Ein Hochbett mit Treppe fürs Kinderzimmer: unser DIY-Umbau

Manchmal passen Möbel einfach nicht (mehr) ins Leben. Das kann ein Grund sein, sie weiterziehen zu lassen. Oder aber, sie dem Leben anzupassen. Mit unserem Esstisch haben wir ein Möbelstück aufgearbeitet, das uns schon lange begleitet. Dieses Mal war es eines, bei dem wir kein auf unsere Bedürfnisse passendes Modell gefunden haben: ein Hochbett fürs Kinderzimmer. Mit einer Mischung aus Umbau und DIY-Treppe kamen wir dann aber doch ans Ziel.

Warum denn eigentlich ein Hochbett fürs Kinderzimmer?

Zuerst einmal die Frage, warum wir nicht einfach ein normales Bett gekauft haben. Wir mögen unsere aktuelle Wohnung sehr, doch ist das Kinderzimmer nicht allzu groß. Das muss es auch nicht sein. Im Wohnzimmer haben wir noch viel Platz zum Spielen. Außerdem müssen kleine Räume nicht einengend sein, wenn sie gut geplant sind. Die Idee von cleveren, kleinen Räumen fasziniert uns sehr und wir haben uns für das Kinderzimmer gut überlegt, wie der Raum die nächsten Jahre mitwachsen kann. Ein Hochbett ist dabei in unseren Augen eine tolle Lösung, um den Platz auszunutzen. Gleichzeitig sind wir damit flexibel, wenn sich die Bedürfnisse des Großen ändern und / oder das Baby einzieht.

So sah das Hochbett vorher aus. Nicht gut für ein Kinderzimmer.

Bett ist nicht gleich Bett!

Nachdem die Raumplanung konkreter wurde, machten wir uns auf die Suche nach dem perfekten Bett. Ich hatte dafür die Kleinanzeigen im Blick, doch viele Exemplare kamen nicht in Frage. Das „Hoch“ in Hochbett ist doch recht variabel. Meist reicht es wenigstens, um darunter eine Kuschelhöhle zu machen. Doch ein zweites Bett oder gar ein Schreibtisch passt da nicht drunter. Dann kam aber eine Anzeige rein für ein Hochbett, dessen oberes Bett mit rund 1,40 m angenehm hoch ist und auch noch separat aufgestellt werden kann. Gut also für die Zeit, wenn das in die Höhe stapeln nicht mehr notwendig ist. Günstig war es noch dazu.

Ein paar Mankos gab es aber. Eher zweitrangig waren die 90er-Jahre-Optik und die Gebrauchsspuren. Die Holzfarbe passt nicht so ganz in die Wohnung, was jetzt aber auch nicht dramatisch gewesen wäre. Nicht auf dem Bild oben zu sehen: Der „Rausfallschutz“ war selbst für ein größeres Kind eher mickrig und damit hätten wir vermutlich vor Angst, dass das Kind rausrollt, nicht ruhig schlafen können. Und zuletzt war die Leiter recht steil für ein Kleinkind.

Kleinere Gebrauchsspuren auf dem alten Kopfteil.

Aufhübschen und kindersicher machen

Das Projekt hatte zwei Phasen. Als erstes machten wir uns ans eigentliche Bett. Die Farbe und den ein oder anderen Schrammen konnten wir in einem Rutsch ausbessern. Dafür schliffen wir alles einmal ab und lasierten es mit einer ökologischen Holzfarbe weiß. Den Rausfallschutz ersetzten wir komplett, denn der Aufwand ihn zu erweitern wäre zu groß gewesen. Nach etwas Brainstorming entschlossen wir uns dafür, auch das Kopfteil loszuwerden und stattdessen eine Sicherung rundherum zu bauen. Dafür schraubten wir einfache Latten aus dem Baumarkt zusammen und befestigten sie am Bett und der Wand. Online fanden wir einen Shop, der Sicherheitsnetze in Wunschdicke und -größe herstellt. Die sind überraschenderweise gar nicht so teuer, Öko-Tex zertifiziert und sehr stabil. Mit kleinen Haken, sog. Krampen, haben wir die Netze direkt am Holz befestigt.

Der neue Rausfallschutz: das Netz ist mit Krampen festgemacht.

Ein sicherer und praktischer Weg nach oben

Es folgte die zweite Phase. Dieses Mal ein Neubau. Da uns die Leiter zu unsicher war, suchten wir nach einer Alternative. Die meisten fertigen Leitern oder Treppen passten nicht oder nahmen zu viel Platz weg. Also entschieden wir uns dafür selbst eine Treppe zu bauen. Und da wir schon dabei waren, planten wir sie gleich so, dass sie auch noch Stauraum bietet. Passgenau für das Zimmer entstand dann aus stabilen Multiplex-Holzplatten dieses kleine Schmuckstück. Es ist das komplexteste Projekt, das wir bisher gebaut haben und entsprechend sind wir ein bisschen stolz darauf! Die Stufen sind für ein Kleinkind gut machbar, von der Seite können Bücher und Spielsachen verstaut werden und oben gibt es noch als Gimmick ein kleines Geheimfach für Schätze. Da die Treppe zwischen Bett und Wand steht, brauchen wir kein Geländer.

Dank der DIY-Treppe ist das Hochbett gut und sicher erreichbar und hat gleichzeitig Stauraum.

So wächst das Hochbett im Kinderzimmer mit

Das Endergebnis sieht nicht nur, wie wir finden, gut aus, sondern ist auch wirklich praktisch geworden. Wir haben nun einige Nutzungsmöglichkeiten:

  • Unten schlafen, oben zurückziehen: Entweder mit einer Matratze auf dem Boden oder dem Babybett kann problemlos unten ein fester Schlafplatz eingerichtet werden. Oben kann zur Kuschelecke werden.
  • Oben schlafen, unten spielen: Das obere Bett in der eigentlichen Nutzung als Schlafplatz. Hierfür müssten wir noch den Rausfallschutz am Fußende erweitern. Das werden wir vermutlich mit einem Brett machen, dass einfach entfernt werden kann (damit wir Eltern gut rein und raus kommen). Unten sind wir durch die Höhe sehr flexibel: Leseecke, Spielbereich, Bastelplatz, Schreibtisch… was gerade interessant ist.
  • Oben und unten schlafen: Wollen irgendwann mal beide Kinder im Zimmer schlafen, richten wir oben und unten einen festen Schlafplatz ein.
  • In Einzelteilen: Ist später das Hochbett mal out oder nicht mehr notwendig, können wir das obere Bett (mit oder ohne Rausfallschutz) abmontieren und auf dem Boden stellen. Die Treppe kann als Regal weitergenutzt werden.
Nach dem Hochbett-Umbau ist das Kinderzimmer richtig gemütlich.

Wir sind zufrieden mit dem Hochbett-Umbau

Besonders durch die DIY-Treppe ist das unser bisher größtes Möbelprojekt geworden und auch dieses Mal kamen wir gut ohne eigene Werkstatt durch. Abschleifen und lasieren kostet Zeit und auch eine Treppe von Grund auf selbst zu planen ist ohne Erfahrung mal nicht eben so gemacht. Das Endergebnis gefällt uns aber sehr gut, ist praktisch und daher für uns den Aufwand allemal wert. Wie lange wir genau gebraucht haben, kann ich nicht sagen. Wir haben die Arbeit in kleinen Häppchen über mehrere Wochenenden verteilt. Das Kinderzimmer ist durch das Hochbett flexibler geworden und kann so ein paar Jahre mitwachsen.

Was die Nachhaltigkeit angeht, ist es natürlich etwas zweigeteilt. Einerseits musste kein neues Bett für uns produziert werden, die Emissionen und Ressourcen für die Produktion sind bereits abgehakt. Andererseits ist auch viel neues Holz in das Projekt eingeflossen. Durch die Flexibilität können wir aber beide Teile – Bett und Treppe – viele Jahre nutzen und danach vielleicht sogar noch einmal weitergeben. Und wie ich hier schon so oft erwähnt habe, ist die Nutzungsdauer bei der Ökobilanz nicht zu vernachlässigen. Am Ende also nicht die schlechteste Lösung.

Seid ihr auch so fasziniert von clever eingerichteten kleinen Räumen bzw. Wohnungen?

Nachhaltig campen: Verpflegung

Eine meiner liebsten Beschäftigungen im Urlaub ist es, die lokale Küche zu erkunden. So finde ich es beispielsweise immer total spannend durch die landestypischen Supermärkte zu stöbern und zu schauen, was es dort alles gibt. Als Camper müssen wir dort sowieso hin, um unsere Vorräte aufzustocken. Wie auch zu Hause schauen wir dann trotz allem Urlaubsfeeling auf ein paar Sachen, die uns wichtig sind. So legen wir auch auswärts Wert darauf, möglichst nachhaltig produzierte Produkte zu kaufen, wenig Lebensmittel zu verschwenden und auch unser Müllberg sollte uns nicht über den Kopf wachsen. Wie wir beim Campen unsere Verpflegung möglichst nachhaltig gestalten, habe ich für euch zusammengefasst.

Vor der Abreise

Schon beim Packen für den Urlaub haben wir bei unseren ersten Campingtrips typische Anfängerfehler gemacht. Natürlich hatten wir an das Zelt, die Schlafsäcke und den Kocher gedacht. An ein paar Gewürze, damit das selbst gekochte Essen auch im Urlaub besser schmeckt, leider nicht. Salz und Pfeffer hatten wir, wenn ich mich recht erinnere, dabei. Aber das wird den meisten von euch auch ein wenig zu dürftig sein. Also werft beim Packen einen Blick in euren Küchenschrank und überlegt, welche Gewürze ihr häufig benutzt und was sich sehr universell einsetzen lässt. Und die packt ihr dann auch ein. Bei uns ist das neben Salz und Pfeffer noch Gemüsebrühpulver, italienische Kräuter und Knoblauch- und Paprikapulver.

Dann macht es Sinn ein paar Basics einzupacken. Öl und Essig (ggf. umgefüllt in kleinere Flaschen) sind immer eine gute Idee. Zusätzlich haben wir immer noch je ein bis zwei Portionen Beilagen wie Nudeln oder Couscous dabei, Müsli fürs Frühstück und sämtliche angebrochenen Essensreste, wie Margarine, Milch oder Saft. Eine gewisse Grundausstattung ist natürlich sehr praktisch. Aber für mich spielt auch eine Rolle, dass wir so nicht darauf angewiesen sind, sofort nach einer Einkaufsmöglichkeit Ausschau zu halten. Dafür extra herumzufahren und dann vielleicht Produkte kaufen zu müssen, die nicht unserer Vorstellung von nachhaltigem Essen entsprechen, ist nicht so toll. Oder mit einem Kilo Salz nach Hause zu fahren, weil es gerade keine kleineren Packungen gab.

Kleinere Vorräte zur Verpflegung mitzunehmen macht Sinn, um nachhaltig zu campen.

Ab geht die Reise

Ist alles verstaut und die Fahrt beginnt, kommt irgendwann unweigerlich der Hunger. Jetzt mit Kind ist der vielleicht auch mal schnell dringend. Raststättenessen ist jetzt nicht gerade bekannt dafür, besonders umweltfreundlich zu sein. Die vegetarische Auswahl ist oft überschaubar, der Müllberg nach dem Essen eher nicht. Darum packen wir uns immer ausreichend Essen für die Fahrt ein. In der Regel belegte Brote und klein geschnittenes Obst oder Gemüse. Außerdem noch ein paar kleinere Snacks, die notfalls auch im Auto gegessen werden können, ohne dass es danach eine Grundreinigung braucht.

Natürlich ist es kein Beinbruch, wenn wir uns mal mit der Menge verschätzen und doch was kaufen oder Gelüste nach einem Eis haben. Am Ende darf auch die Fahrt in und vom Urlaub schön sein. Es geht vielmehr darum, flexibel zu sein. Denn nicht immer kommt der Hunger gerade dann, wenn ein großer Rastplatz in der Nähe ist. Und extra Umwege fürs Essen wollen wir lieber nicht fahren (müssen).

Auf dem Campingplatz gelten andere Regeln

Während wir hier unseren Kühlschrank und die Abstellkammer haben, um unser Essen zu lagern, sind die Möglichkeiten im Zelt eher begrenzt. Daher müsst ihr überlegen, was ihr alles kauft. Frisch angekommen mag es zwar verlockend sein, sich gleich mal durch das regionale Sortiment zu kaufen. Aber wenn die Hälfte davon dann verdirbt, weil ihr es nicht richtig lagern könnt, wäre das sehr schade. Darum solltet ihr lieber öfter einkaufen, eher zur kleineren Packung greifen und zumindest grob planen, wann ihr überhaupt selbst kochen wollt.

Alles, was sich ohne Kühlung gut hält, ist natürlich unproblematischer. Da ist eher die Frage, wie viel Platz ihr noch habt. Alles, was gekühlt werden muss, solltet ihr aber im Auge behalten. Wir haben eine Kühlbox in der so gebräuchlichen Größe, die am Strom hängt. Dadurch können wir zwar durchgehend kühlen, aber haben nur wenig Platz.

Verpflegung für unterwegs

Und was ist mit Tagesausflügen?

Sind wir im Urlaub unterwegs, ähnelt das meist der Anreise. Wir versuchen möglichst schon morgens zu planen, ob wir unterwegs essen gehen wollen. Wollen wir das nicht, haben wir für die entsprechenden Mahlzeiten etwas dabei. Dazu kommen immer ein paar Snacks und natürlich darf eine Trinkflasche mit Wasser nicht fehlen. So sparen wir eine Menge Müll. Statt an einem Kiosk schnell mal einen Schokoriegel zu kaufen, packen wir ein paar Kekse (aus der größeren Packung im Zelt) ein und meist noch etwas Obst. Natürlich heißt das nicht, dass wir nicht doch mal einen verpackten Snack oder eine Limo kaufen. Zero Waste ist schön und gut, aber manchmal auch nicht so einfach im (Familien-)Alltag unterzukriegen.

Auch die Verpflegung kann das Campen nachhaltig machen

Wie zu Hause sind wir auch im Urlaub nicht päpstlicher als der sprichwörtliche Papst. Wir schauen uns nach Wochenmärkten um, versuchen Müll zu vermeiden und etwas vorbereitet zu sein. Doch wir nehmen auch mal mehr Verpackung in Kauf, um sicher zu gehen, dass uns das Lebensmittel darin nicht verdirbt. Oder kaufen spontan mal etwas, das wir mit Planung nachhaltiger hätten bekommen können. Am Ende ist es wie so oft ein Abwägen zwischen einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck und einer entspannten Zeit. Doch wir haben uns inzwischen so gut ein gegroovt, dass der Nachhaltigkeitsaspekt unseres Urlaubsessens fast schon nebenher mitläuft.

Habt ihr noch Tipps, die ihr ergänzen würdet?

Darum solltet ihr eure Verpflegung beim Campen nachhaltig gestalten

  • Besser vorbereitet: Gerade mit Kindern kann ein „Hungernotfall“ schonmal den Urlaubstag trüben. Das vorbereitete Essen ist als schneller Problemlöser jederzeit zur Hand.
  • Weniger Lebensmittelabfälle: Habt ihr eure Kühl- und Aufbewahrungsmöglichkeiten im Blick, verdirbt euch weniger Essen.
  • Weniger Abfall: Gekaufte Snacks und Take-Away verursachen schnell unnötigen Abfall und lassen sich durch entsprechende Planung verringern.

Brot richtig lagern

Wir Deutschen sind ja schon ein wenig verrückt nach Brot. Und kaum etwas lässt mich im Ausland mehr merken, dass auch ich typisch deutsch sozialisiert wurde, als die Tatsache, dass ich mich sehr über gutes Brot freuen kann. Nicht, dass es dafür wie daheim schmecken muss 😉 Gleichzeitig finde ich es ätzend, wenn der Laib, der frisch gekauft so superlecker war, einen Tag später schon eher „meh“ ist. Darum bin ich froh eine Methode gefunden zu haben, um frisches Brot oder auch Brötchen zu lagern und länger genießbar zu halten.

Grundsätzliches zum Thema Brot aufbewahren

Ganz unabhängig davon, worin ihr euer Brot lagern wollt, gibt es eine Grundregel. Jede Schnittfläche macht das Brot nicht nur anfälliger für Schimmel, sondern vergrößert auch die Fläche, an der das Brot austrocknen kann. Daher kaufe ich inzwischen kein geschnittenes Brot mehr. Brötchen versuche ich nur dann aufzuschneiden, wenn ich sicher bin, dass ich sie ganz esse. Bei letzterem schneide ich sonst nur ein Stück ab, sodass die Schnittfläche möglichst klein ist. Ich war von zu Hause den Luxus einer Brotschneidemaschine gewöhnt. Den gab es damals in meiner 1,5 qm Studentenküche nicht. Seither ist ein gutes Brotmesser für mich ein perfekter und platzsparender Ersatz.

Die Lösung zum Kaufen

In der Zeit als wir, im Gegensatz zu heute, nicht fast jeden Tag Brot gegessen haben, hatten wir öfter ungenießbare Reste. Also musste die Lebenszeit irgendwie verlängert werden. Denn einfach so in der Papier- oder Plastiktüte vom Kauf wird das meiste Brot entweder steinhart oder schimmelig. Eine kleine Recherche brachte einen Tontopf zu Tage, der kurz darauf bei uns einzog. Der war nicht billig, aber wir waren mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden. Ton gleicht Feuchtigkeit aus, entzieht also Überschuss und gibt ihn bei Bedarf wieder ab. Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Materialien, aus denen Brottöpfe gemacht sind. Da ich aber keines davon selbst getestet habe, kann ich zu deren Erfolgsquote nichts sagen.

Brot lagern geht einfach in einem Stoffbeutel

Die gute Jute

Einige Zeit später offenbarte uns eine Lösung, die nicht nur günstiger ist, sondern in unserem Falle auch ohne Neukauf ausgekommen wäre. Eigentlich ärgerte ich mich nur darüber, dass ich alle paar Tage eine Papiertüte rumliegen hatte, nur um Backwaren vom Bäcker bis nach Hause zu transportieren. Trotz Wiederverwertung als Mülltüte hatten wir irgendwann zahlreiche davon rumliegen. Also funktionierte ich einen unserer Stoff-Einkaufsbeutel zum „Transportmittel“ um. Und siehe da: darin halten sich Brötchen & Co richtig gut! Meist legen wir den Beutel trotzdem in den Tontopf, damit es aufgeräumt ist. Aber im Urlaub, wo wir den Topf natürlich nicht mitschleppen, zeigte sich, dass die Tasche alleine schon reicht.

Und wenn es noch länger halten soll?

Auch diese Methode hat ihre Grenzen und kann eure Backwaren nicht ewig lange frischhalten. Zum einen sind manche Brotsorten unabhängig von der Aufbewahrung schnell nicht mehr so spannend. Da hilft der Toaster, denn geröstet merkt ihr davon meist nichts mehr. Aber es gibt auch Situationen, in denen das Brot mehr als nur ein paar Tage aufbewahrt werden muss. Beispielsweise wenn wir länger nicht zu Hause sind, können und wollen wir nicht immer sämtliche Essensreste mitnehmen. Dann vergesst einfach meine Grundregel von oben, schneidet das Brot in Scheiben und friert es ein. So könnt ihr nach Bedarf einzelne Scheiben auftauen, ggf. im Toaster etwas auffrischen und der Rest wartet geduldig im kühlen Schlaf.

Brot richtig lagern ist sinnvoll

Der Stoffbeutel ist für uns eine sehr praktikable Lösung. Die leere Tasche nehmen wir mit zum Bäcker, halten sie dem Personal hin und lassen das Gebäck hineinlegen. Dann lagern wir das Brot darin, bis es leer ist. Weigert sich das Personal die Waren selbst in den Beutel zu legen, lassen wir sie uns in die Hand geben. Das kam bisher aber selten vor. Immer mal wieder kommt der Beutel in die Wäsche.

Als ich euch von unserem Essensplan erzählt habe, habe ich es schonmal erwähnt. Rund die Hälfte aller Lebensmittel, die in der Tonne landen, tun dies in Privathaushalten. Etwa 13% davon sind Backwaren. Es macht also Sinn dafür zu sorgen, dass euer Brot nicht zu schnell verdirbt. Eine Stofftasche dürftet ihr fast alle zu Hause rumliegen haben oder zumindest leicht besorgen können. Neben euren Mägen und Geldbeuteln dankt es euch auch die Umwelt. Habt ihr eine andere Taktik, um Brot frisch zu halten? Haben sich für euch Brotboxen aus anderen Materialien im Alltag bewährt?

Darum solltet ihr euer Brot richtig aufbewahren:

  1. Lecker: Ihr habt länger was von euren Backwaren und freut euch nicht nur am ersten Tag über deren Frische.
  2. Günstig: Ein Stoffbeutel ist günstig bis umsonst und im Laufe der Zeit spart ihr Geld, weil ihr weniger Brot entsorgen müsst.
  3. Grün: Weniger Lebensmittelabfälle bedeuten weniger Ressourcenverbrauch und damit wird die Umwelt geschont.

Weitere Infos zum Thema:

Wohnung nachhaltig einrichten in 3 Schritten

Unser Umzug in die größere Wohnung ist jetzt schon eine ganze Weile her und dennoch ist er nicht abgeschlossen. Ein paar kleine Ecken warten noch auf die Fertigstellung. Denn während es „nur“ zwei Tage dauerte, unser Hab und Gut hier her zu verfrachten, dauert das Einrichten der Wohnung deutlich länger. Das liegt auch daran, dass wir nicht gleich Lust hatten, alles schnellstmöglich fertig zu kriegen. Zum anderen aber auch daran, dass wir für der Umwelt zuliebe einige bewusste Entscheidungen treffen wollten. Und das lässt sich auf die Schnelle oft nicht umsetzen. Mit welchen Leitlinien auch ihr eure Wohnung oder Haus nachhaltig einrichten könnt und warum das oft sogar Geld spart, habe ich einmal zusammengefasst.

Wohin kann die schnelle Lösung führen?

Zunächst einmal die Frage, was dagegenspricht, beim Einrichten der Wohnung zu hetzen. In meinem Beitrag zum nachhaltig Umziehen hatte ich bereits kurz zusammengefasst, dass eine schnell besorgte Lösung sich auch als Fehlkauf herausstellen kann. Und selbst wenn ihr vorher schon plant, was wohin soll, passt es nach dem Einzug vielleicht doch nicht ganz. Weil ihr euch vermessen habt, weil es optisch nicht passt oder es eure Art zu wohnen stört. Manchmal braucht es auch einfach etwas Zeit, um das perfekte Möbelstück zu finden. Selbst, wenn ihr es neu kaufen möchtet. Als wir vor ein paar Jahren neue Stühle brauchten, sind wir wochenlang durch unzählige Läden getingelt. Dabei wussten wir recht genau, was wir wollen. Gekauft haben wir erst, als wir sicher waren, dass wir die beste Lösung gefunden haben.

Also empfehle ich euch genau das: Zeit nehmen! Warum? Am Ende soll die Wohnung oder das Haus voller Stücken sein, die ihr lange nutzen könnt und wollt. Denn wie nachhaltig ihr euch einrichtet, zeigt sich gänzlich erst nach ein paar Jahren. Um dahin zu kommen, könnt ihr konkret – und in der Reihenfolge – auf die folgenden drei Grundsätze schauen.

Beim Einrichten der Wohnung zuerst alles vorhandene einplanen.
Image by Andrew Neel via Pexels

1. Man nehme, was man hat

Beim Einzug haben wir all unsere Möbel mitgenommen und auf die Räume verteilt. Ein paar Stücke, wie unser Sofa oder das Bett sind direkt auf den Platz gewandert, wo sie nun final stehen. Anderes wurde nochmal umgeräumt. So passte unser Vorratsregal zwar in die Abstellkammer, nutzte aber die Fläche nicht gut genug aus. Also wanderte es ins Schlafzimmer, wo es besser passte. Letztendlich haben wir für alles ein gutes Zuhause gefunden. Manchmal müsst ihr dafür ein bisschen um die Ecke denken oder Möbelstücke nachträglich umstellen. Dann seht ihr, was wirklich nirgendwo passt und was bleiben kann.

2. Man nehme, was man anpassen kann

Nun könnt ihr manchmal so viel Tetris spielen, wie ihr wollt. Wenn ein Möbelstück nicht passt, dann passt es nicht. In der letzten Wohnung räumten wir zwischendurch mal das Wohnzimmer komplett um. Und während uns das Layout gut gefiel, stach ein etwas mitgenommenes Regal unschön heraus. Aber wir fanden einfach keine passende und bezahlbare Alternative. Also hübschten wir kurzerhand das alte Teil mit ein wenig Holz, Leim und ein paar „Füßen“ (aka Pflastersteinen) auf. Klingt nach einer schnellen Übergangslösung, aber tatsächlich haben wir es genau so in der neuen Wohnung wieder aufgebaut. Generell lieben wir einfache DIYs, um Stücke wieder aufzumöbeln. So wie die Vergrößerung von unserem Esstisch. Gerade für IKEA-Möbel sind die Inspirationen endlos!

Möbel anzupassen ist manchmal der beste Weg, um sie lange zu nutzen.
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3. Man nehme, was man kaufen kann

Irgendwann fehlten uns trotz Umräumen und Heimwerken noch Möbel. Mit zusätzlichem Kinderzimmer und Büro war das unvermeidlich. Glücklicherweise hatten wir keine Eile und konnten nach gebrauchten Stücken Ausschau halten. Flohmärkte gab es hier in der Region in der Zeit pandemiebedingt fast keine. Second Hand-Geschäfte mit Möbeln gibt es auch leider kaum. Aber auf die Kleinanzeigen, hier insbesondere die von ebay, ist meist Verlass. Ein Schränkchen für den Fernseher und ein Hochbett für das Kinderzimmer durften einziehen. Beides mussten wir noch anpassen, aber im Möbel(um)bau ohne eigene Werkstatt sind wir schon geübt.

Ja, Second Hand hat seine Grenzen. Bei uns war die Abstellkammer auch nach Monaten der Planung und Suche immer noch ein Provisorium. Durch den Schnitt passten leider viele Regale nicht. Also blieb uns hier nur der gezielte Neukauf. Wir wussten dafür inzwischen genau, was wir brauchen und das Risiko eines Fehlkaufs war sehr gering. Natürlich könnt ihr bei Neukäufen immer darauf achten, ein möglichst nachhaltiges Produkt zu kaufen. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass das nicht immer möglich ist. Sei es, weil die Maße einfach nicht stimmen oder weil das Budget nicht hergibt (größere) Anschaffungen bei dem nachhaltigsten Hersteller zu machen. Nutzt ihr dafür aber das Möbelstück sehr lange – gerade, weil es so gut passt – trefft ihr trotzdem eine umweltfreundlichere Entscheidung.

Bilder als Erinnerungsstücke und nachhaltige Kunstdrucke zum nachhaltig Wohnung einrichten

Und was ist mit Deko?

Ich bin definitiv keine Deko-Queen. Außer einer Wagenladung Pflanzen finden sich hier nur wenige kleine Objekte, die gemeinhin als Deko durchgehen. Das liegt auch daran, dass wir es lieber etwas minimalistischer mögen. Das Hauptproblem, das ich bei Deko in Sachen Nachhaltigkeit sehe, ist die Schnelllebigkeit. Gestern hatten noch alle DIE EINE Vase rumstehen, heute will sie keiner mehr sehen. Natürlich müsst ihr nicht gleich, wie ich, fast ganz darauf verzichten. Schlichte, zeitlose Designs, die ihr bestenfalls vielfältig umgestalten könnt, sind immer eine gute Idee. Auch hier ist der Gebrauchtmarkt groß und bunt. Prints gibt es inzwischen auch von nachhaltigen Shops. Und am schönsten (für mich) sind immer noch Erinnerungsstücke. Der Kunstdruck eines Künstlers aus England oder unser alter Gameboy aus den 90ern machen mich mit ihrem Anblick einfach glücklich.

Nicht schnell, aber möglich: eine Wohnung nachhaltig einrichten

Zusammengefasst kostet es Zeit, wenn ihr euer Haus oder eure Wohnung nachhaltig einrichten wollt. Zeit, um anzukommen und zu sehen, was ihr wirklich braucht. Zeit, um nach den passenden Möbelstücken zu suchen. Und manchmal auch Zeit, um Vorhandenes anzupassen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass ihr dadurch mehr tut, als euren Lebensstil ökologischer zu gestalten. Blickt ihr tagtäglich auf halbgare Lösungen und ärgerliche Fehlkäufe, fühlt ihr euch zu Hause vermutlich weniger wohl, als wenn es rundherum einfach passt. Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf finde ich die Wartezeit, bis wir die passende Lösung gefunden haben, meist relativ erträglich.

Habt ihr ein Möbelstück, das ihr nie mehr hergeben wollt? Oder habt ihr auch schon einmal monatelang nach einer Lösung gesucht, bis ihr endlich etwas passendes gefunden habt? Erzählt gerne davon in den Kommentaren.

Darum lohnt es sich für euch, eure Wohnung nachhaltig einzurichten:

  • Fehlkäufe vermeiden: Selbst wenn ihr versucht, ungeliebte oder unpassende Möbelstücke wieder zu verkaufen, kann es sein, dass sie am Ende auf dem Müll landen.
  • Lebensdauer verlängern: Je besser eure Einrichtung zu euch und euren Bedürfnissen passt, umso länger werdet ihr sie nutzen und umso nachhaltiger wurden die dafür gebrauchten Ressourcen eingesetzt.
  • Geld sparen: Je schneller ihr Gegenstände ersetzt, umso mehr Geld gebt ihr i.d.R. langfristig aus. Kauft ihr seltener (oder sogar nur einmal) und ggf. dazu noch gebraucht, könnt ihr Geld sparen.

Quick Tip: Abfluss mit Hausmitteln reinigen

Selbstreinigende Abflüsse wurden bisher leider noch nicht erfunden. Also stehen wir alle mal vor einem (fast) verstopften Abfluss, der „reinigen!“ schreit (oder eher gurgelt). Da das weder viel Arbeit machen noch besonders belastend für die Umwelt sein muss, gibt es von mir einen neuen Quick Tip.

Am einfachsten ist es, den Abfluss gar nicht erst zu verstopfen. Ja, ja. Captain Obvious… Aber am Ende ist es das wirksamste Mittel. Achtet also darauf, was hineinkommt und haltet Haare, Fusseln, Essensreste etc. mit einem Sieb draußen. In der Küche ist meist Fett der Übeltäter, der sich an das Rohr heftet. Schon alleine durchs Abspülen ist das aber unvermeidbar. Daher solltet ihr nur kleinste Mengen runterspülen und am besten gleich heißes Wasser hinterherschicken.

Es ist kaum möglich, wirklich alles rauszuhalten. Daher ist es wichtig hin und wieder mal auf den Zustand eurer Rohre zu achten. Läuft das Wasser langsamer ab, als ihr es gewohnt seid, ist es Zeit zu handeln. Als ersten Schritt lassen wir immer eine Kanne heißes Wasser durchlaufen. Dadurch werden schon viele Ablagerungen gelöst. Besonders im Bad, wo sich Seifenreste ablagern, reicht das nicht immer. Dann könnt ihr etwa 2-3 Esslöffel Natron oder Waschsoda in den Abfluss streuen und einen großen Schluck Essig(-essenz) hinterherschicken. Den dabei entstehenden Schaum müsst ihr noch ein paar Minuten einwirken lassen und mit (heißem) Wasser nachspülen.

Bei hartnäckigen Verstopfungen solltet ihr das Problem mechanisch angehen. Ein Pömpel ist immer noch eine gute Investition für solche Situationen. Wir haben einen, der kaum Platz braucht und prima funktioniert. Und geht gar nichts mehr, lasst lieber den Profi ran! Aber am besten lasst ihr es gar nicht erst so weit kommen. Denn eigentlich ist es echt einfach, einen Abfluss mit Hausmitteln zu reinigen. Ein bisschen Vorsorge, ein bisschen einfachste Chemie und schon läuft es weiter! Was meint ihr?

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