Minimalistischer Kleiderschrank: 3 Fragen für einen bewussten Kleidungskonsum

Sprechen wir über ein unangenehmes Thema: Wir als Gesellschaft konsumieren zu viel Kleidung. Das ist weder für die Natur oder das Klima noch für die Menschen gut, die unsere Kleidung herstellen. Trotzdem kaufen wir Mode in großer Menge. Und jedes fünfte Kleidungsstück wird nie getragen. Gleichzeitig scheint es unser gesellschaftlicher Running Gag zu sein, dass wir am Ende vor dem Schrank stehen und nichts zum Anziehen finden. Auch wenn ich inzwischen sehr bewusst Kleidung kaufe, muss ich gestehen, dass es mir manchmal genauso geht. Daher versuche ich nun seit längerem meine Garderobe umzugestalten. Mein Ziel ist ein minimalistischer Kleiderschrank, der gleichzeitig für jeden Anlass etwas bietet.

Inspiration dazu findet ihr online genug. Von Capsule Wardrobe mit einer bestimmten, je nach Autor wechselnden Anzahl an Kleidungsstücken bis zum Projekt 333 mit genau 33 Stücken für drei Monate ist für strukturliebende Menschen genug dabei. Mir ist das alles etwas zu starr. Und bisher hatte ich auch nicht die Muse dazu, mich über mehrere Wochen oder Monate intensiv mit meinem Kleiderschrank zu beschäftigen. Vielmehr ist mein Ziel langsam über die Zeit eine noch nicht festgelegte Menge an Lieblingsstücken zusammenzustellen. Damit das gelingt, stelle ich mir vor jeder Neuanschaffung drei Fragen.

Frage 1: Werde ich es gerne tragen?

Als ich jünger war, landete gerne einmal ein Kleidungsstück in meinem Schrank, das ich quasi nie anhatte. Meist war es schlichtweg nicht mein Stil, saß nicht optimal oder war unbequem. Generell stört es mich aber sehr Dinge zu besitzen, die ungenutzt rumliegen und damit umsonst hergestellt und gekauft wurden. Schade um die Ressourcen und das Geld! Und so war mir schon lange jedes dieser fehlgekauften Kleidungsstücke in Dorn im Auge. Darum versuche ich nun bei jedem Kauf ganz ehrlich zu mir zu sein. Gefällt mir das Stück wirklich an mir? Fallen mir Situationen ein, bei denen ich es anziehen würde, ohne, dass ich mich darin unwohl fühle?

Mir kommt entgegen, dass mein Mann nicht nur einen guten Geschmack hat, sondern auch gerne beratend zur Seite steht. Sind wir beide nicht überzeugt, wandert das Stück nicht in die Einkaufstasche. Ansonsten versuche ich ein offenes Auge dafür zu haben, was ich oft trage und worin ich mich wohl fühle. So lande ich oft bei schlichten und bequemen Teilen und lasse den schicken, engen Rock lieber im Geschäft. Da kann er noch so eine schöne Figur machen 😉 Bei euch sieht das Wohlfühloutfit vielleicht ganz anders aus oder euer tägliches Umfeld verlangt einen bestimmten Dresscode. Wichtig ist am Ende, dass ihr euch sicher seid, dass ihr das Kleidungsstück auch anziehen werdet.

Nachhaltige Jeans

Frage 2: Habe ich bereits etwas in der Art?

Sich eng am bisherigen Stil zu orientieren, birgt eine Falle. Denn zu viel Gleiches bringt nichts, wenn genau das gerade nicht zum Anlass oder zur Laune passt. Mein Guilty Pleasure sind da gestreifte Oberteile. Jedes Mal, wenn ich eines sehe, denke ich: „Wie schön, das würde ich anziehen!“. Aber mal ehrlich: Ich habe schon mehrere davon, das reicht. Das lässt sich auf vieles andere übertragen. Ich habe für den Alltag nur eine schmal geschnittene Jeans ohne Waschung. Eine Zweite hätte keinen Mehrwert. Ein Modell mit Waschung oder in einer anderen Farbe schon eher. Die drei identischen, weißen Tops, die ich gerne auch als Unterhemden anziehe, sind dagegen alle drei ein wertvoller Bestandteil meiner Garderobe. Denkt also kurz darüber nach: Brauche ich wirklich mehrere dunkelblaue T-Shirts oder Jeans-Miniröcke oder geblümte bodenlange Kleider oder, oder, oder? Eure Antworten sind sicherlich andere als meine, aber selten immer „Ja“.

Frage 3: Kann ich es ausreichend kombinieren?

Nehmen wir also an, ich habe ein neues Kleidungsstück in der Hand, von dem ich sicher bin, dass es mir steht und gefällt. Und es gleicht auch keinem anderen Stück in meinem Schrank. Dann schnell mal kaufen, oder? Nicht ganz. Denn es gibt noch eine Falle, in die ich schon öfter getappt bin. Hand hoch, wer schon mal etwas unbedingt kaufen wollte und die Rechtfertigung lautete irgendwie wie folgt: Da muss ich ja nur noch xy kaufen und schon kann ich es anziehen. Beispielsweise fehlt zu dem Rock nur noch ein farblich passendes Oberteil im Schrank. Oder zu der Hose ein passender Gürtel und Schuhe mit einer bestimmten Absatzhöhe. Die fehlenden Teile werden aber nie gekauft und so wird das gute Stück irgendwann ungetragen aussortiert.

Been there, done that…. Gut, dass ihr diese Falle leicht umgehen könnt. Denk immer kurz darüber nach, ob das neue Teil mit dem Bestand harmoniert. Je mehr bereits vorhanden ist, mit dem es kombiniert werden kann, umso höher die Chance, dass ich es anziehe. Und damit auch, dass ich es kaufe. So baue ich mir nach und nach eine Garderobe auf, die aus vielen miteinander kombinierbaren Kleidungsstücken besteht.

Ein minimalistischer Kleiderschrank erleichtert den Überblick

Mein Minimalistischer Kleiderschrank: da stehe ich

Ich achte nun schon ein paar Jahre darauf, was ich kaufe. Anfangs habe ich „nur“ versucht, meinen Stil zu finden und damit quasi die erste Frage zu beantworten. Zeitgleich zu meinem wachsenden Bewusstsein für meinen Impact auf die Welt, haben mein Mann und ich angefangen unser Leben zu entrümpeln. Auch wenn ein minimalistischer Kleiderschrank also nicht von Anfang an mein Ziel war, bin ich auf dem Weg dahin gelandet. Inzwischen ist alles, was neu dazu kommt, entweder gebraucht, Fair Fashion oder in ganz wenigen Ausnahmen „konventionell“, aber hochwertig und langlebig. Für die Schwangerschaft und Stillzeit habe ich überhaupt nichts neu gekauft. Als nichts mehr passte, habe ich ein paar Stücke Second Hand gekauft. Seither habe ich zwar noch ein paar Stücke aussortiert, aber, Socken und Unterwäsche mal ausgenommen, nichts neu dazu gekauft.

Mit der aktuellen Menge an Kleidungsstücken bin ich schon recht zufrieden. Hier und da ist es noch etwas zu viel. Nach wie vor habe ich Stücke, die ich nicht so gerne trage oder für irgendeinen ominösen Anlass aufhebe. Da ich aber während der Stillzeit viele Sachen nur deshalb nicht anhatte, weil sie dafür unpraktisch waren, habe ich das Ausmisten noch aufgeschoben. Die Winterklamotten, die ich letzte Saison über nicht getragen habe, habe ich bereits aussortiert. Das Gleiche mache ich nochmal nach dem Sommer. Dann werde ich klarer sehen, was mir wirklich noch fehlt und gezielt danach suchen.

Was kann für dich dabei rausspringen?

Die Vorteile eines reduzierten Kleiderschranks gehen über die Auswirkungen auf Umwelt und Natur hinaus. Durchbrechen wir die Konsumspirale von schnelllebiger, billiger Mode und setzen auf Qualität und faire Preise, können wir die Lebensbedingungen für alle entlang der Lieferkette verbessern. Aber auch mit uns selbst macht der andere Fokus etwas. Das „Konkurrenzdenken“ um das beste, schönste, modischste Outfit war für mich nie ein freudiger Teil meines Lebens. Mir stundenlang über meine Kleidung Gedanken zu machen, macht mich nicht glücklich. Je weniger Zeit ich dafür in meinem Alltag einräume, umso freier und selbstsicherer fühle ich mich. Und trotzdem renne ich nicht ewig mit den gleichen, langweiligen Klamotten rum. Durch gezielte Käufe bleibt mein Kleiderschrank lebhaft. Gleichzeitig habe ich Stücke, die ich seit Jahren mit Freude trage. Ein minimalistischer Kleiderschrank kann für euch also eine Bereicherung sein und steht nicht zwingend für Verzicht.

Darum ist ein minimalistischer Kleiderschrank gut für alle:

  1. Mentalen Platz sparen: Vom Einkaufen bis zum Outfit zusammen stellen – ein minimalistischer Kleiderschrank mit vielen Kombinationsmöglichkeiten macht euren Kopf freier.
  2. Physischen Platz sparen: Weniger Kleidung bedeutet, dass euer Kleiderschrank kleiner ausfallen kann.
  3. Geld sparen: Selbst mit Fokus auf hochwertiger, langlebiger Fair Fashion spart ihr letztendlich Geld dadurch, dass ihr weniger Teile braucht und kauft.

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Haarseife gegen trockene Kopfhaut: Es funktioniert!

Volumen, Glanz, Geschmeidigkeit,… die Versprechen auf Shampoo-Flaschen sind vielfältig. Viel ehrlicher wären die Werbeslogans: „Putzt radikaler als deinem Kopf lieb ist“ oder „Viel Verpackung für wenig Haarwäsche“. Naja, kommt halt dann eher nicht so gut. Mal abgesehen von Müll-Aspekt, können die Inhaltsstoffe der meisten Shampoos nicht nur empfindliche Köpfe unter Stress setzen. Da genau das bei mir der Fall war, musste ich mich auf eine lange Suche nach einer guten Alternative machen. Falls es euch gerade genauso geht, ist hier vielleicht die gute Nachricht des Tages für euch. Haarseife kann für trockene, juckende Kopfhaut die Rettung sein.

Zum Thema Haarseife, No-Poo und festem Shampoo findet ihr online bereits viele super erklärte Beiträge. Darum gehe ich hier nicht auf alle Details ein, sondern verlinke euch lieber entsprechende Artikel in bzw. unter dem Text. Viel lieber will ich euch von meiner Erfahrung erzählen. Vielleicht hilft sie euch auf der Suche nach einer Alternative für eure Haarpflege.

So fing alles an

Erstmal zur Ausgangslage, denn jeder Haartyp hat andere Bedürfnisse. Habt ihr komplett andere Haare als ich, könnt ihr eventuell mit meinen Erfahrungen wenig anfangen. Warum „eventuell“ erkläre ich später. Ich bin so ziemlich das Gegenteil von einem Lockenkopf. Meine Haare sind dünn, glatt und hängen am liebsten so rum. Volumen ist für mich ein Fremdwort und nicht ganz richtig gesetzte Haarnadeln und -klammern verabschieden sich gerne mal wortlos. Da ich nicht gerne zum Frisör gehe, aber gerne die Haare aus dem Weg flechte, sind sie bis auf einen Pony stufenlos lang (auf dem nächsten Foto waren sie für mich sehr kurz). Nicht ganz so eindeutig ist leider meine Kopfhaut. Mit Anfang 20, damals noch mit gewöhnlichem Shampoo, wurde meine Kopfhaut immer trockener und juckte teils stark. Besonders vorne an der Stirn schälte sich die Haut im Winter gerne mal über Wochen wieder und wieder.

Gesunde und schöne Haare dank Haarseife

Wenn mal der Wurm drin ist…

Der Stress durch das aggressive Shampoo und das (je nach Jahreszeit) dazugehörige Föhnen waren zu viel für meine Kopfhaut. Um alles etwas zu schonen, gewöhnte ich mir erst einmal ab jeden Tag die Haare zu waschen. Traurig, dass uns oft suggeriert wird, wir wären schmuddelig, wenn wir uns nicht täglich die Haare waschen. Dann war ich neun Monate im Ausland als Backpacker und was soll ich sagen: eine ausgiebige Haarpflege ist da oft nicht drin gewesen. Aber nur alle drei, manchmal vier Tage die Haare zu waschen tat meiner Kopfhaut ganz gut.

Zurück in Deutschland folgte nun eine sehr lange Zeit, in der ich mich durch diverse Shampoos testete. Erst hatte ich ein ganz Sanftes gefunden, dann wurde es nicht mehr produziert. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich eine Weile dann Babyshampoo nutzte. Wobei es auch hier nicht einfach war, eines ohne aggresive Tenside zu finden. Die juckende Kopfhaut blieb aber stets mein treuer Begleiter. Zu der Zeit kamen dann langsam die ersten Haarseifen auf dem Markt. Daran interessierte mich erstmal nur der Aspekt der Mülleinsparung. An eine Kopfhaut ohne Probleme glaubte ich schon fast nicht mehr. Inzwischen bin ich aber komplett glücklich mit meiner Entscheidung, das einmal auszuprobieren.

…ist doch nicht alles verloren!

Eines gleich vorweg: sonderlich viele Haarseifen getestet habe ich nicht. An die Marke des ersten Seifenstücks kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, ich hatte es zufällig irgendwo entdeckt. Die war okay, aber mehr auch nicht. Unser damaliger Stamm-Biomarkt hatte zu der Zeit genau einen Hersteller im Sortiment und davon gab es eine Sensitiv-Version. Und jetzt, so drei oder vier Jahre später, nutze ich noch genau die Gleiche, denn die passt für mich einfach. Ist vielleicht ein Ausgleich dafür, dass ich mich vorher durch gefühlt 50 Shampoos getestet habe. Außer im allerkältesten Winter mit viel Mützenzeit und Temperaturwechsel habe ich keine juckende Kopfhaut mehr. Meine Haare sind gesund und die Anwendung ist für mich angenehm und problemlos.

Haarseife gegen trockene Kopfhaut

Der Schwangerschaft sei Dank wasche ich meine Haare inzwischen nur noch einmal die Woche. Nein, ist kein Tippfehler. Natürlich sehen meine Haare am sechsten Tag nicht mehr aus wie frisch gewaschen. Aber mit der richtigen Handhabung und ab und zu ein wenig Trockenshampoo sieht man mir den langen Abstand zwischen den Wäschen selten an. Wobei ich hier scheinbar recht kritisch bin, denn mein Mann sieht die Bad Hair Days meist nicht. Und der muss mir nach all den Jahren zusammen sicherlich nichts vorlügen 😉

So wende ich die Haarseife gegen meine trockene Kopfhaut an

Scheinbar unvermeidbar haben auch meine Haare ein paar Wochen gebraucht, um sich an die Umstellung zu gewöhnen. Da ich nicht gleich vom „normalen“ Shampoo und vielen Haarwäschen umgestiegen bin, war das aber recht harmlos. Je nach Ausgangslage müsst ihr da aber ganz schön Geduld mitbringen. Darum würde ich euch empfehlen erstmal ein mildes, festes Shampoo zu nutzen. Inzwischen läuft es bei mir wie folgt ab: Zuerst kämme ich die Haare gut mit meiner Bürste aus Holz durch. Dann ab unter die Dusche. Ich mag es lieber das Seifenstück direkt über die Haare zu reiben. Und zwar am ganzen Haaransatz, nicht aber in den Spitzen. Das schont sie und verringert Spliss. Am besten verteilt sich die Seife, wenn die Haare gut nass sind. Also lieber zwischendrin noch einmal etwas Wasser drüber laufen lassen. Nach dem Verteilen ist gutes Auswaschen essentiell. So schnell wie gewöhnliches Shampoo wäscht sich Haarseife nicht raus.

Fühlen sich meine Haare noch an, als wären Reste drin, hat sich (zu viel) Kalkseife gebildet. Das ist nicht schädlich, aber störend. Bei mir ist das so jedes dritte bis vierte Mal der Fall. Generell hängt das von euren Haaren und der Wasserhärte ab. Ist es soweit, spüle ich mit einer sauren Rinse nach. Die könnt ihr ganz einfach herstellen. Ihr braucht, wie der Name sagt, etwas Saures. Die meisten nehmen Zitronensaft oder (Apfel-)Essig. Ich fülle einen Schluck von letzterem in eine Flasche und fülle sie mit einem halben Liter Wasser auf. Davon grob die Hälfte, mal auch nur ein Drittel, kommt nach der Wäsche auf die Haare. Gut verteilen und – je nachdem wie geruchempfindlich ihr seid – ausspülen. Letzteres ist komplett optional, der Geruch verfliegt auch beim Trocknen. Aber gerade, wenn ihr langes Haar lufttrocknen lässt, dauert das ja ein bisschen. Danach lassen sich die Haare auch super einfach durchkämmen.

Haarseife kann gegen trockene Kopfhaut helfen

Manche sind halt hart im Nehmen

Und warum kann euch nun mein Bericht auch mit komplett anderer Haarstruktur helfen? Das beste Beispiel sitzt direkt bei mir. Auf dem Papier könnte mein Mann – so ganz ohne trockene Kopfhaut – meine Haarseife doof finden. Er hat recht dicke und feste Haare, die er (für Männer) kurz bis mittellang trägt. So richtig zufrieden war er mit seiner Shampoo-Situation auch nicht. Da meine Haarseife immer in der Dusche hängt, griff er dann doch mal zu und probierte sie aus. Und tatsächlich funktioniert sie auch bei seinen Haaren sehr gut. Wenn auch anders als bei mir. Er nutzt nämlich trotz gleichem Wasser nur ganz selten die saure Rinse. Erst nach Wochen hat er sie mal ausprobiert, aber kaum einen Unterschied gemerkt. Die Haare fühlen sich trotzdem toll an. Ebenso kann euch der Umstieg auf eine Haarseife auch von einer herkömmlichen Waschroutine sehr leicht oder sehr schwer fallen. Da hilft nur: ausprobieren!

Nicht mehr ohne, bitte!

Alles in allem will ich meine Haarseife auf jeden Fall nicht mehr missen. Sie ist super ergiebig (ein Seifenstück hält bei uns 2-3 Monate), wie bei vielen anderen Herstellern auch nur minimal verpackt (Papierbanderole und kleiner Klebestreifen) und funktioniert einfach. Essig haben wir sowieso immer im Haus, daher fällt dafür auch kein zusätzlicher Müll an. Leider kann ich euch nicht versprechen, dass auch ihr eure trockene Kopfhaut mit Haarseife loswerdet. Aber die Chancen stehen gut, denn die meisten Hersteller verwenden sanftere Inhaltsstoffe als die in herkömmlichen Shampoos üblichen. Habt ihr euch schon an Haarseife ran gewagt (und vielleicht sogar eine ganz andere Haarstruktur als ich)? Oder habt ihr Fragen dazu? Schreibt mir gerne in den Kommentaren.

Darum lohnt sich Haarseife nicht nur für trockene Kopfhaut

  1. Schonend: Die milden Inhaltsstoffe von Haarseifen schonen Kopfhaut und Haare.
  2. Verpackungsarm: Von einer Pappschachtel bis gänzlich unverpackt – mit Haarseifen lässt sich eine Menge Verpackung sparen.
  3. Ergiebig: Mit einem Seifenstück seid ihr deutlich länger versorgt als mit einer Flasche Shampoo.

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Quick Tip: Wasserkocher richtig füllen

Mein letzter Quick Tip zum Thema Kochen war so schnell umzusetzen, wie ihr einen Deckel aus eurer Schublade zaubern könnt. Heute möchte ich die Reihe mit einem ebenso einfachen Tipp weiterführen. Denn auch beim simplen Wasser kochen lässt sich Energie sparen. Wie so oft ist die Einsparung bei einem Mal nicht riesig. Übers Jahr gerechnet spart es aber einiges ein, den Wasserkocher richtig zu füllen.

Grundsätzlich sei gesagt, dass es auf die Situation ankommt, ob ein Topf oder ein Wasserkocher die bessere Wahl ist. Das hängt von Faktoren wie der Herdart und der Wassermenge ab. Wollt ihr euch nur eine Tasse Tee machen, lohnt sich auf jeden Fall der Wasserkocher. Und hier kommt nun gleich mein Tipp: Füllt ihn auch nur mit so viel Wasser, wie ihr braucht. Bei den meisten Kochern gibt es zwar eine Mindestmenge, die man erhitzen soll. Aber ihr werdet euch sicher gut vorstellen können, dass ihr viel Energie verbraucht, wenn ihr den Kocher bis oben hin füllt und dann nur einen kleinen Teil einschenkt.

Dass das gängig ist, fiel mir im Büro auf. Da lief ich nicht selten in die Küche und zwei Liter Wasser kochten für ein Tässchen Tee vom Kollegen. Oft kam es sogar vor, dass eine volle, heiße Kanne rumstand und keiner wartete darauf. Irgendwann bekam ich dann mit, dass manche den Wasserkocher auf Verdacht füllen und anmachen. Sehr nett! Aber da das Wasser dann im Zweifel eine Stunde später, wenn es gebraucht wird, wieder erhitzt wird, geht Energie verloren.

Das nächste Mal, wenn ihr euren Wasserkocher füllt, könnt ihr einfach die Tasse (oder das, was ihr mit Wasser füllen wollt) als „Messbecher“ nehmen. Dann erhitzt ihr garantiert nicht mehr Wasser, als ihr braucht. Und schon habt ihr wieder einen kleinen Schritt getan, ein bisschen Energie gespart und etwas für das Klima getan. Was sind eure kleinen Gewohnheiten, durch die ihr quasi nebenbei ein bisschen nachhaltiger unterwegs seid?

Unser kleiner Gemüsegarten im Frühling

Es sind einige Wochen ins Land gegangen, seit ich euch von unserem ersten Saisonstart im Gemüsegarten erzählt habe. Zeit für ein kleines Update, denn auch wenn das Aprilwetter hier schon anderthalb Monate lang andauert, ist der Frühling quasi zu Ende. Zur Erinnerung: Unser Garten hat keine klassischen Bauerngartenqualitäten, daher gärtnern wir nur auf kleiner Fläche in Kisten und Kübeln. Gleichzeitig ist es das erste komplette Gartenjahr hier, daher schauen wir erst einmal, was überhaupt gut wächst. Außerdem suchen wir Lösungen, wie wir den Platz bestmöglich nutzen können. Da haben wir gute Fortschritte gemacht. Aber fangen wir bei den Pflanzen an, die im Frühling in unserem Gemüsegarten wuchsen.

Es grünt an allen Ecken

Außer Schnittlauch habe ich bisher noch nie Pflanzen aus Samen gezogen. Umso mehr hat es mich gefreut zu sehen, dass meine Pflanzkisten immer grüner werden. Mehr durch Zufall habe ich Bio-Saatgut von mehreren Herstellern gekauft und kann berichten, dass alles gleich gut aufging. Den Anfang machte der Pflücksalat. Beim Säen half mir der Sohnemann besonders eifrig, weshalb wir jetzt viel mehr und viel dichter gepflanzte Pflanzen haben als geplant. Zwei Mal ausdünnen hat optisch wenig geholfen, aber alles wächst trotzdem ganz gut. Die Lauchzwiebeln, der Spinat, der Mangold und die Erbsen wachsen auch bereits munter vor sich hin. Letztere haben eine kleine Rankhilfe aus Stöcken spendiert bekommen. Mal sehen, ob ich diese in den nächsten Wochen vergrößern muss, denn ich habe extra eine niedrigwüchsige Sorte genommen.

Vielfalt im Frühling im Gemüsegarten

Zu den gesäten Exemplaren gesellten sich noch mehr Salat und Rukola sowie einige Kohlrabi – alles Ostergeschenke von der Schwiegermama :-). Ganz neu sind unsere zwei Tomatensprößlinge, die sich einmal mit Petersilie, einmal mit Basilikum einen Topf teilen. Dazwischen sitzt eine Snackpaprika. Besonders gefreut hat mich hier, dass ich die Setzlinge alle in Bioqualität direkt auf dem Wochenmarkt kaufen konnte. Für das Sommergemüse fehlt jetzt also fast nur noch der Sommer. Da muss uns das Wetter noch entgegenkommen. Zwar mussten wir die letzten Wochen kaum gießen, da es regelmäßig geregnet hat, aber so ein wenig Wärme und Sonnenschein täte den Pflanzen auch mal gut. Trotzdem wurde unser Gemüsegarten über den Frühling gemeinsam mit der Natur drum herum immer grüner.

Platzmangel trotz Wachstum in die Höhe

Ein Ziel für den Frühling in unserem Gemüsegarten war eine bessere Platznutzung. Ich hatte im letzten Beitrag von meiner Enttäuschung erzählt, dass ein selbstgebauter Erdbeerturm für uns keine gute Lösung war. Die erhoffte Platzeinsparung war einfach nicht zu sehen, der Verbrauch an Erde und Füllmaterial für die unteren, großen Töpfe dafür enorm. Also hielt ich eine Weile die Augen in den Kleinanzeigen offen und ergatterte für ein paar Euro ein ganz simples, aber stabiles Gitter. So konnte ich die Hängekästen, die ich schon in der alten Wohnung am Balkon hängen hatte, weiternutzen. Ein Großteil der Kräuter und Erdbeeren sind so relativ kompakt verstaut. Die restlichen Erdbeeren habe ich verschenkt, das waren echt zu viele. Ein noch höheres Gitter und damit ein oder zwei Reihen mehr wären noch besser. Aber da wir nicht in die Wand bohren wollen, um es fest zu machen, ist die Lösung jetzt erstmal gut genug.

Ein ausrangiertes Reifenregal für vertikales Gärtnern

Meine Suche nach einem gebrauchten, (halbwegs) wetterfesten, günstigen, lichtdurchlässigen und von der Größe passenden Regal für die anderen Pflanzkästen ist lange erfolglos geblieben. Und nein, meine Ansprüche daran waren auch gar nicht groß ;-). Aber kurz bevor ich mit diesem Text fertig war, kam die Rettung in Form eines ausgedienten Reifenregals. Die Zwischenböden kann man zum Glück in der Höhe verstellen, sodass ich an alles dran komme. Allerdings hat es aufgrund des ursprünglichen Zwecks keine Böden, daher stehen die Kisten etwas schräg auf den Kanten. Ein paar konnten wir einfach einhängen. Vielleicht setzen wir mal noch Gitter ein, damit wir den Platz voll ausnutzen können. Aber auch so bin ich darüber schon recht glücklich und hatte dadurch sogar noch ein wenig Platz für weiteres Gemüse.

Das drum herum belebt den Gemüsegarten im Frühling

Damit unser Gemüse auch fleißig von Insekten besucht wird, muss jetzt noch der Garten etwas bunter werden. Zwar blühen die Erdbeeren, Himbeeren und der Schnittlauch schon und ein Lavendel soll bald einziehen, aber die kleinen Mengen lassen jetzt keinen Bienentourismus aufkommen. Da kam mir nicht ungelegen, dass ich noch zwei etwas ältere Packungen einer insektenlockenden Blumenmischung hatte. Die Keimfähigkeit von Saatgut nimmt mit der Zeit ab, daher wollte ich sie nicht noch länger aufbewahren. Also habe ich aus dem Vollen geschöpft und die Mischung großzügig neben unseren Hecken verstreut. Noch sind davon nur erste Blättchen zu sehen, aber bald gibt es Futter für Bienen, Hummeln und Co.

Bunte Blumenmischung für Bienen

Die To-Do-Liste wird erstmal kleiner

Die nächsten Wochen werden wir in unserem Gemüsegarten hauptsächlich mit pflegen, gießen und hoffentlich viel ernten beschäftigt sein. Das meiste, was über den Sommer wachsen soll, ist nun in der Erde und die Vorbereitungen für den Herbst können noch ein bisschen warten. Aktuell schwanke ich noch, ob wir uns eine Wurmkiste oder einen Bokashi-Eimer anschaffen sollen. Da sowohl der Geld- auch als der Zeitaufwand zwischen den beiden Methoden stark schwankt, fällt mir die Entscheidung schwer. Hier gibt es keinen Bio-Müll und mir tun unsere entsprechenden Abfälle, auch wenn wir versuchen diese zu minimieren, immer etwas leid. Sobald ich mal die Muse finde, werde ich mich in eine größere Recherche dazu stürzen.

So viel zum Fortschritt in unserem kleinen Gemüsegarten im Frühling. Alles in allem halte ich mich noch ganz gut an meinen ursprünglichen Pflanzplan. Erfreulicherweise konnte ich ihn sogar etwas erweitern. Ein paar letzte Pflanzen stehen noch für den Sommer auf der Liste und dann heißt es abwarten und das Gärtchen genießen. Was durfte bei euch in den letzten Wochen einziehen und worauf freut ihr euch noch?

Wie unsere erste Ernte ausfiel, habe ich auch schon berichtet.

Nachhaltige Hochzeit Teil 3: Gast sein

Nachdem ich bereits zusammengefasst habe, wie ihr die Eckpfeiler und die Details eurer eigenen Hochzeit nachhaltig gestalten könnt, ist es jetzt Zeit für einen Perspektivenwechsel. Denn vermutlich sind die meisten von uns öfter als Gast auf einer Hochzeit eingeladen, als Ausrichter der Eigenen. Und auch wenn die Gastgeber vielleicht keinen Wert auf das Thema legen, so könnt ihr als Gast dafür sorgen, dass die Feier umweltfreundlicher wird. Wie das gelingen kann, zeige ich euch an drei konkreten Beispielen.

Was soll ich nur schenken?

Früher war es meist einfacher zu entscheiden, was man dem Brautpaar schenken könnte. In der Regel gab es in einem Geschäft einen Hochzeitstisch mit allem, was die beiden für ihren Hausstand noch brauchen. Inzwischen ist das aber eher unüblich, denn kaum ein Paar hat noch eine leere Wohnung am Tag der Hochzeit. Um dennoch etwas zu kaufen, was wirklich gebraucht wird, habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder steht sowieso schon etwas auf der Einladung, dann orientiert euch daran. Meist freut sich die Urlaubskasse über einen Beitrag. Gibt es dafür keinen Hinweis oder ihr wollt auf keinen Fall „nur“ Geld schenken, dann fragt einfach nach. Aber am Ende zählt immer das, was das Brautpaar will. Die wissen am besten, womit ihr ihnen eine Freude machen könnt.

Ist die Entscheidung getroffen, müsst ihr das Ganze noch verpacken. So einfach ein Bündel Scheine auf den Tisch zu legen ist ja eher unpraktisch. Daher ein paar Anregungen. Ich finde es völlig in Ordnung einfach Geld und eine Karte in einen Umschlag zu stecken. Schreibt alles Wichtige in die Karte rein, dann braucht ihr auch nichts auf dem Umschlag zu schreiben. Dadurch kann er nochmal verwendet werden. Wollt ihr lieber etwas Schönes basteln, dann schaut, dass es am Ende nicht ein Haufen Verpackung mit etwas Geld darin wird. Eine einfache Idee ist es, Scheine zu Schmetterlingen oder Blumen zu falten und sie in ein Vorratsglas zu hängen. Weitere Ideen für müllarme Verpackungen findet ihr auf meinem Pinterest-Board zum Thema „Geschenke“.

Nachhaltige Hochzeit als Gast
Image by Cottonbro / Pexels

Die Programm(mit-)gestaltung

Neben einem Hinweis zum Geschenk findet sich auf der Einladung oft auch einer zur Gestaltung des großen Tags. Viele freuen sich über kleine Spiele und Beiträge der Gäste. Der Kreativität sind dabei meist keine Grenzen gesetzt und so wühlen sich die Brautleute schon bald durch eine Kiste voller Pappkartons oder hämmern an einem Betonblock herum. Ein kurzweiliger Spaß für die Beteiligten, aber übrig bleibt oft viel Müll. Hier also eine ganz einfache Regel: Je weniger Material euer Beitrag braucht, umso besser. Beispielsweise braucht ihr für eine Art „Er oder Sie“-Quiz theoretisch überhaupt nichts, wenn ihr die Fragen auf dem Handy gespeichert habt.

Wie verhalte ich mich als Gast auf einer Hochzeit?

Zu guter Letzt entscheidet, wie im Alltag auch, euer Verhalten als Gast auf der Hochzeit mit, wie umweltfreundlich der Tag wird. Geht das mit dem gesunden Menschenverstand an. Nicht jedes neue Getränk braucht ein neues Glas. Erst recht nicht, wenn ins Wasserglas neues Wasser soll. Ist die Serviette noch nicht völlig verdreckt, nutzt sie auch für den nächsten Gang. Macht euch lieber etwas weniger auf den Teller, als ihr essen könnt. Die zweite Stück Kuchen kann auch auf den Teller des ersten Stücks. Und, und, und… Das mag nach Kleinigkeiten klingen, aber auf alle Gäste hochgerechnet summiert sich das. Gleichzeitig ist es aber auch nichts, das ihr ständig hinterfragen müsst. Denn eigentlich sind das alles Punkte, die ihr im Alltag vermutlich ohne nachzudenken genau so tut. Wie sagt man so schön: Fühlt euch wie zu Hause. Nur halt (bei dem meisten Hochzeiten) ohne Jogginghose 😉

Egal ob Brautpaar oder nicht, der Tag soll ein schöner sein und jede Handlung überdenken zu müssen, macht keinen Spaß. Daher ist es schön, dass es nicht viel Aufwand macht, als Gast auf einer Hochzeit auf Nachhaltigkeit zu schauen. Wie so oft sind es die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Was ich hier am Beispiel einer Hochzeit gezeigt habe, könnt ihr natürlich auch auf andere Feste, beispielsweise Geburtstage, übertragen. Habt ihr noch schöne Ideen für müllarme Geschenke und Verpackungen? Was tut ihr auf Feiern, um euren ökologischen Fußabdruck klein zu halten? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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