Nachhaltig reisen: Warum Camping?

Da ich beruflich aus dem Tourismus komme, ist das Thema Urlaub für mich sehr emotional. Und natürlich wirkt sich unser Bestreben, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen, auch auf die Gestaltung unserer Freizeit aus. Glücklicherweise ist die von uns schon lange bevorzugte Reiseart auch eine, die sich gut mit einem überschaubaren ökologischen Fußabdruck kombinieren lässt. Warum Camping für uns das beste Paket bietet, um nachhaltig zu reisen, habe ich einmal für euch zusammengefasst.

Nachhaltig reisen – geht das überhaupt?

Nachhaltig reisen ist ein sehr komplexes Thema mit vielen Möglichkeiten auf der einen Seite. Der entsprechende Markt wächst seit Jahren und zumindest auf dem Papier interessieren sich viele Deutsche dafür. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Herausforderungen. Die nachhaltigste Reise ist schon alleine wegen der Anreise die, die gar nicht erst gemacht wird. Gleichzeitig erweitert Reisen den Horizont und lässt vielleicht sogar erst das Bedürfnis entstehen, unsere schöne Erde zu schützen. Nicht zuletzt spielt natürlich auch das Bedürfnis nach Erholung eine Rolle. In einer Gesellschaft, die so auf Leistung ausgelegt ist, bietet der Urlaub ein wichtiges Gegengewicht.

Tipps, wie der Urlaub nachhaltig gestaltet werden kann, gibt es unzählige. Dass Flugreisen hohe CO2-Emissionen mit sich bringen, ist nicht neu. Ebenso bekannt ist, dass Kreuzfahrtschiffe viel Dreck ausstoßen und, dass die Einmalpackungen in vielen Hotels eine Menge Müll machen. Doch letztlich kommt es auf so viele Faktoren – und dabei auch auf die eigenen Bedürfnisse – an, dass niemand beurteilen kann, was DIE nachhaltige Reise ausmacht.

Es gibt nicht die eine Lösung für nachhaltiges reisen.

Frei und schön

Gerade weil die Urlaubsmotive so unterschiedlich sein können, gebe ich euch einen kleinen Einblick in unsere Wünsche. Wenn es darum geht, warum wir seit Jahren immer wieder Campen, spielen die eine große Rolle. Etwas, was wir beide nicht mögen, ist zu viel Struktur in unserem Urlaub. Auch wenn wir zu Hause zu recht festen Zeiten essen, schränkt uns das im Urlaub ein. Das hängt mit unserem zweiten Bedürfnis zusammen. Wir sind keine Urlauber, die ein oder zwei Wochen an einem Fleck auf der faulen Haut liegen. Bevor unser Kleiner da war, haben wir meist Rundreisen mit vielen Etappen gemacht, um möglichst viel von unserem Ziel zu sehen. Und auch jetzt sind Tagesausflüge ein fester Bestandteil. Entsprechend verpflegen wir uns lieber individuell.

Wir hatten eine recht lange Zeit, in der immer einer von uns beiden studierte. Entsprechend spielte in unseren „Urlaubsanfängen“ auch das Budget eine Rolle. Ein Hotel mit Verpflegung ist deutlich teurer als ein Zeltplatz und Essen aus dem Kocher. Selbst dann, wenn wir uns für eine Ferienwohnung entschieden haben, kamen wir am Ende noch günstig weg. Das gleiche gilt für das eigene Auto im Vergleich zu einer Anreise mit Zug oder gar Flugzeug und einem Mietwagen vor Ort. Nachdem wir beide im Job waren, waren wir so verliebt in unsere Zelturlaube, dass wir nicht mehr auf Hotel & Co. umsteigen wollten.

Campingplätze haben oft eine einzigartige Lage an Seen oder anderen schönen Orten.

Darum reisen wir beim Camping nachhaltig

Nun sind wir ja, wie erwähnt, nicht erst auf Camping umgestiegen, als wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern wollten. Dass unsere liebste Reiseart sich leicht klimafreundlicher gestalten lässt, ist eher Zufall. Doch was daran macht sie denn in meinen Augen grün? Zunächst einmal fällt (Infra-)Struktur weg. Anlagen, wie Bäder, werden gemeinsam genutzt, viele Räume und Wege braucht es nicht. Es gibt kein tägliches Handtuchwechseln oder Frühstücksbüffet, das bis zur letzten Minute gut bestückt sein muss. Das spart schon einmal Ressourcen, wie Wasser und Energie.

Das hängt natürlich auch mit Komfort zusammen. Im Zelt verzichten wir auf eine Klimaanlage, wir nutzen weniger elektrische Geräte und der Gang zur Dusche ist nicht durchgehend überdacht. In einem Hotel wären das fette Minuspunkte, aber für uns zur Erholung nicht notwendig. Unser eigenes, auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenes Equipment immer dabei zu haben, ist uns da wichtiger. Natürlich sind wir nicht ab dem ersten Urlaub perfekt ausgestattet losgezogen. Aber wir haben kaum mehr dabei als das, was wir wirklich brauchen und nutzen.

Durch geschickte Wahl des Campingplatzes lassen sich die Emissionen vor Ort noch einmal reduzieren. Inzwischen gibt es Öko-Campingplätze, aber da die selten sind, dies nur als Erwähnung. Trotzdem kann die Platzwahl einen Unterschied machen. Je besser die Lage, umso besser kommt ihr zu Fuß, mit (Leih-)Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln rum. Das funktioniert auch bei manchen großen Städten. London oder Kopenhagen sind hier gute Beispiele.

Nachhaltig reisen und Camping lassen sich vereinbaren

Perfekt ist es nicht

Ganz klares Ausrufezeichen: Auch wenn wir nur innerhalb von Europa reisen, ist die Anfahrt mit dem eigenen Auto mit einigen Emissionen verbunden. Da Camping aber auch viel Gepäck bedeutet, fällt eine Anreise mit dem Zug, zumindest, solange wir kleine Kinder haben, raus. Mehr als ärgerlich, dass das Angebot an Autozügen inzwischen so minimal ist. Und da fiel auch schon ein weiterer Punkt: die Ausrüstung. Neben einem Zelt oder Camper, also einem Dach überm Kopf, braucht es natürlich auch einen kleinen Haushalt, um ohne Schlafzimmer, Wohnzimmer und evtl. auch Küche zu reisen. Und nur einen kleinen Teil davon könnt ihr aus dem Alltag mitnehmen. Also haben wir Campingstühle und einen faltbaren Tisch, kompaktes Geschirr, Kocher, Matratzen, Schlafsäcke und so weiter. Zwar ist vieles davon schon seit Jahren im Gebrauch, aber angeschafft werden musste es trotzdem erstmal.

Weniger ins Gewicht fallend, aber trotzdem ein Punkt ist, dass die Ausrüstung zwischen den Urlauben auch gelagert werden muss. Der Platz ist im Vergleich zu unserer gesamten Wohnfläche vielleicht minimal. Doch auch der zählt in unseren ökologischen Fußabdruck mit hinein. Und nicht zuletzt ist die durchschnittliche Camping-Ausstattung nicht gerade besonders öko. Zelt und Luftmatratzen aus Plastik, keine transparenten Lieferketten, lange Transportwege. Und die wenigen Produkte, die grün(er) sind, sind oft unglaublich teuer. Für unser Familienzelt haben wir lieber auf Second Hand zurückgegriffen.

Camping ist und bleibt unsere erste Wahl

Wir verbringen unseren Urlaub nur selten anders als im Zelt. Und wenn, dann meist in einer Ferienwohnung. Das ist in Sachen Freiheiten und nachhaltige Gestaltungsmöglichkeiten dem Camping am ähnlichsten. An welchen Punkten ihr euren Campingurlaub nachhaltiger gestalten könnt, würde den Rahmen eines Beitrags sprengen. Deswegen werde ich auf verschiedene Aspekte separat eingehen. Jetzt habt ihr auf jeden Fall mal eine Übersicht darüber, was für uns dafürspricht, dass es sich mit Camping gut nachhaltig reisen lässt.

Achtet ihr bei eurem Urlaub auf Umweltverträglichkeit? Und wenn ja, wie sehr hat es euer Reiseverhalten verändert? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Darum lassen sich nachhaltig reisen und Camping vereinbaren:

  • Emissionsärmere Anreise: Gerade, wenn mehrere Urlauber in einem Fahrzeug verreisen, wird im Vergleich zum Flugzeug die Umwelt weniger belastet.
  • Überschaubare Infrastruktur: Im Vergleich zu anderen Urlaubsarten sind weniger Straßen, Gebäude etc. notwendig.
  • Weniger Ressourcen vor Ort: Der geringere Einsatz von elektrischen Geräten und die Eigenleistung z.B. bei der Verpflegung bieten Einsparpotentiale.

Mehr Infos zum Thema:

DIY: Esstisch vergrößern und aufarbeiten

Was Möbel angeht, sind wir eine Mischung aus pragmatisch und designverliebt. Will sagen: Wir hätten gerne lauter schön designte Möbelstücke um uns herum, können aber auch mit weniger schönem Leben, wenn es dafür Gründe hat. Ein Stück aus letzterer Kategorie war lange unser Esstisch. Der ist noch aus der ersten Wohnung der Schwiegereltern, über 30 Jahre alt und eines der ersten Exemplare des Möbelschweden, die bei ihnen damals eingezogen sind. Und ja, die Tischplatte hatte ein paar hässliche Brandflecken und war nicht mehr ganz gerade, aber das Teil stand stabil. Dafür konnten wir unseren Sohn getrost mit dem Löffel draufhauen lassen, denn darauf kam es nicht mehr an. Das Problem war nur, dass er uns so langsam zu klein wurde. Zum Glück war es ziemlich einfach, den Esstisch zu vergrößern und damit für uns anzupassen.

Ist es das überhaupt wert?

Lohnt es sich eigentlich wirklich, einen so alten Tisch zu retten? Dafür ein kurzer Blick zur Frage: Was macht ein Möbelstück nachhaltig? Materialien aus nachhaltiger Herkunft sind ein guter Anfang. Mit einer Produktion mit wenig bis gar keinen Schadstoffen sollte es weiter gehen. Von guten Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette brauchen wir nicht zu reden. Und getoppt wird das Ganze mit einem kurzen Transportweg zu uns nach Hause. Je mehr Punkte ihr davon abhaken könnt, umso nachhaltiger das Möbelstück. Und so wichtig diese und weitere Kriterien bei einem Neukauf sein können, ist auch danach noch ein Faktor nicht zu unterschätzen: die Nutzungsdauer. Denn eine kurze Nutzungsdauer macht auch aus der umweltfreundlichsten Produktion eine Verschwendung. Solange sich der Materialeinsatz zum Aufmöbeln also in Grenzen hält, ist es nachhaltiger ein altes Stück wiederherzurichten, als ein Neues zu kaufen.

Die alte Tischplatte von unserem Esstisch - zu klein und nicht mehr schön

Darum passte es hinten und vorne nicht

Die schlichte Optik unseres Tisches gefiel uns gut und ließ ihn harmonisch in unsere restliche Einrichtung passen. Aber er war einfach an jeder Seite ein paar Zentimeter zu klein. Nicht viel, aber genug, dass es uns mit der Zeit immer mehr störte. Wir sahen drei Lösungen. Erstens: Einen neuen Tisch kaufen. Das wäre unsere letzte Option gewesen, entsprechend haben wir uns da erstmal nicht umgeschaut. Zweitens: Einen gebrauchten Tisch kaufen. Hierfür habe ich ein paar Monate lang ebay Kleinanzeigen beobachtet. Aber so richtig gefallen hat mir dort nichts, denn ich hatte eine zu klare Vorstellung, wie der Tisch aussehen sollte. Bei Second Hand müsst ihr manchmal sehr geduldig sein oder Glück haben. Also blieb uns noch die letzte Lösung: Den Esstisch vergrößern und dabei auch gleich ein wenig verschönern.

Zwei Schritte zum Glück

Den Tisch herzurichten war im Endeffekt eine schnelle und einfache Lösung. Zuerst haben wir die alte Tischplatte abgeschraubt, die Beine abgeschliffen und mit weißer Farbe lackiert. Dann suchten wir uns im Baumarkt eine schöne, zur Küche passende Eichenholz-Platte aus und ließen sie auf die Wunschlänge zuschneiden. Diese schraubten wir dann an die Tischbeine dran, schliffen sie fein ab und behandelten die Oberfläche. Unbehandelt war zwar die Farbe wunderschön, aber das Holz zu empfindlich. Grundsätzlich eignet sich für Esstische alles, was für Holzarbeitsplatten gemacht ist. Ich habe aber noch ein Glas selbstgemachte „Board Butter“ rumstehen, also ein Pflegemittel für Holzschneidebretter und -utensilien. Wie gut das die Brettchen erhält, kann ich nicht wirklich sagen, weil ich leider zu faul bin, sie regelmäßig zu pflegen. Darum ist das Glas auch immer noch nicht leer. Shame on me 😀 Aber auf dem Tisch hat es wunderbar funktioniert, es hat nur die Farbe etwas verändert.

Harmonisch gestellt sich der Esstisch in die Wohnung - das Aufarbeiten und Vergrößern hat sich gelohnt

Es hat sich gelohnt

Hat es sich nun gelohnt den uralten Esstisch zu vergrößern? Wir finden, ja! Und es war die nachhaltigste Lösung. Klar, das Holz für die neue Platte könnte definitiv aus einer nachhaltigeren Quelle sein, vielleicht sogar gebraucht. Aber das gab die Situation gerade nicht her. Dafür ist die alte Platte, trotz ihrem Zustand, kein verlorener Posten. Ein Teil davon hängt jetzt als stylische Controller-Halterung neben unserem Fernseher, der Rest findet bestimmt auch noch in einem neuen Projekt Platz. Der Aufwand war sowohl zeitlich (2-3 Nachmittage bei gleichzeitiger Kleinkind-Bespaßung) als auch finanziell (knapp 120€) überschaubar. Der Hauptkostenpunkt war die Platte. Da haben wir definitiv nicht die günstigste, aber dafür die farblich passendste Platte genommen. Unsere begrenzte Grundausstattung an Werkzeug reichte ebenfalls locker aus, lediglich eine neue Farbrolle musste her. Alles in allem ein Projekt, das als DIY gut machbar ist.

Dieser Beitrag ist der Start für eine kleine Serie von einfachen DIYs, mit denen wir unsere Möbel für eine lange Nutzung aufbereitet haben. Aber ich freue mich auch von euch zu hören. Welchem Möbelstück sollte bei euch dringend mal neues Leben eingehaucht werden? Wie habt ihr schon ein Lieblingsstück gerettet, angepasst oder erst zu einem gemacht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Heimwerken ohne eigene Werkstatt

Wer halbwegs handwerklich versiert ist, träumt sicherlich von einer eigenen, gut ausgestatteten Werkstatt. Eine in die man jederzeit rein kann. Mal eine Kleinigkeit reparieren. Oder große Möbelstücke selbst bauen. Mit viel Platz, gutem Werkzeug und vielen Helferlein für mögliche Probleme. Mein Mann und ich sind beruflich fern von einer Handwerkerkarriere, aber wir lieben es, Dinge selbst zu bauen, vor allem aus Holz. Und doch heimwerken wir ganz bewusst ohne eigene Werkstatt. Warum das so ist und wie wir trotzdem vieles selbst machen, fasse ich hier zusammen.

Sharing is caring – darum heimwerken wir ohne eigene Werkstatt

Die Gründe, warum wir keine Werkstatt haben, sind schnell zusammengefasst. Nicht unwichtig, aber nicht der Hauptgrund für uns, ist das Finanzielle. Werkzeuge sind teuer, die Miete für einen separaten Raum wäre teuer und die Kosten ständen in keinem Verhältnis zu dem, wie wir das Ganze nutzen könnten und wollten. Viel wichtiger aber für uns ist die Tatsache, dass wir es unnötig finden, wenn jeder, der mal etwas baut oder repariert, gleich eine eigene Werkstatt ausstattet. Denn bei den meisten Hobbyhandwerkern steht das Equipment einen Großteil der Zeit nur herum. Dazu kommt, dass wir manche Dinge nur wenige Male – oder sogar nur einmal – benötigen. Und Single-use-Schleifmaschine klingt nicht wirklich nicht nachhaltig. Die Alternative – und darauf gehe ich gleich noch genauer ein – ist es, die Ausstattung zu teilen. Das freut nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Grundausstattung

Es ist gut verständlich, dass die meisten keine Lust haben, wegen jedem Schraubenzieher zu den Nachbarn zu rennen. Haben wir auch nicht! Und so findet sich auch in unserem Haushalt ein Grundstock an Werkzeug, der auch zu großen Teilen regelmäßig genutzt wird. Zugegebenermaßen war der kleine, fertig zusammengestellte Werkzeugkoffer nicht direkt unser bester Kauf. Während Hammer und Maßband oft zum Einsatz kommen, sind auch Teile drin, die wir noch nie genutzt haben.

Zugesägte Holzbretter für ein DIY Möbelstück

Bewährt haben sich auf jeden Fall zwei Käufe. Zum einen ein Schraubenzieher mit Aufsätzen zum Wechseln. So sind Kreuz-, Schlitz- und Spezialschrauben kein Problem. Das zweite ist unsere Akkuschrauber-Bohrmaschinen-Kombi. Damit können wir sowohl Schrauben eindrehen als auch Löcher in die Wand bohren. In einer Wohnung wie dieser, in der wir für jede (!) Lampe und teils sogar, um Bilder aufzuhängen, einen Schlagbohrer brauchen, war das schon für uns und die Nachbarn Gold wert. Haltet ihr auf Flohmärkten und Gebrauchtbörsen wie ebay Kleinanzeigen die Augen offen, findet ihr vielleicht sogar gute, gebrauchte Ausstattung.

Den Service vor Ort nutzen

Nicht in unserem Besitz befinden sich solche eher großen Sachen wie eine Säge. Ohne das werden aber viele DIY-Projekte nichts. Praktisch ist es, dass die meisten Baumärkte einen Zuschnittservice haben. Je nach Umfang könnt ihr dort für kein, bis wenig Geld im Laden gekaufte Produkte zusägen lassen. Gerade, wenn ihr einfach nur ein Brett oder ein Kantholz kürzen müsst, ist das eine schnelle und einfache Lösung. Wir schauen vor jedem Neukauf zuerst, welches Holz wir direkt aus dem Baumarkt nutzen können und wie wir dieses möglichst vor Ort zusägen lassen können. So konnten wir manches Projekt schon mit dem und unserer Grundausstattung fertig machen.

Geteilte Werkstatt

Auch mit cleverer Planung braucht es aber manchmal mehr. Sei es, um Teile anders zuzuschneiden oder irgendwie vor dem Zusammenbau anzupassen. Hier haben wir großes Glück nicht nur auf die Werkstatt (und die Erfahrung) der Schwiegereltern, sondern auch auf die Ausstattung von gleich zwei Freunden zurückgreifen zu können. Die freuen sich nicht nur darüber, mit uns an unseren Projekten zu tüfteln, sondern auch, dass ihre Ausrüstung mehr genutzt wird. Wie wir handwerkeln sie auch „nur“ als Hobby und haben damit Leerstände.

Natürlich hat nicht jeder automatisch Hobbyhandwerker im Familien- und Freundeskreis. Zum Glück gibt es professionelle oder ehrenamtlich geführte Werkstätten, in denen ihr eure Werke verwirklichen könnt. Und das teilweise auch mit fachlicher Unterstützung der Mitarbeiter. Um diese zu finden, steht euch wie so oft das Internet zur Seite. Es gibt eine Übersicht mit vielen offenen Werkstätten und natürlich die guten alten Suchmaschinen. Manchmal findet ihr Infos darüber auch in Zeitungsannoncen und Kleinanzeigen.

Ein selbst gebautes Möbelstück

Leihen und mieten

Manchmal lohnen sich Geräte aber auch dann nicht, wenn sich mehrere eine Werkstatt teilen. Dann gibt es immer noch die Möglichkeit sich diese für die kurze Nutzungszeit zu leihen oder mieten. Wenn sich in der Nachbar-, Verwandtschaft und im Freundeskreis niemand findet, der so etwas verleihen kann, dann werdet ihr meist beim Verleihservice von Baumärkten fündig. Vom Parkettschleifgerät bis zur Stichsäge findet ihr dort allerlei Gerätschaften. Braucht ihr diese nicht übermäßig lange, ist das günstiger als ein Neukauf und ihr kriegt dafür in der Regel ein gut gewartetes Gerät.

Fazit: es funktioniert ziemlich gut!

Aufgrund fehlender Expertise sind unsere Projekte eher nicht so anspruchsvoll. Entsprechend kommen wir auch meist mit wenig Werkzeug ans Ziel. So haben wir in den letzten Jahren viele kleinere und größere Möbelstücke selbst gebaut, wieder hergerichtet oder an unsere Bedürfnisse angepasst. Das Heimwerken fiel uns dabei auch ohne eigene Werkstatt leicht, denn die Alternativen sind vielfältig und gut. Juckt es euch also unter den Fingern und ihr wollt auch eigene Projekte umsetzen, dann schaut euch mal in euer Umgebung um. Wahrscheinlich könnt auch ihr die ein oder andere Möglichkeit nutzen. Nun seid ihr an der Reihe: Seid ihr auch leidenschaftliche DIYer und welche Lösungen habt ihr gefunden? Ich freue mich, eure Erfahrungen zu lesen.

Darum heimwerken wir ohne eigene Werkstatt:

  • Weniger Ressourcenverbrauch: Durch die gemeinsame Nutzung von Werkzeug fällt weniger Material- und Energieaufwand für Produktion und Transport an.
  • Weniger Leerläufe: Die gekauften Werkzeuge liegen weniger ungenutzt rum.
  • Weniger Kosten: Eine Werkstattausstattung anzuschaffen kann teuer werden. Durch Leihen und Teilen wird es günstiger.

Bereits vorgestellte Projekte ohne eigene Werkstatt:

DIY: Esstisch vergrößern und aufarbeiten

DIY Körbchen aus Papier (-müll)

Müll zu vermeiden ist in unserem Haushalt ein wiederkehrendes Thema. Insgesamt ist unser Motto eher Less Waste, denn so ein ganz müllfreies Leben ist für uns aktuell zu zeitaufwändig. Entsprechend fällt immer mal wieder Müll an, der eigentlich zu vermeiden wäre. Manchen davon bewahre ich auf, weil ich irgendwie das Gefühl habe, es könnte noch ein zweites Leben finden. Gleichzeitig hat das Leben mit Kind eines gezeigt: es gibt so etwas wie zu viele kleine Aufbewahrungen für Kinderschätze und Spielsachen nicht. Klar könnte ich diese günstig Second Hand zusammensuchen, aber das ist recht zeitaufwändig. Sie alle neu zu kaufen, entspricht nicht unseren Grundsätzen. Das klingt erstmal wie zwei völlig gegensätzliche Themen, die nichts miteinander zu tun haben. Dann entdeckte ich ein DIY-Körbchen aus Papier, das gleichzeitig beide Probleme ein wenig löste.

Aber fangen wir von vorne an. Und zwar bei einem kleinen Berg Packpapier, der hier von ein paar unvermeidbaren Online-Bestellungen rumlag. Da unser Umzug schon vorüber war, hatte ich gerade keinen Bedarf dafür. Also legte ich ihn beiseite. Etwas später, als ich den Spielbereich unseres Sohnes einrichtete, zeigte sich, dass ein paar kleine Aufbewahrungen praktisch wären. Ein bisschen suchen und ich stieß auf den Artikel von Laura aka Miss Lila. Ein Körbchen selber machen aus dem Papier, das noch hier rum liegt? Volltreffer! Ihre Anleitung ist eigentlich auch so schon ganz gut verständlich, daher will ich hier nur ein paar Anmerkungen ergänzen und erzählen, wie ich die Idee weitergedacht habe.

Aus Packpapier wird ein Körbchen

Die Materialien vorbereiten

Wie Laura habe ich zuerst einmal meine „Vorräte“ an Packpapier aufgebraucht. Zwar hatte meines andere Maße, aber ich konnte es ungefähr gleich zuschneiden und entsprechend ähnlich wurde dann auch mein erster Korb. Wenig später entdeckte ich eine zweite Quelle: Unsere Sammlung an leeren Verpackungen von Haferflocken und Mehl. Diese eignen sich auch gut als Mülltüten, doch wir haben schlichtweg mehr Tüten als Müll. Seitlich aufgeschnitten und vom „Boden“ befreit sind sie eine tolle, farbneutrale Alternative zum Packpapier. Bonus Tipp: durch das etwas dickere Papier könnt ihr (oder in unserem Falle unser Sohn) sie gut vor dem Weiterverarbeiten mit Wasserfarben bemalen.

Sowohl die Größe als auch die Stabilität der Körbchen hängen davon ab, wie ihr die Papierstreifen faltet. Je breiter, umso größer das Endergebnis. Je öfter ihr sie faltet, umso stabiler wird das Ganze. Ich habe meine immer mindestens zweimal von jeder Seite zur Mitte gefaltet, also vierschichtig gemacht. Waren mir die Streifen dann doch zu breit, habe ich sie noch einmal in der Mitte gefaltet. Die dickere Variante ist etwas widerstandsfähiger. Ein Körbchen mit dünnen Streifen hat nach einer Weile (eher grobe) Benutzung durch unser Kleinkind kleinere Risse im Papier. Optisch sprach mich die Anleitung von Laura gleich an, weil sich die Nähte schön abheben. Das habe ich durch einen farbigen Faden noch einmal verstärkt. Rein für die Haltbarkeit scheint es keinen Unterschied zu machen. Die Aufbewahrung ohne Naht hält bisher genauso gut. Ihr braucht also nicht zwingend eine Nähmaschine. Ihr könnt die offene Seite alternativ mit etwas Kleber zusammenkleben.

Körbchen aus Papier selber machen

Der Zusammenbau

Wie ihr auf den Fotos seht, habe ich ein bisschen bei der Größe variiert. Das lässt sich mit der Methode sehr gut, denn alles was ihr machen müsst, ist mehr oder weniger Papierstreifen zu nehmen. Je größer der Boden, umso mehr Papier braucht ihr, um an den Seiten hoch zu weben. Ich habe pro Ebene meist zwei Streifen gebraucht, manchmal auch nur anderthalb. Da habe ich den Rest einfach abgeschnitten und für die nächste Schicht benutzt. Wenn ihr darauf achtet, dass die sich überlappenden Stellen hinten sind, ist das am Ende kaum sichtbar. Theoretisch könntet ihr unendlich in die Höhe gehen, wenn ihr die Streifen, die von Boden kommen, mit Neuen verlängert. Das habe ich aber noch nie ausprobiert, denn bisher hatte ich eher Bedarf für flachere Körbchen.

Beim Weben helfen Büroklammern

Zuletzt könnt ihr das Endergebnis beeinflussen, indem ihr mehr oder weniger sauber arbeitet. In meinem ersten Versuch (im unteren Bild links) habe ich alles sehr locker gewoben und es mit den Ecken nicht ganz so genau genommen. Entsprechend ist der Korb auch etwas runder. Beim Nächsten habe ich dann die Ecken jeweils ganz genau an der Stelle, an der es um die Ecke gehen sollte, vorgefaltet. So wird das Ergebnis sauberer. Im Endeffekt ist das aber nur Geschmackssache, stabil sind beide Varianten.

So sehen die fertigen Körbchen aus

Fertig ist das DIY-Körbchen aus Papier

Der Zeitaufwand, um ein Körbchen selber zu machen, hält sich in Grenzen. Das gilt besonders, wenn ihr es nicht bemalt oder näht. Am längsten dauert es, die Enden oben festzukleben. Um das zu beschleunigen, halte ich das Papier mit Büroklammern am Platz bis der Kleber trocken ist. Für das Weben des letzten Körbchens (im ersten Bild ganz rechts), habe ich schätzungsweise eine knappe halbe Stunde gebraucht. Eine Idee, die meiner lieben Schwiegermama gleich in den Sinn kam: Macht zwei Körbchen und eines davon einen Tick kleiner als das andere. Schon habe ihr eine schöne Geschenkverpackung. Was kommt in euer erstes DIY-Körbchen und welches Papier braucht ihr dafür auf?

Nachhaltiger Umzug: So hat es bei uns geklappt

Zum Glück ist ein Umzug etwas, das im Normalfall nicht allzu häufig ansteht. Zumindest für mich, denn ich hasse packen. Nicht mal für den Urlaub macht mir das Spaß. Aber wie im Beitrag über unseren regionalen Einkauf erwähnt, war es letztes Jahr für uns mal wieder so weit. Mit einem Kleinkind umzuziehen hat es dieses Mal nicht spaßiger gemacht. Da sind nämlich die Kisten schneller wieder ausgepackt, als einem lieb ist. Und das noch in der falschen Wohnung. Doch auch wenn ein Wohnungswechsel eine Seltenheit in unserem Leben ist, wollten wir ihn möglichst umweltfreundlich gestalten. Wie uns unser nachhaltiger Umzug geglückt ist und wo es teilweise nicht so gut funktioniert hat, erfahrt ihr hier.

Die Vorbereitung vor der Vorbereitung: Ausmisten

Ein Umzug ist aus verschiedenen Gründen ein guter Zeitpunkt zum Ausmisten. Zum einen habt ihr sowieso euer gesamtes Hab und Gut einmal in der Hand. Warum also nicht gleich schauen, was ihr davon noch braucht? Zum anderen müsst ihr alles, was ihr aussortiert, im besten Fall auch nicht einpacken und umziehen. Was weg soll, könnt ihr auf verschiedenen Wegen verkaufen, verschenken oder spenden. Für letzteres gibt es die tolle Seite „Wohin damit“, auf der ihr in vielen Orten soziale Einrichtungen findet, an die ihr eure Sachen spenden könnt. Viele andere Möglichkeiten eure Sachen weiterzugeben, findet ihr in dieser ausführlichen Übersicht. Habt ihr Dinge, die für diese Wege nicht mehr geeignet sind, informiert euch bei eurer Gemeinde, wie ihr sie richtig entsorgen könnt.

Nehmen wir diesen Schritt jetzt ganz genau, dann verringert ihr damit zwar den ökologischen Fußabdruck eures Umzugs, aber nicht zwingend euren generellen. Denn auch die aussortierten Sachen müssen irgendwie an ihren neuen Platz kommen. Nutzt sie dadurch aber jemand, statt neu zu kaufen, werden Ressourcen eingespart und letztendlich der Umwelt Gutes getan. Habt ihr Dinge, die ihr entsorgen müsst, könnt ihr durch das richtige Vorgehen die Chancen erhöhen, dass das Material recycelt wird.

Dieser Schritt ist uns, um ehrlich zu sein, nur teils geglückt. Wir sortieren zwar regelmäßig aus und haben auch vor dem Umzug noch einmal alles durchgeschaut. Trotzdem stach uns beim Auspacken noch das ein oder andere ins Auge, das wir hätten aussortieren sollen. Gerade der Kleiderschrank gab noch ein bisschen was her. Dank ebay Kleinanzeigen haben wir uns schon von einigen Sachen verabschiedet. Der Rest wandert irgendwann mit uns auf den Flohmarkt.

Polsterfolie für den Umzug wiederverwenden
Image by bluebudgie / Pixabay

Verpackungsmaterial sammeln

So ein Umzug kündigt sich ja meist etwas vorher an. Entsprechend solltet ihr ein Weilchen haben, um verschiedenste Materialien zu sammeln, in die ihr euren Hausstand verpacken könnt. Alles klassische Material, das ihr beispielsweise bei Onlinekäufen bekommt, ist naturgemäß auch für einen Umzug geeignet. Polsterfolie, Packpapier und natürlich die Kartons selbst, sofern groß genug, könnt ihr direkt weiterverwenden. Darüber hinaus helfen euch alte Zeitungen oder sonstiges Papier weiter. Da wir selbst keine Zeitung lesen, haben wir geschaut, was die Nachbarn entbehren können. In einem Mehrfamilienhaus kommt da schnell einiges zusammen. Alternativ könnt ihr auch Eltern und Freunde bitten für euch zu sammeln.

Umzugskartons und Kisten aller Art

Umzugskisten sind leicht, praktisch, aber für eine einmalige Nutzung eigentlich viel zu schade. Fragt in eurem Bekanntenkreis, wer noch Kartons herumliegen hat oder schaut in die Kleinanzeigen. Ein nachhaltiger Umzug muss aber nicht nur auf die typischen Pappkartons bauen. Jede Kiste, die halbwegs groß und stapelbar ist, bietet sich an. Weinkisten, große Plastikbehälter, Einkaufskörbe – nichts sollte leer umgezogen werden. Koffer mit Rollen sind perfekt für Bücher oder anderes Schweres.

Unsere Sammlung an Umzugskartons war wirklich sehr bunt. Neben einer Handvoll Kartons aus unserem Keller haben wir einen großen Teil gebraucht besorgt. Leider fiel uns kurz vor knapp auf, dass wir uns doch um ein paar verschätzt haben. Daher mussten wir auf die Schnelle noch vier oder fünf Neue kaufen. Ein Großteil unserer Kartons sind inzwischen schon wieder verkauft und beim nächsten (oder vielleicht schon übernächsten) Umzug im Einsatz.

Mit Socken und Schals die Umzugskartons polstern

Richtig packen will durchdacht sein

Damit beim Umzug nicht nur der Rücken geschont wird, sondern auch der Inhalt der Kisten, müssen eure Habseligkeiten gut verpackt werden. Hier kann nicht nur das oben erwähnte, gesammelte Verpackungsmaterial zum Einsatz kommen. Socken eigenen sich gut, um Gläsern und Vasen eine Schutzschicht zu geben. Schals, Handtücher oder Bettwäsche sind ein guter Puffer um und zwischen zerbrechlichen Sachen. Generell ist Kleidung wie dafür gemacht, um Lücken zu füllen. Halbleere Kartons sind zwar besser zu tragen, aber nehmen am Ende viel Platz im Umzugswagen weg. Darum lohnt es sich leichte und schwere Sachen zu kombinieren. Beispielsweise erst ein paar Bücher und obendrauf voluminöse Winterkleidung. Ein nachhaltiger Umzug ist also perfekt geeignet, um die eigenen Tetris-Skills zu testen.

Aufschieberitis gefällig?

In den wenigsten Fällen bedeutet ein Umzug, dass das Hab und Gut eines Haushalts von einem Raum in einen anderen getragen wird und dann ist gut. Meist ist eher der Fall, dass manche Möbel und andere Einrichtungsgegenstände nicht mehr passen oder gleich ganz fehlen. Das Meiste muss wahrscheinlich nicht am Umzugstag da sein, anderes vielleicht schon. Seht ihr so etwas auf euch zukommen, dann schiebt die Anschaffung nicht vor euch her. Nehmt euch lieber die Zeit es noch vor eurem Umzug zu besorgen, um am Ende auch wirklich eine Lösung zu haben, die euren Kriterien entspricht und entsprechend nicht bald wieder ausgetauscht werden muss.

Auf alles, was nicht sofort dastehen muss, könnt ihr in der Regel auch noch ein paar Wochen oder gar Monate warten. Gerade bei Möbeln finde ich es oft hilfreich erst einmal zu schauen, was wirklich gebraucht wird. Ein Tisch ist eben nicht gleich ein Tisch und ein Regal kann die verschiedensten Formen annehmen. Sobald ihr wisst, was ihr wirklich braucht und vor allem wie viel Platz ihr dafür habt, könnt ihr euch auf die Suche nach dem perfekten Möbelstück machen. So umgeht ihr die Gefahr eines (teuren) Fehlkaufs.

Damit ich nicht zu kryptisch werde, hier ein Beispiel von uns. Eines unserer Upgrades in der neuen Wohnung ist eine Gästetoilette. Da wir bisher nur ein Klo hatten, hatten wir entsprechend auch nur die Ausstattung für eines. Obwohl ich das wusste, habe ich erst am Tag des Umzugs eine zweite Klobürste und einen kleinen Mülleimer besorgt. Statt wie üblich erst einmal zu checken, welche nachhaltigen Optionen es gibt, ging ich den einfachen Weg. In dem Fall über die Straße, denn wir wohnen neben einem Baumarkt. Hätte ich mir mehr Zeit genommen, hätte ich vielleicht ein anderes Produkt gekauft. Das Regal im Wohnzimmer hingegen haben wir erst Monate später gekauft, nachdem wir uns sicher waren, wie wir die Möbel im Raum arrangieren wollen.

Nachhaltiger Umzug

Größer, weiter, besser? Manchmal schon!

Sind die Kisten gepackt und die Möbel bereit, fehlt nur noch eins: Ein passendes Transportmittel. Je nachdem, wie viele Sachen ihr habt, schafft ihr es vielleicht alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu transportieren. Aber seien wir mal realistisch: Für die meisten von uns ist das jenseits aller Möglichkeiten. Und nicht nur dann, wenn es in eine andere Stadt geht. Egal, ob ihr nun ein Fahrzeug leiht oder mietet, solltet ihr euch realistisch fragen, wie groß es sein muss. Denn je öfter ihr fahren müsst, umso belastender wird es für die Umwelt. Habt ihr ein eigenes Auto, solltet ihr auch dessen Ladefläche mit einplanen.

Das ist ein Punkt, der bei uns nicht wirklich passte. Geplant war es, den Umzug in zwei Tagen mit jeweils einer Fuhre zu machen. Nicht die CO2-sparendste Lösung, aber eine, die etwas den Stress herausnehmen sollte. Letztendlich waren wir am ersten Tag aber so schnell fertig, dass wir gleich die zweite Ladung geholt haben. Dann folgte aber leider die Erkenntnis, dass wir uns verschätzt hatten und nicht alles in den Transporter passte. Es war auch zu viel, um den Rest mit dem Auto zu transportieren, mit dem wir sowieso noch einmal zur alten Wohnung mussten. Entsprechend wurden aus zwei Fahrten, die schon nicht 100%ig nachhaltig geplant waren, dann gleich drei.

Unterm Strich liefs ganz gut

Euer nachhaltiger Umzug braucht etwas Vorbereitung, stressiger wird er dadurch aber nicht. Denn alles, was ihr vor dem entscheidenden Tag vorbereitet habt, nimmt automatisch etwas Stress aus der Sache. Ob nachhaltig oder nicht. Auch wenn ich grundsätzlich ganz zufrieden bin, wie unser nachhaltiger Umzug ablief, hatten wir hier und da noch Luft nach oben. Das ist aber völlig in Ordnung. Um mal meinen Blognamen zu zitieren: viele kleine Schritte 😉 Der nächste Umzug (der hoffentlich noch sehr lange auf sich warten lässt) wird dann bestimmt noch besser geplant.

Darum macht euer nachhaltiger Umzug Sinn:

  1. Müll sparen: Verwendet ihr Verpackungsmaterialien ein zweites, drittes, viertes,… Mal, spart ihr eine Menge Müll ein.
  2. Klimagasemissionen verringern: Je effizienter ihr packt und je weniger ihr fahren müsst, umso schonender ist der Umzug für das Klima.
  3. Geld sparen: Gebrauchte Kartons, kostenlose Verpackungen, kürzere Mietdauer des Transporters – alles spart bares Geld.

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