erst einmal zu schauen, was wirklich gebraucht wird. Ein Tisch ist eben nicht gleich ein Tisch und ein Regal kann die verschiedensten Formen annehmen. Sobald ihr wisst, was ihr wirklich braucht und vor allem wie viel Platz ihr dafür habt, könnt ihr euch auf die Suche nach dem perfekten Möbelstück machen. So umgeht ihr die Gefahr eines (teuren) Fehlkaufs.

Damit ich nicht zu kryptisch werde, hier ein Beispiel von uns. Eines unserer Upgrades in der neuen Wohnung ist eine Gästetoilette. Da wir bisher nur ein Klo hatten, hatten wir entsprechend auch nur die Ausstattung für eines. Obwohl ich das wusste, habe ich erst am Tag des Umzugs eine zweite Klobürste und einen kleinen Mülleimer besorgt. Statt wie üblich erst einmal zu checken, welche nachhaltigen Optionen es gibt, ging ich den einfachen Weg. In dem Fall über die Straße, denn wir wohnen neben einem Baumarkt. Hätte ich mir mehr Zeit genommen, hätte ich vielleicht ein anderes Produkt gekauft. Das Regal im Wohnzimmer hingegen haben wir erst Monate später gekauft, nachdem wir uns sicher waren, wie wir die Möbel im Raum arrangieren wollen.

Nachhaltiger Umzug

Größer, weiter, besser? Manchmal schon!

Sind die Kisten gepackt und die Möbel bereit, fehlt nur noch eins: Ein passendes Transportmittel. Je nachdem, wie viele Sachen ihr habt, schafft ihr es vielleicht alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu transportieren. Aber seien wir mal realistisch: Für die meisten von uns ist das jenseits aller Möglichkeiten. Und nicht nur dann, wenn es in eine andere Stadt geht. Egal, ob ihr nun ein Fahrzeug leiht oder mietet, solltet ihr euch realistisch fragen, wie groß es sein muss. Denn je öfter ihr fahren müsst, umso belastender wird es für die Umwelt. Habt ihr ein eigenes Auto, solltet ihr auch dessen Ladefläche mit einplanen.

Das ist ein Punkt, der bei uns nicht wirklich passte. Geplant war es, den Umzug in zwei Tagen mit jeweils einer Fuhre zu machen. Nicht die CO2-sparendste Lösung, aber eine, die etwas den Stress herausnehmen sollte. Letztendlich waren wir am ersten Tag aber so schnell fertig, dass wir gleich die zweite Ladung geholt haben. Dann folgte aber leider die Erkenntnis, dass wir uns verschätzt hatten und nicht alles in den Transporter passte. Es war auch zu viel, um den Rest mit dem Auto zu transportieren, mit dem wir sowieso noch einmal zur alten Wohnung mussten. Entsprechend wurden aus zwei Fahrten, die schon nicht 100%ig nachhaltig geplant waren, dann gleich drei.

Unterm Strich liefs ganz gut

Euer nachhaltiger Umzug braucht etwas Vorbereitung, stressiger wird er dadurch aber nicht. Denn alles, was ihr vor dem entscheidenden Tag vorbereitet habt, nimmt automatisch etwas Stress aus der Sache. Ob nachhaltig oder nicht. Auch wenn ich grundsätzlich ganz zufrieden bin, wie unser nachhaltiger Umzug ablief, hatten wir hier und da noch Luft nach oben. Das ist aber völlig in Ordnung. Um mal meinen Blognamen zu zitieren: viele kleine Schritte 😉 Der nächste Umzug (der hoffentlich noch sehr lange auf sich warten lässt) wird dann bestimmt noch besser geplant.

Darum macht euer nachhaltiger Umzug Sinn:

  1. Müll sparen: Verwendet ihr Verpackungsmaterialien ein zweites, drittes, viertes,… Mal, spart ihr eine Menge Müll ein.
  2. Klimagasemissionen verringern: Je effizienter ihr packt und je weniger ihr fahren müsst, umso schonender ist der Umzug für das Klima.
  3. Geld sparen: Gebrauchte Kartons, kostenlose Verpackungen, kürzere Mietdauer des Transporters – alles spart bares Geld.
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Hallo Sommer: Die erste Ernte im Gemüsegarten

Die einzige Sonnenblume, die eine Schneckenattacke vor ein paar Wochen überlebt hat. Klein, aber stolz blickt sie über unseren kleinen Garten. So viel Ausdauer hat es verdient als Startbild ausgewählt zu werden. 🙂 Eigentlich wollte ich am Ende des Sommers von der Ernte aus unserem Gemüsegarten berichten. Tja, der Sommer ist noch nicht vorbei. Aber seit der Zusammenfassung unseres Gartenfrühlings ist so viel passiert, dass ich nicht länger warten konnte. Daher erzähle ich euch heute schon, wie es unseren Pflänzchen ergangen ist und welche Leckereien bereits gegessen sind. Für alle, die sich fragen, warum wir nur in Kisten und Kübeln gärtnern, hier noch mal der erste Bericht aus unserem (neuen) Garten.

Kohlrabi aus dem eigenen Gemüsegarten

Das wanderte bereits in unsere Bäuche

Mit viel Freude besonders bei unserem Sohn haben wir in unserem Gemüsegarten die Ernte mit leckeren Erd- und Himbeeren begonnen. Die Erdbeeren sind nicht ganz so üppig gewachsen wie die letzten Jahre. Das zweifache Umtopfen war da sicherlich nicht unschuldig dran. Aber freudiger Weise kriegen sie an ihrem Standort genug Sonne ab, um lecker zu werden. Die Himbeeren hingen so voll wie noch nie. Sogar der zweite Strauch hatte nach ein paar Jahren “Eingewöhnung” nun endlich erste Beeren. Sonst hätte ich ihn nach der Saison vermutlich endgültig aus dem Garten verbannt. Und auch das Warten auf die Tomaten hat sich gelohnt. Ein Strauch sieht etwas mitgenommen aus, da der kleine Mann mehrmals täglich danach “schauen” musste. Aber an beiden Pflanzen sind Früchte. Obwohl sie weniger Sonnenstunden haben als in der alten Wohnung, schmecken sie richtig gut. Nächstes Jahr setzen wir definitiv mehr davon.

Besonders stolz bin ich ja auf die erste Kohlrabi- und Paprikaernte. Beides habe ich bisher nur erfolglos gepflanzt, aber dieses Mal scheine ich alles richtig gemacht zu haben. Also fast… Eine Hälfte der Kohlrabis hatte erst zu wenig Erde und ist ausbaufähig. Aber noch haben sie Zeit zu wachsen und so lange freuen wir uns über die Exemplare aus dem anderen Kübel. Die erste Fuhre Salat ist abgeerntet, aber irgendwie habe ich es verpasst, rechtzeitig für Nachschub zu sorgen. Zwiebeln und Mangold warten noch auf die Ernte. Hier muss ich mal dran denken, sie im Essensplan einzubauen. Neuen Mangold habe ich trotzdem schon ausgesät, damit das Futtern später im Jahr weitergehen kann. Ein kleiner Erfolg für mich ist es auch, endlich mal Petersilie durch die Saison gebracht zu haben. Es sind manchmal die Kleinigkeiten. 😉

Snackpaprika wachsen gut in ausreichend großen Kübeln

Mit Freud und Leid durch den Regen

Bei uns in der Region war der Regen bisher gut über die Saison verteilt, sodass ich die letzten Monate mit dem Gießen wenig Arbeit hatte. Als es Zeit wurde nachzudüngen, regnete es fast zu viel am Stück. Aktuell nutze ich einen Bio-Flüssigdünger, der im Gießwasser verdünnt wird. An den Tagen, an denen ich gießen musste, habe ich leider nicht immer dran gedacht. Aber dem Zustand der Pflanzen nach war die Menge ausreichend. Nächstes Jahr muss ich auf jeden Fall besser darauf achten, dass die Kästen gut ablaufen können. Einige hatte ich auf einem Untersetzer stehen, damit das Wasser nicht gleich verschwindet und ich weniger gießen muss. In den Zeiten, in denen es regelmäßig geregnet hat, standen dann aber einige Pflanzen zu lange im Nassen. Das dürfte der Grund gewesen sein, warum die Zuckerschoten erst kümmerlich klein blieben und dann mit gerade mal drei Früchten eingingen.

Der Spinat sah erst vielversprechend aus, obwohl ich ihn aus Versehen zu früh gesät hatte. Das zweite und dritte Blattpaar wuchs klein, aber munter. Doch dann passierte erst einmal wenig und plötzlich zu viel. Innerhalb von wenigen Tagen ging er in die Blüte und war durch. Ob das jetzt am Standort, der Aussaat oder den nassen Füßen lag? Ich weiß es nicht. Eine zweite Fuhre für den Spätsommer ist in der Erde. Mal sehen, was passiert.

Kleine Cocktailtomaten geben in unserem Gemüsegarten auch aus Töpfen eine gute Ernte

Der Herbst lässt schon leise grüßen

Ob durch Ernten oder Fehlversuche – die ersten Kästen sind schon wieder leer. Spinat und Mangold sind, wie erwähnt, schon gesät. Die Lücken fülle ich jetzt mit Pflanzen, die im Herbst und Winter geerntet werden können. Das sind zum einen Feldsalat und Winterpostelein, auf den ich schon sehr gespannt bin. Dann habe ich mich von Marie von Wurzelwerk und ihrem Video zu Gemüse, dass im August in die Erde kann, inspirieren lassen. Auf meiner Liste der möglichen Sorten stand von Anfang an Rote Beete, aber sie fiel dann aus Platzmangel raus. Und Pak Choi hatte ich gar nicht auf dem Schirm, obwohl wir das ab und zu gerne essen. Ich bin gespannt, ob die beiden hier gut wachsen.

Ich liebe den Sommer einfach, denn die vielen Leckereien direkt aus dem Garten sind jedes Jahr wieder eine Freude. Und so bunt wie in diesem Jahr hatten wir es auf unserem alten Balkon nie. Ich denke schon wieder darüber nach, wie ich den Platz nächstes Jahr noch besser nutzen kann. Ein bisschen Potential ist auf jeden Fall noch da. Aber das ist eher ein Thema für das Ende des Gartenjahrs. Seid ihr auch schon fleißig am Ernten? Was hat bei euch besonders gut geklappt und habt ihr auch so einen Totalausfall wie ich mit meinen Zuckerschoten? Erzählt gerne davon in den Kommentaren.

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Minimalistischer Kleiderschrank: 3 Fragen für einen bewussten Kleidungskonsum

Sprechen wir über ein unangenehmes Thema: Wir als Gesellschaft konsumieren zu viel Kleidung. Das ist weder für die Natur oder das Klima noch für die Menschen gut, die unsere Kleidung herstellen. Trotzdem kaufen wir Mode in großer Menge. Und jedes fünfte Kleidungsstück wird nie getragen. Gleichzeitig scheint es unser gesellschaftlicher Running Gag zu sein, dass wir am Ende vor dem Schrank stehen und nichts zum Anziehen finden. Auch wenn ich inzwischen sehr bewusst Kleidung kaufe, muss ich gestehen, dass es mir manchmal genauso geht. Daher versuche ich nun seit längerem meine Garderobe umzugestalten. Mein Ziel ist ein minimalistischer Kleiderschrank, der gleichzeitig für jeden Anlass etwas bietet.

Inspiration dazu findet ihr online genug. Von Capsule Wardrobe mit einer bestimmten, je nach Autor wechselnden Anzahl an Kleidungsstücken bis zum Projekt 333 mit genau 33 Stücken für drei Monate ist für strukturliebende Menschen genug dabei. Mir ist das alles etwas zu starr. Und bisher hatte ich auch nicht die Muse dazu, mich über mehrere Wochen oder Monate intensiv mit meinem Kleiderschrank zu beschäftigen. Vielmehr ist mein Ziel langsam über die Zeit eine noch nicht festgelegte Menge an Lieblingsstücken zusammenzustellen. Damit das gelingt, stelle ich mir vor jeder Neuanschaffung drei Fragen.

Frage 1: Werde ich es gerne tragen?

Als ich jünger war, landete gerne einmal ein Kleidungsstück in meinem Schrank, das ich quasi nie anhatte. Meist war es schlichtweg nicht mein Stil, saß nicht optimal oder war unbequem. Generell stört es mich aber sehr Dinge zu besitzen, die ungenutzt rumliegen und damit umsonst hergestellt und gekauft wurden. Schade um die Ressourcen und das Geld! Und so war mir schon lange jedes dieser fehlgekauften Kleidungsstücke in Dorn im Auge. Darum versuche ich nun bei jedem Kauf ganz ehrlich zu mir zu sein. Gefällt mir das Stück wirklich an mir? Fallen mir Situationen ein, bei denen ich es anziehen würde, ohne, dass ich mich darin unwohl fühle?

Mir kommt entgegen, dass mein Mann nicht nur einen guten Geschmack hat, sondern auch gerne beratend zur Seite steht. Sind wir beide nicht überzeugt, wandert das Stück nicht in die Einkaufstasche. Ansonsten versuche ich ein offenes Auge dafür zu haben, was ich oft trage und worin ich mich wohl fühle. So lande ich oft bei schlichten und bequemen Teilen und lasse den schicken, engen Rock lieber im Geschäft. Da kann er noch so eine schöne Figur machen 😉 Bei euch sieht das Wohlfühloutfit vielleicht ganz anders aus oder euer tägliches Umfeld verlangt einen bestimmten Dresscode. Wichtig ist am Ende, dass ihr euch sicher seid, dass ihr das Kleidungsstück auch anziehen werdet.

Nachhaltige Jeans

Frage 2: Habe ich bereits etwas in der Art?

Sich eng am bisherigen Stil zu orientieren, birgt eine Falle. Denn zu viel Gleiches bringt nichts, wenn genau das gerade nicht zum Anlass oder zur Laune passt. Mein Guilty Pleasure sind da gestreifte Oberteile. Jedes Mal, wenn ich eines sehe, denke ich: “Wie schön, das würde ich anziehen!”. Aber mal ehrlich: Ich habe schon mehrere davon, das reicht. Das lässt sich auf vieles andere übertragen. Ich habe für den Alltag nur eine schmal geschnittene Jeans ohne Waschung. Eine Zweite hätte keinen Mehrwert. Ein Modell mit Waschung oder in einer anderen Farbe schon eher. Die drei identischen, weißen Tops, die ich gerne auch als Unterhemden anziehe, sind dagegen alle drei ein wertvoller Bestandteil meiner Garderobe. Denkt also kurz darüber nach: Brauche ich wirklich mehrere dunkelblaue T-Shirts oder Jeans-Miniröcke oder geblümte bodenlange Kleider oder, oder, oder? Eure Antworten sind sicherlich andere als meine, aber selten immer “Ja”.

Frage 3: Kann ich es ausreichend kombinieren?

Nehmen wir also an, ich habe ein neues Kleidungsstück in der Hand, von dem ich sicher bin, dass es mir steht und gefällt. Und es gleicht auch keinem anderen Stück in meinem Schrank. Dann schnell mal kaufen, oder? Nicht ganz. Denn es gibt noch eine Falle, in die ich schon öfter getappt bin. Hand hoch, wer schon mal etwas unbedingt kaufen wollte und die Rechtfertigung lautete irgendwie wie folgt: Da muss ich ja nur noch xy kaufen und schon kann ich es anziehen. Beispielsweise fehlt zu dem Rock nur noch ein farblich passendes Oberteil im Schrank. Oder zu der Hose ein passender Gürtel und Schuhe mit einer bestimmten Absatzhöhe. Die fehlenden Teile werden aber nie gekauft und so wird das gute Stück irgendwann ungetragen aussortiert.

Been there, done that…. Gut, dass ihr diese Falle leicht umgehen könnt. Denk immer kurz darüber nach, ob das neue Teil mit dem Bestand harmoniert. Je mehr bereits vorhanden ist, mit dem es kombiniert werden kann, umso höher die Chance, dass ich es anziehe. Und damit auch, dass ich es kaufe. So baue ich mir nach und nach eine Garderobe auf, die aus vielen miteinander kombinierbaren Kleidungsstücken besteht.

Mein Minimalistischer Kleiderschrank: da stehe ich

Ich achte nun schon ein paar Jahre darauf, was ich kaufe. Anfangs habe ich “nur” versucht, meinen Stil zu finden und damit quasi die erste Frage zu beantworten. Zeitgleich zu meinem wachsenden Bewusstsein für meinen Impact auf die Welt, haben mein Mann und ich angefangen unser Leben zu entrümpeln. Auch wenn ein minimalistischer Kleiderschrank also nicht von Anfang an mein Ziel war, bin ich auf dem Weg dahin gelandet. Inzwischen ist alles, was neu dazu kommt, entweder gebraucht, Fair Fashion oder in ganz wenigen Ausnahmen “konventionell”, aber hochwertig und langlebig. Für die Schwangerschaft und Stillzeit habe ich überhaupt nichts neu gekauft. Als nichts mehr passte, habe ich ein paar Stücke Second Hand gekauft. Seither habe ich zwar noch ein paar Stücke aussortiert, aber, Socken und Unterwäsche mal ausgenommen, nichts neu dazu gekauft.

Mit der aktuellen Menge an Kleidungsstücken bin ich schon recht zufrieden. Hier und da ist es noch etwas zu viel. Nach wie vor habe ich Stücke, die ich nicht so gerne trage oder für irgendeinen ominösen Anlass aufhebe. Da ich aber während der Stillzeit viele Sachen nur deshalb nicht anhatte, weil sie dafür unpraktisch waren, habe ich das Ausmisten noch aufgeschoben. Die Winterklamotten, die ich letzte Saison über nicht getragen habe, habe ich bereits aussortiert. Das Gleiche mache ich nochmal nach dem Sommer. Dann werde ich klarer sehen, was mir wirklich noch fehlt und gezielt danach suchen.

Was kann für dich dabei rausspringen?

Die Vorteile eines reduzierten Kleiderschranks gehen über die Auswirkungen auf Umwelt und Natur hinaus. Durchbrechen wir die Konsumspirale von schnelllebiger, billiger Mode und setzen auf Qualität und faire Preise, können wir die Lebensbedingungen für alle entlang der Lieferkette verbessern. Aber auch mit uns selbst macht der andere Fokus etwas. Das “Konkurrenzdenken” um das beste, schönste, modischste Outfit war für mich nie ein freudiger Teil meines Lebens. Mir stundenlang über meine Kleidung Gedanken zu machen, macht mich nicht glücklich. Je weniger Zeit ich dafür in meinem Alltag einräume, umso freier und selbstsicherer fühle ich mich. Und trotzdem renne ich nicht ewig mit den gleichen, langweiligen Klamotten rum. Durch gezielte Käufe bleibt mein Kleiderschrank lebhaft. Gleichzeitig habe ich Stücke, die ich seit Jahren mit Freude trage. Ein minimalistischer Kleiderschrank kann für euch also eine Bereicherung sein und steht nicht zwingend für Verzicht.

Darum ist ein minimalistischer Kleiderschrank gut für alle:

  1. Mentalen Platz sparen: Vom Einkaufen bis zum Outfit zusammen stellen – ein minimalistischer Kleiderschrank mit vielen Kombinationsmöglichkeiten macht euren Kopf freier.
  2. Physischen Platz sparen: Weniger Kleidung bedeutet, dass euer Kleiderschrank kleiner ausfallen kann.
  3. Geld sparen: Selbst mit Fokus auf hochwertiger, langlebiger Fair Fashion spart ihr letztendlich Geld dadurch, dass ihr weniger Teile braucht und kauft.

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Haarseife gegen trockene Kopfhaut: Es funktioniert!

Volumen, Glanz, Geschmeidigkeit,… die Versprechen auf Shampoo-Flaschen sind vielfältig. Viel ehrlicher wären die Werbeslogans: “Putzt radikaler als deinem Kopf lieb ist” oder “Viel Verpackung für wenig Haarwäsche”. Naja, kommt halt dann eher nicht so gut. Mal abgesehen von Müll-Aspekt, können die Inhaltsstoffe der meisten Shampoos nicht nur empfindliche Köpfe unter Stress setzen. Da genau das bei mir der Fall war, musste ich mich auf eine lange Suche nach einer guten Alternative machen. Falls es euch gerade genauso geht, ist hier vielleicht die gute Nachricht des Tages für euch. Haarseife kann für trockene, juckende Kopfhaut die Rettung sein.

Zum Thema Haarseife, No-Poo und festem Shampoo findet ihr online bereits viele super erklärte Beiträge. Darum gehe ich hier nicht auf alle Details ein, sondern verlinke euch lieber entsprechende Artikel in bzw. unter dem Text. Viel lieber will ich euch von meiner Erfahrung erzählen. Vielleicht hilft sie euch auf der Suche nach einer Alternative für eure Haarpflege.

So fing alles an

Erstmal zur Ausgangslage, denn jeder Haartyp hat andere Bedürfnisse. Habt ihr komplett andere Haare als ich, könnt ihr eventuell mit meinen Erfahrungen wenig anfangen. Warum “eventuell” erkläre ich später. Ich bin so ziemlich das Gegenteil von einem Lockenkopf. Meine Haare sind dünn, glatt und hängen am liebsten so rum. Volumen ist für mich ein Fremdwort und nicht ganz richtig gesetzte Haarnadeln und -klammern verabschieden sich gerne mal wortlos. Da ich nicht gerne zum Frisör gehe, aber gerne die Haare aus dem Weg flechte, sind sie bis auf einen Pony stufenlos lang (auf dem nächsten Foto waren sie für mich sehr kurz). Nicht ganz so eindeutig ist leider meine Kopfhaut. Mit Anfang 20, damals noch mit gewöhnlichem Shampoo, wurde meine Kopfhaut immer trockener und juckte teils stark. Besonders vorne an der Stirn schälte sich die Haut im Winter gerne mal über Wochen wieder und wieder.

Gesunde und schöne Haare dank Haarseife

Wenn mal der Wurm drin ist…

Der Stress durch das aggressive Shampoo und das (je nach Jahreszeit) dazugehörige Föhnen waren zu viel für meine Kopfhaut. Um alles etwas zu schonen, gewöhnte ich mir erst einmal ab jeden Tag die Haare zu waschen. Traurig, dass uns oft suggeriert wird, wir wären schmuddelig, wenn wir uns nicht täglich die Haare waschen. Dann war ich neun Monate im Ausland als Backpacker und was soll ich sagen: eine ausgiebige Haarpflege ist da oft nicht drin gewesen. Aber nur alle drei, manchmal vier Tage die Haare zu waschen tat meiner Kopfhaut ganz gut.

Zurück in Deutschland folgte nun eine sehr lange Zeit, in der ich mich durch diverse Shampoos testete. Erst hatte ich ein ganz Sanftes gefunden, dann wurde es nicht mehr produziert. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich eine Weile dann Babyshampoo nutzte. Wobei es auch hier nicht einfach war, eines ohne aggresive Tenside zu finden. Die juckende Kopfhaut blieb aber stets mein treuer Begleiter. Zu der Zeit kamen dann langsam die ersten Haarseifen auf dem Markt. Daran interessierte mich erstmal nur der Aspekt der Mülleinsparung. An eine Kopfhaut ohne Probleme glaubte ich schon fast nicht mehr. Inzwischen bin ich aber komplett glücklich mit meiner Entscheidung, das einmal auszuprobieren.

…ist doch nicht alles verloren!

Eines gleich vorweg: sonderlich viele Haarseifen getestet habe ich nicht. An die Marke des ersten Seifenstücks kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, ich hatte es zufällig irgendwo entdeckt. Die war okay, aber mehr auch nicht. Unser damaliger Stamm-Biomarkt hatte zu der Zeit genau einen Hersteller im Sortiment und davon gab es eine Sensitiv-Version. Und jetzt, so drei oder vier Jahre später, nutze ich noch genau die Gleiche, denn die passt für mich einfach. Ist vielleicht ein Ausgleich dafür, dass ich mich vorher durch gefühlt 50 Shampoos getestet habe. Außer im allerkältesten Winter mit viel Mützenzeit und Temperaturwechsel habe ich keine juckende Kopfhaut mehr. Meine Haare sind gesund und die Anwendung ist für mich angenehm und problemlos.

Haarseife gegen trockene Kopfhaut

Der Schwangerschaft sei Dank wasche ich meine Haare inzwischen nur noch einmal die Woche. Nein, ist kein Tippfehler. Natürlich sehen meine Haare am sechsten Tag nicht mehr aus wie frisch gewaschen. Aber mit der richtigen Handhabung und ab und zu ein wenig Trockenshampoo sieht man mir den langen Abstand zwischen den Wäschen selten an. Wobei ich hier scheinbar recht kritisch bin, denn mein Mann sieht die Bad Hair Days meist nicht. Und der muss mir nach all den Jahren zusammen sicherlich nichts vorlügen 😉

So wende ich die Haarseife gegen meine trockene Kopfhaut an

Scheinbar unvermeidbar haben auch meine Haare ein paar Wochen gebraucht, um sich an die Umstellung zu gewöhnen. Da ich nicht gleich vom “normalen” Shampoo und vielen Haarwäschen umgestiegen bin, war das aber recht harmlos. Je nach Ausgangslage müsst ihr da aber ganz schön Geduld mitbringen. Darum würde ich euch empfehlen erstmal ein mildes, festes Shampoo zu nutzen. Inzwischen läuft es bei mir wie folgt ab: Zuerst kämme ich die Haare gut mit meiner Bürste aus Holz durch. Dann ab unter die Dusche. Ich mag es lieber das Seifenstück direkt über die Haare zu reiben. Und zwar am ganzen Haaransatz, nicht aber in den Spitzen. Das schont sie und verringert Spliss. Am besten verteilt sich die Seife, wenn die Haare gut nass sind. Also lieber zwischendrin noch einmal etwas Wasser drüber laufen lassen. Nach dem Verteilen ist gutes Auswaschen essentiell. So schnell wie gewöhnliches Shampoo wäscht sich Haarseife nicht raus.

Fühlen sich meine Haare noch an, als wären Reste drin, hat sich (zu viel) Kalkseife gebildet. Das ist nicht schädlich, aber störend. Bei mir ist das so jedes dritte bis vierte Mal der Fall. Generell hängt das von euren Haaren und der Wasserhärte ab. Ist es soweit, spüle ich mit einer sauren Rinse nach. Die könnt ihr ganz einfach herstellen. Ihr braucht, wie der Name sagt, etwas Saures. Die meisten nehmen Zitronensaft oder (Apfel-)Essig. Ich fülle einen Schluck von letzterem in eine Flasche und fülle sie mit einem halben Liter Wasser auf. Davon grob die Hälfte, mal auch nur ein Drittel, kommt nach der Wäsche auf die Haare. Gut verteilen und – je nachdem wie geruchempfindlich ihr seid – ausspülen. Letzteres ist komplett optional, der Geruch verfliegt auch beim Trocknen. Aber gerade, wenn ihr langes Haar lufttrocknen lässt, dauert das ja ein bisschen. Danach lassen sich die Haare auch super einfach durchkämmen.

Haarseife kann gegen trockene Kopfhaut helfen

Manche sind halt hart im Nehmen

Und warum kann euch nun mein Bericht auch mit komplett anderer Haarstruktur helfen? Das beste Beispiel sitzt direkt bei mir. Auf dem Papier könnte mein Mann – so ganz ohne trockene Kopfhaut – meine Haarseife doof finden. Er hat recht dicke und feste Haare, die er (für Männer) kurz bis mittellang trägt. So richtig zufrieden war er mit seiner Shampoo-Situation auch nicht. Da meine Haarseife immer in der Dusche hängt, griff er dann doch mal zu und probierte sie aus. Und tatsächlich funktioniert sie auch bei seinen Haaren sehr gut. Wenn auch anders als bei mir. Er nutzt nämlich trotz gleichem Wasser nur ganz selten die saure Rinse. Erst nach Wochen hat er sie mal ausprobiert, aber kaum einen Unterschied gemerkt. Die Haare fühlen sich trotzdem toll an. Ebenso kann euch der Umstieg auf eine Haarseife auch von einer herkömmlichen Waschroutine sehr leicht oder sehr schwer fallen. Da hilft nur: ausprobieren!

Nicht mehr ohne, bitte!

Alles in allem will ich meine Haarseife auf jeden Fall nicht mehr missen. Sie ist super ergiebig (ein Seifenstück hält bei uns 2-3 Monate), wie bei vielen anderen Herstellern auch nur minimal verpackt (Papierbanderole und kleiner Klebestreifen) und funktioniert einfach. Essig haben wir sowieso immer im Haus, daher fällt dafür auch kein zusätzlicher Müll an. Leider kann ich euch nicht versprechen, dass auch ihr eure trockene Kopfhaut mit Haarseife loswerdet. Aber die Chancen stehen gut, denn die meisten Hersteller verwenden sanftere Inhaltsstoffe als die in herkömmlichen Shampoos üblichen. Habt ihr euch schon an Haarseife ran gewagt (und vielleicht sogar eine ganz andere Haarstruktur als ich)? Oder habt ihr Fragen dazu? Schreibt mir gerne in den Kommentaren.

Darum lohnt sich Haarseife nicht nur für trockene Kopfhaut

  1. Schonend: Die milden Inhaltsstoffe von Haarseifen schonen Kopfhaut und Haare.
  2. Verpackungsarm: Von einer Pappschachtel bis gänzlich unverpackt – mit Haarseifen lässt sich eine Menge Verpackung sparen.
  3. Ergiebig: Mit einem Seifenstück seid ihr deutlich länger versorgt als mit einer Flasche Shampoo.

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Quick Tip: Wasserkocher richtig füllen

Mein letzter Quick Tip zum Thema Kochen war so schnell umzusetzen, wie ihr einen Deckel aus eurer Schublade zaubern könnt. Heute möchte ich die Reihe mit einem ebenso einfachen Tipp weiterführen. Denn auch beim simplen Wasser kochen lässt sich Energie sparen. Wie so oft ist die Einsparung bei einem Mal nicht riesig. Übers Jahr gerechnet spart es aber einiges ein, den Wasserkocher richtig zu füllen.

Grundsätzlich sei gesagt, dass es auf die Situation ankommt, ob ein Topf oder ein Wasserkocher die bessere Wahl ist. Das hängt von Faktoren wie der Herdart und der Wassermenge ab. Wollt ihr euch nur eine Tasse Tee machen, lohnt sich auf jeden Fall der Wasserkocher. Und hier kommt nun gleich mein Tipp: Füllt ihn auch nur mit so viel Wasser, wie ihr braucht. Bei den meisten Kochern gibt es zwar eine Mindestmenge, die man erhitzen soll. Aber ihr werdet euch sicher gut vorstellen können, dass ihr viel Energie verbraucht, wenn ihr den Kocher bis oben hin füllt und dann nur einen kleinen Teil einschenkt.

Dass das gängig ist, fiel mir im Büro auf. Da lief ich nicht selten in die Küche und zwei Liter Wasser kochten für ein Tässchen Tee vom Kollegen. Oft kam es sogar vor, dass eine volle, heiße Kanne rumstand und keiner wartete darauf. Irgendwann bekam ich dann mit, dass manche den Wasserkocher auf Verdacht füllen und anmachen. Sehr nett! Aber da das Wasser dann im Zweifel eine Stunde später, wenn es gebraucht wird, wieder erhitzt wird, geht Energie verloren.

Das nächste Mal, wenn ihr euren Wasserkocher füllt, könnt ihr einfach die Tasse (oder das, was ihr mit Wasser füllen wollt) als “Messbecher” nehmen. Dann erhitzt ihr garantiert nicht mehr Wasser, als ihr braucht. Und schon habt ihr wieder einen kleinen Schritt getan, ein bisschen Energie gespart und etwas für das Klima getan. Was sind eure kleinen Gewohnheiten, durch die ihr quasi nebenbei ein bisschen nachhaltiger unterwegs seid?

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