Sanfte und nachhaltige Babypflege

Meine erste Begegnung mit der Abteilung für Babypflege im Drogeriemarkt hatte ich schon lange bevor mein Sohn überhaupt angedacht war. Da meine Kopfhaut von zu aggressivem Shampoo anfängt zu jucken, habe ich eine Zeit lang Babyshampoo benutzt. Dabei musste ich allerdings feststellen, dass einige Hersteller sehr optimistisch sind, was die zarte Babyhaut aushält. Den Inhaltsstoffen nach müssen die Kleinen ganz schön robust sein. Teilweise ist der einzige Unterschied zur Variante für Erwachsene der Duft. Inzwischen ist unser Sohn schon quasi kein Baby mehr. Daher möchte ich mit euch meine Erkenntnisse und Erfahrung zum Thema nachhaltige Babypflege weitergeben.

Wie viel darf es denn sein?

Kein bisschen Hornhaut, selbst die ultraweichen Babynägel hinterlassen Kratzer – nichts scheint so zart zu sein, wie die Haut eines Säuglings. Verständlich, dass es da verlockend ist, die Kleinen regelmäßig von Kopf bis Fuß mit einer dicken Cremeschicht zu versehen. Ist die Babyhaut allerdings gesund, ist allzu viel Pflege nicht notwendig. Ein bis zwei Mal die Woche ohne Badezusatz in die Wanne, eincremen nach Bedarf und schon ist der Zwerg gut versorgt.

Die wenigen Produkte, die ihr verwendet, sollten auf die empfindliche Haut abgestimmt sein. Lasst euch aber von der Beschreibung mancher Hersteller nicht in die Irre führen. Denn nicht überall, wo „Baby“ draufsteht, ist auch ein sanftes Produkt drin. Ein paar entscheidende Punkte auf der Liste der Inhaltsstoffe solltet ihr im Blick behalten, wie ihr in diesem Ratgeber nachlesen könnt.

Am Anfang darf es gerne überschaubar sein

Eines kann ich euch gleich zu Beginn versprechen: Die Erstausstattung für euer Baby ist mit ganz wenigen Pflegeprodukten komplett. Und von denen solltet ihr vorsichtshalber auch lieber erstmal eine Packung kaufen. Denn auf so einen kleinen Hopser könnt ihr nicht viel schmieren :-). Wir kommen nach einem Jahr Elternschaft auf 4 1/2 Produkte für unsere nachhaltige Babypflege.

  1. Popocreme: Selbst mit Stoffwindeln und unseren schonenden, selbstgemachten Feuchttüchern sind auch wir nicht vor dem bösen roten Popo gefeit. Ein tagelanger Durchfall letzten Herbst und das ein oder andere neue Essen bei der Beikost haben unseren kleinen Mann nicht kalt gelassen. Bei uns hat sich da eine Naturkosmetik-Salbe mit Calendula bewährt. Gerade sprießen auf unserem Balkon viele kleine Ringelblumen-Sprösslinge. Wie mein erster Versuch glückt, selbst eine Salbe daraus zu machen, werde ich euch hoffentlich in ein paar Monaten berichten können. Ist der Windelbereich mal so richtig rot, dann hilft eine Salbe mit (mehr) Zink weiter. Unsere Popocreme hat davon nicht ganz so viel und hilft daher in den Fällen nicht so schnell, wie eine Zinksalbe aus der Apotheke es tut.
  2. Pflegeöl: Gerade am Anfang gab es immer mal wieder eine kleine Hautstelle bei unserem Kleinen, die ein wenig Unterstützung gebrauchen konnte. Sei es der Windelbereich, der zwar nicht wund, aber vielleicht ein wenig gereizt war, oder eine Hautfalte. Unsere Hebamme hatte uns eine kleine Probepackung Babyöl mitgegeben und das setzen wir in so einem Fall ganz gezielt ein. Da sich die Begeisterung für eine Babymassage bei unserem Wurm in Grenzen hielt, reichen uns bisher die paar Milliliter.
  3. Zahnpflege: Ich bin kein (Zahn-)Arzt oder sonst irgendwie qualifiziert euch hier zu sagen, was die richtige Zahnpflege für euer Baby ist. Dass sie, in welcher Form auch immer, aber von Anfang an sinnvoll ist, werden euch viele (Experten) sagen. Wir möchten jedenfalls, dass die Zahnpflege ebenso wie das Baden oder Essen im Alltag unseres Kindes integriert ist.
  4. Abgerundete Nagelschere: Den Punkt könnt ihr als optional ansehen, denn ich gehe mal davon aus, dass so ziemlich jeder eine Nagelschere im Haus hat. Ich hatte auch eigentlich nicht vor extra eine Babynagelschere zu kaufen. Bis ich dann das erste Mal mit meiner eigenen vor meinem Sohn saß. Da lief mir auf einmal fast der Angstschweiß den Rücken herunter. Ich konnte einfach nicht mit dem spitzen Ding die Mini-Nägel kürzen während er, wie so oft, nicht ans Stillhalten dachte (selbst im Schlaf). Also haben wir jetzt noch ein Exemplar mit abgerundeter Spitze und das hilft zumindest meinen Nerven. Denn einfacher wird das Ganze nicht, wenn der Bewegungsdrang zunimmt.

Und der halbe Tipp? Das Schweizer Taschenmesser der Babypflege ist die gute, alte Muttermilch. Ein Schuss ins Badewasser, ein bisschen auf eine raue Hautstelle, eine Schicht auf den wunden Popo – Mutter Natur hat uns Mamas da gleich mal was mitgegeben. Ich hatte zwischenzeitlich immer mal wieder Milch abgepumpt, die der kleine Mann dann aber aus der Flasche verschmähte. War gerade Badetag, dann kam sie halt ins Wasser und er hatte trotzdem was davon.

Optionalin der Erstausstattung Babypflege: eine abgerundete Nagelschere

Was eine nachhaltige und sanfte Babypflege ausmacht

Grundsätzlich versuche ich, wie ihr seht, die Menge an Produkten klein zu halten. Dadurch schmeiße ich nicht lauter halb volle Packungen weg, wenn sich kein anderer Verwendungszweck mehr findet. Gleichzeitig kontrolliere ich bei meinem Kleinen sehr genau, welche Inhaltsstoffe die verschiedenen Cremes und Co. haben. Da ich mir aber leider nicht annähernd merken kann, welche Inhaltsstoffe ich vermeiden will, nutze ich die App Codecheck. Dort ist genau aufgelistet, welche Inhaltsstoffe aus welchen Gründen problematisch sind oder sein können. Ich greife im Endeffekt dann auf zertifizierte Naturkosmetik zurück. Da der Begriff „Naturkosmetik“ nicht gesetzlich geschützt ist, werdet ihr einige Produkte finden, die sich damit zu Unrecht schmücken. Hier gibt es aber einige Siegel, auf die ihr vertrauen könnt, wie beispielsweise NaTrue oder Ecocert.

Behaltet ihr also ein paar Sachen im Auge, habt ihr fast keinen Aufwand um eure Zwerge natürlich zu pflegen. Hat euer Baby krankheitsbedingt Probleme mit der Haut, kann selbstverständlich noch die ein oder andere Notwendigkeit dazu kommen. Da wir hier keinerlei Probleme hatten, kann ich dazu leider nichts sagen. Aber ein gesundes Baby braucht wirklich nur ganz wenige Produkte, um zufrieden zu sein. Dass das nicht nur für die Pflege gilt, darauf werde ich mit Sicherheit einmal in einem anderen Beitrag eingehen.

Nachhaltige Babypflege tut den Kleinen und der Natur gut

  1. Keine Schadstoffe: Ihr schützt die zarte Haut und langfristig auch die Gesundheit eurer Zwerge.
  2. Keine Erdölprodukte: Bei der Herstellung von Naturkosmetik wird auf Bestandteile aus Erdöl verzichtet.
  3. Weniger Müll: Durch die Reduzierung auf wenige Produkte fällt wenig Verpackungsmüll an und die Chance, dass nur wenige oder keine ungenutzten Reste übrigbleiben, steigt.

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Quick Tip: Umweltfreundlich Naseputzen

Grüßt euch auch jedes Jahr das Heuschnupfen-Murmeltier? Oder nehmt ihr im Winter jede Erkältung mit? Dann habt ihr bestimmt auch einen ordentlichen Verbrauch an Taschentüchern. Mein heutiger Beitrag der Quick Tip-Reihe soll euch daher zeigen, warum Stofftaschentücher und Recycling-Papiertaschentücher nachhaltiger sind als die üblichen Verdächtigen.

Im Jahr 2017 verbrauchte jeder Deutsche rund 17 Kilogramm „Hygienepapier“. Der Begriff schließt neben Taschentüchern auch beispielsweise Toilettenpapier, Küchenkrepp oder Servietten ein. Während diese Zahl in den letzten Jahren immer weiter anstieg, sank eine andere. Einst wurden 75% dieser Papiere aus Recyclingmaterial gefertigt. Inzwischen werden aber für knapp die Hälfte davon Frischfasern verwendet. Wir fällen also, nur um unsere Nase zu putzen, Bäume.

Die benutzten Taschentücher können aber wiederum nicht recycelt werden. Sie gehen dem Kreislauf also nach einer Nutzung verloren. Wenn dann noch Regenwald gerodet wird, nur um für diese einmalige Nutzung Bäume anzubauen, ist das gleich doppelt schädlich für die Umwelt. Und genau das ist immer öfter der Fall.

Eine sehr ausführliche Übersicht darüber, wie umweltfreundlich verschiedene Arten von Taschentüchern sind, hat Sarah von minimalwaste.de erstellt. Stofftaschentücher liegen in der Umweltbilanz langfristig klar vorne, da sie viele Male wieder genutzt werden können. Das gilt insbesondere, wenn ihr Second Hand kauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Flohmärkte und die Schränke der (Groß-)Eltern da großartige Fundgruben sein können. Dann fällt auch meist kein zusätzlicher Verpackungsmüll an. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: viele meiner Stofftaschentücher sind so weich, dass meine Nase nicht so schnell wund wird.

Wenn ihr euch damit nicht anfreunden könnt – auch wenn ich euch nur empfehlen kann, es auszuprobieren – dann achtet beim nächsten Einkauf einfach auf den Blauen Engel. Trägt ein Produkt dieses Siegel, besteht es ausschließlich aus Recyclingfasern. Dadurch putzt ihr eure Nase auf jeden Fall ressourcensparender. Ob Stofftaschentücher oder Papiertaschentücher – mit einem Blick auf die Herkunft seid ihr schnell nachhaltiger.

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Regional und saisonal essen Teil 1: Obst und Gemüse

Es ist Frühling und damit verschwindet langsam, aber sicher das letzte Wintergemüse aus der Auslage und macht Platz für Neues. Ich freue mich immer sehr darüber, wenn ich auf dem Markt zwischen Kohl und Wurzelgemüse wieder Bärlauch, Rhabarber und den ersten Spargel entdecke. Verheißen sie doch eine Fülle an Obst und Gemüse der nächsten Monate. Doch diese fast schon überschwängliche Freude kenne ich eigentlich erst, seit wir regional und saisonal einkaufen und essen.

Es ist für viele sicherlich eine der besten Errungenschaften unserer Zeit, fast jedes Lebensmittel zu fast jeder Jahreszeit zu bekommen. Dank diversen Transportmitteln und unserer global vernetzten Wirtschaft findet gefühlt auch die letzte Beere den Weg vom anderen Ende der Welt zu uns. Die Auswahl in den meisten Supermärkten sieht entsprechend ganzjährig relativ gleich aus. Teilweise ändert sich lediglich die Herkunftsangabe auf den Schildchen. Aber das hat natürlich nicht nur einen monetären Preis.

Kurze Transportwege und saisonales Essen punkten mehrfach

Der gewichtigste Grund für uns auf Produkte mit möglichst kurzer Anreise zu setzen, ist der Klimaschutz. Zwischen einem in der Region angebauten Gemüse und der per Flieger importierten Ware können Welten liegen, was die Klimagas-Emissionen angeht. Klar kenne ich auch den ollen Vergleich zwischen einem monatelang in Deutschland kühl gelagerten Apfel und dem „frischen“ Äquivalent aus Übersee. Genau daher betone ich hier, dass wir versuchen uns nicht nur regional zu ernähren, sondern auch saisonal. Was nicht Saison hat, landet in der Regel nicht im Einkaufskorb.

Um mal eine ganz grobe Hausnummer zu nennen, hier ein paar Zahlen vom Bundesumweltministerium. Während für ein durchschnittliches Kilogramm Obst und Gemüse aus der Region rund 230 Gramm CO2 ausgestoßen werden, liegt man bei dem aus anderen europäischen Ländern schon beim Doppelten. Der Extremfall, also aus Übersee und mit dem Flieger transportiert, liegt bei gewichtigen 11.000 Gramm CO2 pro Kilogramm.

Gleichzeitig sollte uns auch bewusst sein, dass wir durch unseren Konsum massive Probleme in anderen Ländern verursachen. Beispielsweise herrscht in Spanien mancherorts Wassermangel trotz vieler Sparmaßnahmen der Bauern. Und um die ganze Landwirtschaft dort und in anderen Ländern am Laufen zu halten, braucht es zahlreiche Arbeiter, die oft unter widrigen Bedingungen leben und arbeiten. Der teilweise deutliche Preisunterschied zwischen heimisch-saisonalen und importierten Produkten scheint da fast das geringste Argument zu sein.

Auch im Winter kann man regional und saisonal einkaufen und essen

Wie frisch vom Feld darf es sein?

Die einzige Einkaufsstätte, von der ich behaupten würde, dass wir Stammkunden sind, ist der Stand von „unserem“ Biobauern auf dem Wochenmarkt. Man kennt uns dort und der samstägliche Einkauf gehört fest zu unserem Alltag. So kommen wir sehr einfach an das, was aktuell in der Region wächst. Zwar bieten sie auch Produkte von weiter her an, die gerade keine Saison haben oder generell nicht bei uns wachsen. In meinem Beitrag zum DIY-Zitrusreiniger hatte ich euch bereits verraten, dass wir dieses Angebot auch mal nutzen. Aber die Verkäufer nehmen sich auch immer Zeit zu zeigen, was gerade frisch um die Ecke geerntet wurde. Und sie wissen, was bald kommt oder jetzt nicht mehr wächst oder was generell nicht regional zu bekommen ist.

Eines will ich nicht unter den Tisch fallen lassen. Wollt ihr regional und saisonal einkaufen und essen, dann müsst ihr tatsächlich auch einmal verzichten. Im November wachsen auf unseren Feldern keine Erdbeeren, die regionalen Tomaten haben im April noch nicht genug Sonne zum Wachsen abbekommen. Und ja, im Winter essen wir oft Kohl. Und ja, gegen Ende der jeweiligen Saison können wir das ein oder andere nicht mehr sehen. Das klingt aber schlimmer, als es ist. Mir zumindest schmeckt die erste Tomate der Saison nicht nur besser, weil sie möglichst lange an der Pflanze reifen konnte.

Wir setzen da auch auf eine weitere Stärke des Wochenmarkts. Die Verkäufer kennen ihre Produkte und gerade Biobauern haben gerne mal welche, die ihr nicht im Supermarkt findet. Wenn wir – unabhängig von der Jahreszeit – mal keine Lust auf das Übliche haben, dann fragen wir, was gerade Saison hat. Meist gibt es zur Antwort noch eine Rezeptidee, damit die Entscheidung leichter fällt. So haben wir bereits rund ums Jahr Neues ausprobiert: Topinambur, Spitzkohl, Wurzelpetersilie, Lombardo-Paprika. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Handliche Übersichten für zu Hause und unterwegs

Im Internet gibt es verschiedene kleine Helfer, damit ihr euch nicht merken müsst, was wann wächst. Schön und praktisch finde ich den Saisonkalender von Utopia, den es digital und in gedruckter Form gibt. Als netter Bonus werden für letztere Bäume gepflanzt. Für unterwegs habe ich bisher zwei Apps ausprobiert. Zum einen „GrünZeit“ von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Sie umfasst nur heimisches Obst und Gemüse und zeigt wie stark diese aktuell das Klima belasten. Und zum anderen habe ich mir den Saisonkalender des Bundeszentrum für Ernährung angeschaut. Hier seht ihr zusätzlich noch wann verschiedene Importwaren in ihren Herkunftsländern Saison haben.

Als Zwischenfazit kann ich sagen, dass es bei Obst und Gemüse nicht kompliziert ist, auf kurze Transportwege und Saisonzeiten zu achten. Auf der einen Seite könnt ihr so zwar nicht alles jederzeit essen. Aber lasst ihr euch darauf ein, werdet ihr viele neue, leckere Lebensmittel für euch entdecken. Was jenseits von Obst und Gemüse auf unseren Tisch kommt, werde ich euch dann in Teil 2 verraten.

Darum solltet ihr Obst und Gemüse regional und saisonal einkaufen und essen:

  1. Weniger Klimagase: Kurze Transportwege schonen das Klima.
  2. Keine Auslagerung von Problemen: Die Landwirtschaft in Ländern mit schwierigen Anbaubedingungen wird nicht weiter belastet.
  3. Gesündere und schmackhaftere Lebensmittel: Regional angebaute Produkte können länger an der Pflanze reifen als Importware.
  4. Lokale Kreisläufe fördern: Der Kauf von heimischen Lebensmitteln stärkt die Produzenten vor Ort.

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Quick Tip: Akkus statt Batterien

Es gab mal eine Zeit, da habe ich gefühlt täglich Batterien ausgewechselt. Der geliebte Discman hat ebenso eine Menge davon geschluckt, wie der Gameboy und andere technische Geräte. Heute sind die genannten nicht mehr im Einsatz. Aber beispielsweise die Fernbedienung, das Stilllicht und die Fahrradlampe sind auf Saft aus dieser Art von Quelle angewiesen. Das sieht bei vielen von euch vermutlich nicht viel anders aus. Daher ist mein nächster Quick Tip darüber, warum ihr zugunsten von Akkus auf nicht-aufladbare Batterien verzichten solltet.

Auf den ersten Blick sehen Akkus, die man wiederaufladen kann, und Batterien, die nach der Entleerung im Müll landen, gleich aus. Der Unterschied liegt rein technisch im Inhalt, in Sachen Umweltfreundlichkeit in der Nutzungsdauer. Warum Akkus die nachhaltigere Variante sind, lässt sich kinderleicht ausrechnen. Jede Wiederaufladung eines Akkus spart die Rohstoffe einer Batterie. Außerdem benötigt die Herstellung letzterer deutlich mehr Energie, als die eines Akkus.

Bleibt zu erwähnen, dass ein Akku in der Anschaffung etwas mehr kostet. Ohne ein passendes Ladegerät kommt ihr auch nicht weit. Da ein Akku aber sehr oft wieder aufgeladen werden kann, seid ihr recht schnell im Plus. Mit in die Rechnung muss, dass die Ladung Strom aus der Steckdose günstiger als die aus einer Batterie. Wir haben vor ein paar Jahren ein Ladegerät für mehrere Größen und einige Akkus angeschafft. Wie viele wir brauchen, haben wir schlichtweg abgezählt und dann noch einen kleinen Puffer eingerechnet. Manchmal ist es ja ungeschickt warten zu müssen, bis der Akku geladen ist.

Geht euch also das nächste Mal eine Batterie leer, dann nutzt doch einfach die Gelegenheit und versorgt euch mit Akkus. Wer weiß, vielleicht freut ihr euch dann in so verrückten Zeiten wie zurzeit, dass ihr wegen einer solchen Kleinigkeit nicht in den Laden rennen müsst 😉

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Torffreie Erde für nachhaltigeres Grün

Die Gartensaison startet! Ein perfekter Zeitpunkt, um hier meine Liebe fürs Gärtnern zu verbreiten. Und zum Einstieg gibt es ein Thema nicht nur für Gartenbesitzer. Es ist vielmehr ein Tipp für alle, die irgendwo ein Pflänzchen stehen haben. Einsame Zimmerpflanze oder üppige Naturoase? Irgendwann braucht es neues Futter um die Wurzeln. Dass auch die Topfpflanze auf der Fensterbank etwas für den Klimaschutz tun kann, klingt erstmal unwahrscheinlich. Aber tatsächlich ist deren Beitrag gar nicht mal so unbedeutend, sofern wir darauf achten, in welche Erde wir sie betten. Nicht jeder hat die Möglichkeit einen eigenen Kompost anzulegen oder von einem im Umfeld zu profitieren, auch ich aktuell nicht. Und so stehe ich und steht auch ihr sicherlich hin und wieder mal vor den großen Säcken voller braun-schwarzem Nährboden für unsere grünen Lieblinge. Daher möchte ich euch zeigen, warum ihr beim Kauf von Erde genauer hinschauen solltet.

Wichtiger Lebensraum und Kohlenstoffspeicher

Ein Begriff, den ihr in diesem Zusammenhang immer wieder lesen werdet, ist Torf. Und ob mit oder ohne, ist bei Pflanzenerde in Sachen Nachhaltigkeit ein ganz entscheidendes Kriterium. Ein kurzer Abriss, was Torf eigentlich ist. Gewonnen wird er aus Mooren, die zu 95% aus Wasser und zu 5% aus (hauptsächlich) Humus und Pflanzenstoffen, dem sogenannten Torf, bestehen. Um an letzteres zu kommen, werden die Moore entwässert und damit quasi zerstört. Während es in Deutschland fast keine intakten Moore mehr gibt, wird dies in Osteuropa noch in großen Gebieten und kostengünstig praktiziert.

Und da sind wir auch schon am Kern des Problems. Zum einen wird bei dieser Praxis ein jahrhunderte- bis jahrtausendealter Lebensraum zerstört. Dadurch sind viele der dort heimischen Arten vom Aussterben bedroht. Nicht weniger gravierend ist die Tatsache, dass durch die Trockenlegung der Moore CO2 freigesetzt wird. Aktuell speichern die Moore, die gerade mal 3% der Landfläche der Erde bedecken, (noch) doppelt so viel CO2 als alle unsere Wälder zusammen. Und bewaldet ist immerhin 30% der weltweiten Landfläche. Diese Flächen zu schützen und zu erhalten ist also aktiver Umwelt- und Klimaschutz in einem.

Torffreie Blumenerde

Bessere Blumenerde zu kaufen ist nicht schwer

Und was können eure Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen bzw. ihr jetzt für die Moore tun? Die Antwort ist so einfach gesagt wie umgesetzt: Kauft ausschließlich torffreie Erde! Inzwischen gibt es die fast überall, wo es Blumenerde zu kaufen gibt. Der BUND hat dazu einen Einkaufsführer erstellt, falls ihr euch vor eurem Einkauf informieren wollt. Aber auch ohne solltet ihr mit der Auswahl in den Regalen gut zurechtkommen. Die entsprechenden Säcke sind mit „torffrei“ oder „ohne Torf“ markiert. Achtung nur bei Produkten, die mit „torfreduziert“ betitelt sind. Ein Anteil von bis zu 80% klingt für mich eher nach Augenwischerei und bringt den Mooren herzlich wenig.

Warum torffreie Erde doppelt nachhaltig ist:

  1. Schutz von Flora und Fauna: Bedrohte Arten in den Mooren dieser Welt verlieren nicht weiter ihren Lebensraum.
  2. Erhalt eines wichtigen CO2-Speichers: Die Moore speichern große Mengen Kohlenstoff, deren Freisetzung den Klimawandel enorm beschleunigen würden.

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