Kräuter durch trocknen oder einfrieren haltbar machen

Es dürfte hier inzwischen kein Geheimnis mehr sein, dass ich gerne koche. Dabei bin ich aber tatsächlich auch ein wenig minimalistisch unterwegs. Unsere Auswahl an Vorräten und vor allem Gewürzen ist vielseitig, aber nicht ausufernd. Dafür versuche ich ein paar Zutaten immer zur Hand zu haben. Allen voran Kräuter! Denn mal ehrlich: Ohne Kräuter schmecken viele Gerichte nur halb so gut. Ein Teil meines Vorrats kommt dabei sogar aus dem Garten. Damit wir daran das ganze Jahr Freude haben, zeige ich euch zwei einfache Wege, um Kräuter haltbar zu machen: einfrieren und trocknen. Und das fast ohne Hilfsmittel und mit wenig Aufwand.

Welche Kräuter sind fürs Trocknen oder Einfrieren geeignet?

Welche Methode besser ist, hängt von der Pflanze ab. Da ich nur ganz wenige Kräuter verarbeite, bin ich nicht wirklich eine Expertin und nenne euch auch nur die, mit denen ich Erfahrung habe. Aber das Internet ist wie so oft voll mit wertvollen Tipps für alle anderen. Ich für meinen Teil orientiere mich immer daran, wie die ich Kräuter frisch verarbeiten würde. Alles, was ich erst gegen Ende dazu gebe, um den Geschmack nicht zu verkochen, friere ich ein. Bei mir sind das Schnittlauch und Petersilie. Alle Kräuter, die auch mal mitschmoren dürfen, werden ebenso getrocknet wie Kräuter für Tee. Dazu zählen Rosmarin, Thymian, Oregano und Minze. Dieses Jahr wollte ich auch mal Liebstöckel trocknen, hab den Zeitpunkt aber verpasst. Nächstes Jahr dann!

Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch in Schraubgläsern einfrieren

Variante 1: Einfrieren

Gerade bei Petersilie ist Einfrieren eine tolle Lösung zum Haltbar machen. Bisher habe ich es noch nicht ganz raus, dass die Petersilie im Garten richtig üppig wächst. Daher reicht die Ernte nicht, um durch den Winter zu kommen und ich kaufe auf dem Markt zu. So ein Sträußchen hält sich aber nicht ewig, daher wandert es schnellstmöglich in den Gefrierer. Schnittlauch wächst hingegen bei uns ganz gut und so ernte ich immer mal wieder eine Ladung. Beide Kräuter wasche ich bei Bedarf vor dem Einfrieren und lasse sie gut trocknen. Dann schneide ich sie so klein, wie ich es tue, wenn sie direkt in den Topf wandern. Je nach Menge fülle ich sie in ein kleines Schraubglas oder einen Gefrierbeutel und ab ins Kalte. Ist es Zeit das Essen zu verfeinern, schütte ich die Kräuter einfach so dazu. Selbst in der Salatsoße tauen die kleinen Stückchen schnell genug auf.

Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano zum Haltbarmachen trocknen

Variante 2: Trocknen

Wie oben erwähnt gibt es Kräuter, die ich zum haltbar machen lieber trockne. Da diese dabei ihr Aroma nicht oder nur kaum verlieren, brauche ich damit nicht unseren kleinen Gefrierschrank vollstopfen. Ich habe meist nur kleine Mengen von allem oder trockne in kleinen Ladungen, sodass ich kein großes Profiequipment brauche. Meist ernte ich mehrere Zweige ab und hänge sie in Bündeln kopfüber in der Küche an unseren Organizer. Entweder wie auf dem Bild eingeklemmt oder an einem der Haken. Ich habe aber auch schon eine größere Menge Oregano luftig auf einem Blech ausgebreitet oben auf der Küche gelagert, bis alles trocken war. Je nach Pflanze dauert es so oder so nur ein paar Tage. Danach streife ich die Blätter ab und lagere sie in einem luftdichten Gefäß. Auch hier sind es meist wiederverwertete Schraubgläser.

Schneller, aber auch mit mehr (Energie-)Aufwand geht das Trocknen im Backofen oder einem Dörrapparat. Bei großen Mengen kann das durchaus sinnvoll sein, denn nicht jeder will sich die ganze Wohnung vollhängen. Beim Backofen könnt ihr vielleicht die Nachwärme vom Backen nutzen, wenn ihr ihn sowieso braucht, um dem Trocknen etwas nachzuhelfen. Aber zum kompletten Trocknen wird das eher nicht reichen. Beim Aufhängen habt ihr also den Vorteil, dass ihr mit mehr Zeiteinsatz keinen zusätzlichen Strom verbraucht. Die Handhabung beim Kochen ist so, wie ihr es von getrockneten Kräutern aus der Packung gewohnt seid. Rein in den Topf und bisschen Zeit zum Ziehen lassen. Wie ihr daraus Tee kocht, dürfte auch klar sein: Ein Teesieb oder -Ei ist euer Freund.

Vor dem Haltbarmachen die Kräuter klein schneiden

Da geht noch mehr…

Für mich und meine Art zu kochen reichen das Einfrieren und Trocknen der Kräuter völlig aus. Aber es soll erwähnt sein, dass es noch viele andere Möglichkeiten gibt. Da ich damit aber (quasi) keine Erfahrungen habe, folgt jetzt lediglich eine kleine Aufzählung. Kräutersalz ist nicht nur sehr beliebt für den Eigengebrauch, sondern auch als Geschenkidee. Für Pesto eignen sich zahlreiche Kräuter (und sonstiges Grün) und richtig aufbewahrt habt ihr daran lange eure Freude. Wer keine Lust auf Trocknen hat, kann die Kräuter auch klein hacken und mit Öl portionsweise in einer Eiswürfelform einfrieren. Ein oder zwei Würfel in den Topf oder die Pfanne, heiß werden lassen und das Essen anbraten und gleichzeitig würzen. Habt ihr nur mal 2-3 Zweige übrig, könnt ihr sie auch in eine Flasche mit Öl stecken. Kräuteröl mit beispielsweise Rosmarin oder Thymian, wahlweise mit Knoblauch und/oder Chili verfeinert, findet sich oft beim Italiener.

Ein letzter Tipp wird hier nur am Rande erwähnt, denn dafür plane ich einen separaten Beitrag. Sehr variabel und unglaublich lecker ist selbstgemachte (vegane) Kräuterbutter. Die lässt sich sowohl ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren als auch einfrieren. Auf dem Brot oder als kleiner Geschmacksbooster ganz am Schluss beim Kochen der absolute Hit! Mein liebstes Rezept werde ich euch mal noch aufschreiben und hier auf dem Blog stellen (Ungeduldige finden es aber auch schon auf meinem Instagram-Kanal).

Kräuterbutter selber machen

Kräuter einfrieren oder trocknen ist immer eine gute Idee

Die Gründe Kräuter haltbar zu machen, können vielfältig sein. Vielleicht wisst ihr nicht mehr wohin mit eurer Ernte. Oder ihr wollt euch einen Vorrat für den Winter anlegen. Bei mir ist es meist eine Mischung aus den beiden. Für aufwändige Methoden habe ich im Alltag aber meist keine Zeit (oder keine Lust), daher bin ich froh um diese zwei einfachen und schnellen Varianten. Gerade wenn die Kräuter aus meinem Garten kommen, ist das eine sehr günstige Lösung, um lange etwas von den (Bio-)Kräutern zu haben. Und für alles Gekaufte hat das Haltbarmachen den Vorteil, dass wir so keine Abfälle haben, wenn wir nicht alles aufbrauchen. Klar wären das hier immer nur kleine Mengen, die in der Tonne landen würden, aber auch die zählen für mich.

Habt ihr Erfahrung damit, Kräuter haltbar zu machen? Welches ist euer liebster Weg und welches Pflänzchen darf in eurem Vorrat nie fehlen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Nachhaltig campen: Verpflegung

Eine meiner liebsten Beschäftigungen im Urlaub ist es, die lokale Küche zu erkunden. So finde ich es beispielsweise immer total spannend durch die landestypischen Supermärkte zu stöbern und zu schauen, was es dort alles gibt. Als Camper müssen wir dort sowieso hin, um unsere Vorräte aufzustocken. Wie auch zu Hause schauen wir dann trotz allem Urlaubsfeeling auf ein paar Sachen, die uns wichtig sind. So legen wir auch auswärts Wert darauf, möglichst nachhaltig produzierte Produkte zu kaufen, wenig Lebensmittel zu verschwenden und auch unser Müllberg sollte uns nicht über den Kopf wachsen. Wie wir beim Campen unsere Verpflegung möglichst nachhaltig gestalten, habe ich für euch zusammengefasst.

Vor der Abreise

Schon beim Packen für den Urlaub haben wir bei unseren ersten Campingtrips typische Anfängerfehler gemacht. Natürlich hatten wir an das Zelt, die Schlafsäcke und den Kocher gedacht. An ein paar Gewürze, damit das selbst gekochte Essen auch im Urlaub besser schmeckt, leider nicht. Salz und Pfeffer hatten wir, wenn ich mich recht erinnere, dabei. Aber das wird den meisten von euch auch ein wenig zu dürftig sein. Also werft beim Packen einen Blick in euren Küchenschrank und überlegt, welche Gewürze ihr häufig benutzt und was sich sehr universell einsetzen lässt. Und die packt ihr dann auch ein. Bei uns ist das neben Salz und Pfeffer noch Gemüsebrühpulver, italienische Kräuter und Knoblauch- und Paprikapulver.

Dann macht es Sinn ein paar Basics einzupacken. Öl und Essig (ggf. umgefüllt in kleinere Flaschen) sind immer eine gute Idee. Zusätzlich haben wir immer noch je ein bis zwei Portionen Beilagen wie Nudeln oder Couscous dabei, Müsli fürs Frühstück und sämtliche angebrochenen Essensreste, wie Margarine, Milch oder Saft. Eine gewisse Grundausstattung ist natürlich sehr praktisch. Aber für mich spielt auch eine Rolle, dass wir so nicht darauf angewiesen sind, sofort nach einer Einkaufsmöglichkeit Ausschau zu halten. Dafür extra herumzufahren und dann vielleicht Produkte kaufen zu müssen, die nicht unserer Vorstellung von nachhaltigem Essen entsprechen, ist nicht so toll. Oder mit einem Kilo Salz nach Hause zu fahren, weil es gerade keine kleineren Packungen gab.

Kleinere Vorräte zur Verpflegung mitzunehmen macht Sinn, um nachhaltig zu campen.

Ab geht die Reise

Ist alles verstaut und die Fahrt beginnt, kommt irgendwann unweigerlich der Hunger. Jetzt mit Kind ist der vielleicht auch mal schnell dringend. Raststättenessen ist jetzt nicht gerade bekannt dafür, besonders umweltfreundlich zu sein. Die vegetarische Auswahl ist oft überschaubar, der Müllberg nach dem Essen eher nicht. Darum packen wir uns immer ausreichend Essen für die Fahrt ein. In der Regel belegte Brote und klein geschnittenes Obst oder Gemüse. Außerdem noch ein paar kleinere Snacks, die notfalls auch im Auto gegessen werden können, ohne dass es danach eine Grundreinigung braucht.

Natürlich ist es kein Beinbruch, wenn wir uns mal mit der Menge verschätzen und doch was kaufen oder Gelüste nach einem Eis haben. Am Ende darf auch die Fahrt in und vom Urlaub schön sein. Es geht vielmehr darum, flexibel zu sein. Denn nicht immer kommt der Hunger gerade dann, wenn ein großer Rastplatz in der Nähe ist. Und extra Umwege fürs Essen wollen wir lieber nicht fahren (müssen).

Auf dem Campingplatz gelten andere Regeln

Während wir hier unseren Kühlschrank und die Abstellkammer haben, um unser Essen zu lagern, sind die Möglichkeiten im Zelt eher begrenzt. Daher müsst ihr überlegen, was ihr alles kauft. Frisch angekommen mag es zwar verlockend sein, sich gleich mal durch das regionale Sortiment zu kaufen. Aber wenn die Hälfte davon dann verdirbt, weil ihr es nicht richtig lagern könnt, wäre das sehr schade. Darum solltet ihr lieber öfter einkaufen, eher zur kleineren Packung greifen und zumindest grob planen, wann ihr überhaupt selbst kochen wollt.

Alles, was sich ohne Kühlung gut hält, ist natürlich unproblematischer. Da ist eher die Frage, wie viel Platz ihr noch habt. Alles, was gekühlt werden muss, solltet ihr aber im Auge behalten. Wir haben eine Kühlbox in der so gebräuchlichen Größe, die am Strom hängt. Dadurch können wir zwar durchgehend kühlen, aber haben nur wenig Platz.

Verpflegung für unterwegs

Und was ist mit Tagesausflügen?

Sind wir im Urlaub unterwegs, ähnelt das meist der Anreise. Wir versuchen möglichst schon morgens zu planen, ob wir unterwegs essen gehen wollen. Wollen wir das nicht, haben wir für die entsprechenden Mahlzeiten etwas dabei. Dazu kommen immer ein paar Snacks und natürlich darf eine Trinkflasche mit Wasser nicht fehlen. So sparen wir eine Menge Müll. Statt an einem Kiosk schnell mal einen Schokoriegel zu kaufen, packen wir ein paar Kekse (aus der größeren Packung im Zelt) ein und meist noch etwas Obst. Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht doch mal einen verpackten Snack oder eine Limo kaufen. Zero Waste ist schön und gut, aber manchmal auch nicht so einfach im (Familien-)Alltag unterzukriegen.

Auch die Verpflegung kann das Campen nachhaltig machen

Wie zu Hause sind wir auch im Urlaub nicht päpstlicher als der sprichwörtliche Papst. Wir schauen uns nach Wochenmärkten um, versuchen Müll zu vermeiden und etwas vorbereitet zu sein. Doch wir nehmen auch mal mehr Verpackung in Kauf, um sicher zu gehen, dass uns das Lebensmittel darin nicht verdirbt. Oder kaufen spontan mal etwas, das wir mit Planung nachhaltiger hätten bekommen können. Am Ende ist es wie so oft ein Abwägen zwischen einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck und einer entspannten Zeit. Doch wir haben uns inzwischen so gut ein gegroovt, dass der Nachhaltigkeitsaspekt unseres Urlaubsessens fast schon nebenher mitläuft.

Habt ihr noch Tipps, die ihr ergänzen würdet?

Darum solltet ihr eure Verpflegung beim Campen nachhaltig gestalten

  • Besser vorbereitet: Gerade mit Kindern kann ein „Hungernotfall“ schonmal den Urlaubstag trüben. Das vorbereitete Essen ist als schneller Problemlöser jederzeit zur Hand.
  • Weniger Lebensmittelabfälle: Habt ihr eure Kühl- und Aufbewahrungsmöglichkeiten im Blick, verdirbt euch weniger Essen.
  • Weniger Abfall: Gekaufte Snacks und Take-Away verursachen schnell unnötigen Abfall und lassen sich durch entsprechende Planung verringern.

Brot richtig lagern

Wir Deutschen sind ja schon ein wenig verrückt nach Brot. Und kaum etwas lässt mich im Ausland mehr merken, dass auch ich typisch deutsch sozialisiert wurde, als die Tatsache, dass ich mich sehr über gutes Brot freuen kann. Nicht, dass es dafür wie daheim schmecken muss 😉 Gleichzeitig finde ich es ätzend, wenn der Laib, der frisch gekauft so superlecker war, einen Tag später schon eher „meh“ ist. Darum bin ich froh eine Methode gefunden zu haben, um frisches Brot oder auch Brötchen zu lagern und länger genießbar zu halten.

Grundsätzliches zum Thema Brot aufbewahren

Ganz unabhängig davon, worin ihr euer Brot lagern wollt, gibt es eine Grundregel. Jede Schnittfläche macht das Brot nicht nur anfälliger für Schimmel, sondern vergrößert auch die Fläche, an der das Brot austrocknen kann. Daher kaufe ich inzwischen kein geschnittenes Brot mehr. Brötchen versuche ich nur dann aufzuschneiden, wenn ich sicher bin, dass ich sie ganz esse. Bei letzterem schneide ich sonst nur ein Stück ab, sodass die Schnittfläche möglichst klein ist. Ich war von zu Hause den Luxus einer Brotschneidemaschine gewöhnt. Den gab es damals in meiner 1,5 qm Studentenküche nicht. Seither ist ein gutes Brotmesser für mich ein perfekter und platzsparender Ersatz.

Die Lösung zum Kaufen

In der Zeit als wir, im Gegensatz zu heute, nicht fast jeden Tag Brot gegessen haben, hatten wir öfter ungenießbare Reste. Also musste die Lebenszeit irgendwie verlängert werden. Denn einfach so in der Papier- oder Plastiktüte vom Kauf wird das meiste Brot entweder steinhart oder schimmelig. Eine kleine Recherche brachte einen Tontopf zu Tage, der kurz darauf bei uns einzog. Der war nicht billig, aber wir waren mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden. Ton gleicht Feuchtigkeit aus, entzieht also Überschuss und gibt ihn bei Bedarf wieder ab. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Materialien, aus denen Brottöpfe gemacht sind. Da ich aber keines davon selbst getestet habe, kann ich zu deren Erfolgsquote nichts sagen.

Brot lagern geht einfach in einem Stoffbeutel

Die gute Jute

Einige Zeit später offenbarte uns eine Lösung, die nicht nur günstiger ist, sondern in unserem Falle auch ohne Neukauf ausgekommen wäre. Eigentlich ärgerte ich mich nur darüber, dass ich alle paar Tage eine Papiertüte rumliegen hatte, nur um Backwaren vom Bäcker bis nach Hause zu transportieren. Trotz Wiederverwertung als Mülltüte hatten wir irgendwann zahlreiche davon rumliegen. Also funktionierte ich einen unserer Stoff-Einkaufsbeutel zum „Transportmittel“ um. Und siehe da: darin halten sich Brötchen & Co richtig gut! Meist legen wir den Beutel trotzdem in den Tontopf, damit es aufgeräumt ist. Aber im Urlaub, wo wir den Topf natürlich nicht mitschleppen, zeigte sich, dass die Tasche alleine schon reicht.

Und wenn es noch länger halten soll?

Auch diese Methode hat ihre Grenzen und kann eure Backwaren nicht ewig lange frischhalten. Zum einen sind manche Brotsorten unabhängig von der Aufbewahrung schnell nicht mehr so spannend. Da hilft der Toaster, denn geröstet merkt ihr davon meist nichts mehr. Aber es gibt auch Situationen, in denen das Brot mehr als nur ein paar Tage aufbewahrt werden muss. Beispielsweise wenn wir länger nicht zu Hause sind, können und wollen wir nicht immer sämtliche Essensreste mitnehmen. Dann vergesst einfach meine Grundregel von oben, schneidet das Brot in Scheiben und friert es ein. So könnt ihr nach Bedarf einzelne Scheiben auftauen, ggf. im Toaster etwas auffrischen und der Rest wartet geduldig im kühlen Schlaf.

Brot richtig lagern ist sinnvoll

Der Stoffbeutel ist für uns eine sehr praktikable Lösung. Die leere Tasche nehmen wir mit zum Bäcker, halten sie dem Personal hin und lassen das Gebäck hineinlegen. Dann lagern wir das Brot darin, bis es leer ist. Weigert sich das Personal die Waren selbst in den Beutel zu legen, lassen wir sie uns in die Hand geben. Das kam bisher aber selten vor. Immer mal wieder kommt der Beutel in die Wäsche.

Als ich euch von unserem Essensplan erzählt habe, habe ich es schonmal erwähnt. Rund die Hälfte aller Lebensmittel, die in der Tonne landen, tun dies in Privathaushalten. Etwa 13% davon sind Backwaren. Es macht also Sinn dafür zu sorgen, dass euer Brot nicht zu schnell verdirbt. Eine Stofftasche dürftet ihr fast alle zu Hause rumliegen haben oder zumindest leicht besorgen können. Neben euren Mägen und Geldbeuteln dankt es euch auch die Umwelt. Habt ihr eine andere Taktik, um Brot frisch zu halten? Haben sich für euch Brotboxen aus anderen Materialien im Alltag bewährt?

Darum solltet ihr euer Brot richtig aufbewahren:

  1. Lecker: Ihr habt länger was von euren Backwaren und freut euch nicht nur am ersten Tag über deren Frische.
  2. Günstig: Ein Stoffbeutel ist günstig bis umsonst und im Laufe der Zeit spart ihr Geld, weil ihr weniger Brot entsorgen müsst.
  3. Grün: Weniger Lebensmittelabfälle bedeuten weniger Ressourcenverbrauch und damit wird die Umwelt geschont.

Weitere Infos zum Thema:

Getrocknete Hülsenfrüchte: Meine Küchenstars

Meine Liebe zu Hülsenfrüchten hält schon lange an. Der hier im Südwesten traditionelle Linseneintopf war schon immer ein Festessen für mich. Als Proteinquelle sind sie inzwischen aus meiner vegetarischen Ernährung erst recht nicht mehr wegzudenken. Kichererbsen für Hummus oder Curry, Bohnen für Chili sin Carne und verschiedene Linsen für diverse Gerichte findet ihr immer in unserem Vorratsschrank. Was ihr bei uns hingegen nicht finden werdet, sind die eben genannten in Dosen. Denn ich bin ein großer Fan davon getrocknete Hülsenfrüchte zu kaufen und selbst zu kochen. Warum? Das ist recht einfach erklärt!

Die Menge machts

Angefangen habe ich diese Angewohnheit, weil im Studium eine ganze Dose Bohnen oder Kichererbsen für mich allein einfach immer zu viel und mein Kühlschrank klein war. Alle Reste mussten immer schnellstmöglich verwertet werden. Koche ich allerdings meine Hülsenfrüchte selbst, kann ich immer so viel machen, wie ich wirklich brauche. Natürlich musste ich erst schätzen lernen, wie groß denn so eine Portion ist. Zum Wiegen bin ich zu faul. Aber mit etwas Übung kommt es inzwischen meist ganz gut hin.

Getrocknete Hülsenfrüchte, wie Bohnen, kann man einfach selber kochen

Eine Tüte statt mehrerer Dosen

Die Tatsache, dass ich durch diese Methode auch einiges an Müll spare, wurde mir erst später bewusst. Dazu mal grob überschlagen: In einer Packung Kichererbsen sind bei den meisten Herstellern 500 gr. Eingeweicht und gekocht wiegen sie etwas mehr als das doppelte, also runden wir mal großzügig auf ein Kilo ab. Die meisten Dosen, die ich gesehen habe, haben ein Abtropfgewicht von 240 gr. Macht also rund vier Dosen, die wir durch eine Tüte Kichererbsen einsparen. Hinzu kommt, dass wir fast nie Reste haben, die schlecht werden. Und zu guter Letzt punktet die Folie gegenüber der Dose mit einem geringeren Gewicht, was den Transport umweltfreundlicher macht. Wem selbst das noch zu viel Verpackung ist, der kann im Unverpackt-Laden den Müllaspekt gleich ganz umgehen. Und der Vollständigkeit halber: Die in Einwegglas verpackten Produkte mancher Marken sind auch nicht nachhaltiger als das Tütchen.

Unentschieden bei der Lagerung

Solange die Hülsenfrüchte trocken sind, sind sie sehr lange haltbar. Wie lange genau, kann ich nicht sagen. Zwar lagern wir sie ordentlich, also trocken und luftdicht verpackt, aber nie länger als ein paar Monate. Wir essen sie dafür zu oft und gerne. Aber grundsätzlich gibt es da kaum Unterschiede zu Dosen, die ja auch eine gefühlte Ewigkeit gelagert werden können. Wenn ich doch einmal eine Portion auf Vorrat vorkochen möchte, fülle ich die fertigen Hülsenfrüchte mit der übrigen Kochflüssigkeit in ein Schraubglas um und friere sie ein. Die zusätzliche Energie fürs Einfrieren und Wiederaufwärmen schlägt etwas auf die Klimabilanz. Aber beispielsweise bei der Vorbereitung des Wochenbetts war ich froh, diese Flexibilität zu haben.

Getrocknete Hülsenfrüchte im Vorrat

Einen Haken gibt es trotzdem

So schön das alles ist, es gibt auch einen Wermutstropfen. Fällt euch erst dann ein, dass ihr Hülsenfrüchte braucht, wenn ihr gerade anfangt zu kochen, habt ihr bei vielen Exemplaren verloren. Während besonders rote, aber auch andere Linsensorten auch ohne Einweichen genutzt werden können, brauchen andere einfach ihre Einweich- und Kochzeit. Da ist es gut, dass wir mit unserem Essensplan recht flexibel sind, denn das ist mir echt schon oft passiert. In der Regel weiche ich Bohnen oder Kichererbsen über Nacht ein und koche sie im Laufe des nächsten Tages. Diese Zeitspanne lässt sich mit einem Dampfdruckkochtopf, den wir nicht haben, geringfügig verringern.

Die Vorteile überwiegen

Sei es nun der Aspekt der Mülleinsparung oder die Flexibilität, was die Menge angeht: für mich gibt es kein zurück. Unsere Vorräte sind immer gefüllt mit getrockneten Hülsenfrüchten und ich vermisse die gekochte Alternative eigentlich nie. Für euch ist es eine einfache Möglichkeit Müll und Geld zu sparen und das bei gleichem Geschmack. Seid ihr auch Fans von Hülsenfrüchten? Welche Sorte darf in eurem Schrank nie fehlen?

Dabei punkten getrocknete Hülsenfrüchte gegenüber denen aus der Dose

  1. Weniger Verschwendung: Ihr könnt genau dosieren, wie viel ihr gerade braucht.
  2. Weniger Verpackung: Eine Tüte verursacht nicht nur weniger Müll an sich, sondern ersetzt auch noch mehrere Dosen.
  3. Weniger Geld: Auf die Portion hochgerechnet sind getrocknete Hülsenfrüchte günstiger.

Mit dem Essensplan gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem unserer Gesellschaft. Und auch wenn vieles auf dem Müll landet, ohne jemals unseren Einkaufskorb zu sehen, wandern bei uns Endverbrauchern rund 52% aller Lebensmittelabfälle in dem Müll. Man sollte meinen, dass ein Haushalt wie unserer, in dem Nachhaltigkeit großgeschrieben wird, kaum Essensabfälle hat. Doch leider warfen auch wir lange mehr weg, als mir lieb war. Und das nicht, weil es uns nicht wichtig war und wir nicht darauf achteten. Sondern vielmehr, weil wir zu unorganisiert waren und die Lebensmittel nicht schnell genug aßen. Irgendwann zogen wir einen Schlussstrich und überlegten uns einen Plan, um das zu vermeiden. Das Ziel: Mit einem Essensplan für mehrere Tage und einem strukturierten Wocheneinkauf unsere Lebensmittelverschwendung auf ein Minimum zu reduzieren.

Schritt 1: Die Planung

So gehen wir vor: Als erstes entscheiden wir, welche Gerichte wir in den nächsten Tagen kochen möchten. Dabei berücksichtigen wir zuerst, welche Lebensmittel noch da sind, die in den nächsten Tagen gegessen werden müssen. Danach schauen wir, was gerade Saison hat und nicht zuletzt, ob der Terminkalender nach schnellen oder besonderen Mahlzeiten verlangt. Schön ist es, wenn wir an einem Tag bereits Zutaten für zwei Essen vorbereiten können. Das ist aber eher selten der Fall. Steht der Plan, gehen wir Gericht für Gericht durch und notieren uns, was wir dafür noch einkaufen müssen. So vergessen wir es auch seltener eine wichtige Zutat einzukaufen.

Schritt 2: Der Einkauf

Mit der fertigen Einkaufsliste steht nun der Wocheneinkauf an. Momentan heißt das, dass wir samstags erst auf den Wochen- und danach in den Supermarkt gehen. Zusätzlich gehe ich oft ein paar Tage später nochmal auf dem zweiten Wochenmarkt vorbei, damit wir möglichst frisches Gemüse haben. Auch wenn es uns generell gut passt, nur einmal die Woche groß einkaufen zu gehen, schaffen wir es nicht immer, einen Plan für eine ganze Woche aufzustellen. Entsprechend kaufen wir manchmal auch zwei Mal in einer Woche ein.

Regional und saisonales Obst und Gemüse

Schritt 3: Die Umsetzung

Nun folgt der angenehmste Teil: kochen und essen. Grundsätzlich legen wir nicht fest, welches Gericht wir an welchem Tag machen. Aber durch den Überblick über die nächsten Tage können wir einfacher entscheiden, was wir zuerst essen sollten, damit nichts verdirbt. Darüber hinaus entscheiden wir dann spontan, auf was wir Lust haben. Wie so ziemlich jeder andere Haushalt auch bestellen auch wir hin und wieder etwas – geplant oder spontan. Und manchmal werfen wir den Plan auch wieder über den Haufen, weil irgendwas nicht so ganz passt. Das ist völlig ok, denn durch die halboffene Planung sind wir nicht allzu eingeengt.

Und was hat es gebracht?

Ganz grundsätzlich haben wir schon lange unser Essen vorgeplant. Trotzdem ist uns immer wieder Essen vermeidbar schlecht geworden. Eine scheinbar kleine Veränderung hat uns dann einen großen Schritt nach vorne gebracht. Statt den Plan weiter auf einer Liste in einem unserer Handys festzuhalten, haben wir eine große Tafel aufgehängt. Alleine dadurch, dass wir unkompliziert und mit einem Blick den ganzen Essensplan sehen können, haben wir die leicht verderblichen Lebensmittel nun besser auf dem Schirm. Manchmal ist es eben nur Kopfsache. Ganz ohne Essensabfälle läuft es auch bei uns nicht. Aber der Anteil ist deutlich geringer als noch vor ein paar Jahren. Also ja, der Essensplan und der gezielte Wocheneinkauf haben unsere Lebensmittelverschwendung reduziert.

Teilt gerne mal eure Erfahrungen! Plant ihr auch lieber voraus und macht einen Großeinkauf oder entscheidet ihr immer spontan? Und was hat euch geholfen eure Lebensmittelabfälle zu reduzieren?

Darum lohnen sich Essensplan und Wocheneinkauf gegen Lebensmittelverschwendung:

  1. Weniger Emissionen: Auch Essen, das nicht gegessen wird, hat in der Erzeugung und dem Transport Emissionen verursacht. Muss es gar nicht erst produziert werden, fallen diese auch nicht an.
  2. Weniger Ressourcen gehen verloren: Besonders, wenn verdorbene Lebensmittel nicht kompostiert werden können, sondern auf der Müllhalde verbrannt werden, gehen wertvolle Nährstoffe verloren.
  3. Gut für den Geldbeutel: Jedes weggeschmissene Lebensmittel ist auch gleichzeitig weggeschmissenes Geld.

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